Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 26 (27.6.1843)
- Article
- Das poetisch-sprachliche Gedicht des Dunasch ben Librat
- Date
- 1843-06-27
- Page
- Spalte 411-412 (sequence 1)
- Language
- German
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411 Lil. Analekten. — Die Erbfolge bei den alten Hebräern. Literarische Analekte. Das poetrsch-st-sachliche Gedicht des Dunasch berr Librüt. In der vorläufigen Notiz über Dunasch von Hrn. Dukes wird der allgemeine Theil des poetisch-sprachlichen Gedichtes (in 46 Strophen) dieses Autors mitgetheitr, dessen Verständniß der Mittheiler selbst als sehr schwierig bezeichnet. Indem ich hier den Wunsch ausspreche, daß Hr. Dukes uns auch den übrigen Theil des Gedichtes mittheilen und daß Hr. Munk hier in diesem Blatte die Berichtigung des korrupten Textes zu geben sich geneigt zeigen möge, erlaube ich mir die Bemerkung, daß schon der Hinblick auf das 'Metrum dieses wenn auch unpoetischen Gedichtes, so wie eine nach dem Metrum richtige Vokalisirung desselben schon vielfach -zum Verständniß beitragen könnte. Es ist, daher vielleicht nicht ohne Interesse, wenn hier dieses erwähnte versucht wird, und eine Übersetzung wird dann das Gedicht verständlicher machen. Was das Metrum anlangt, so ist die durchgehende Grundform NVM TP' d. h. v - ] --|, eine Form, die für dergleichen Dichtungen sehr gewöhnlich ist. Das Gedicht lautet also: ' n».:?n 'ib * najai njrn ' nc*$ *i& : nnomn 2. ' LW> pnsm * inn U» ’ ts^n nP rap :nni»n rrs ' bi* 3. '3 nü$ i'vn 2 n?n niWn ♦niA-pi nisi-p : on/P?. 4. . ’ ijj, N'yk) 4 in rpn ' “lyü n^nn] 1) In dem Mitgetheilten steht nur 2) Im Mskr. , was aber auch kein Imp. sein kann und doch sein muß. % 3) Sonst in der Bibel. 4) Sei frisch,'beständig, wachend, den Gelüsten abwehrend, denn sie stürmen fort die Geister und den Leib. 5) Dieser Bers ist augenscheinlich korrupt; im ersten Verse hat das in keinen Sinn, im dritten zeigt schon der Mangel einer Tenua, daß hier etwas ausgelassen sein muß. 412 * i$nfr jyja : SQV^3| tilTVnb 5. •6 non wnn ij-n'N ]p] •ncj üb inni : 7 D'IKVZ üffVD Die Erbfolge bei den alte» Hebräer». Ein Beitrag zur jüdischen Alterthumskunde, nach rabbinischen Quellen bearbeitet 'v 0 N Bodenheimev, Landrabbiner. (Fortsetzung.) v. Stirbt Jemand ohne Nachkommen, dann erst geht die Erbschaft an den Vater des Verstorbenen, der den Vorzug vor den Brüdern des Verstorbenen hat, weil diese erst von ihm, dem Vater, abstammen. Dieser Vorzug wird nach der Ansicht Einiger durch das im vierten Buche Mosis befindliche Wörtchen nw, und nach einer andern Ansicht durch das Wörtchen DtfOyn) begründet. S. Baba Batra 308 b und f. 109 a. Und eben dieses Verha'ltniß findet auch demnach in aufsteigender Linie Statt, so daß der Großvater des Verstorbenen einen Vorzug vor den Brüdern des Vaters hat: s. Baba Batra 116 a* Und dadurch stellt sich das schon - oben angegebene Verhältnis; heraus: der Water des Verstorbenen, nach ihm der Bruder des Verstorbenen, nach diesem erst der Großvater des Wrrstorbenen, und ist dieser nicht am Leben, dann erst folgt der Bruder des Vaters 116 b. Daraus ist jener Spruch in Baba Kamma f. 109 n entstanden und Raschi daselbst. Deshalb sind auch die Rechtsgrundsätze über die Erbfolge, die R. Samuel b. Meir in seinem Kommentare zu Baba Batra 115 b nieder!egt, ganz der Wahrheit gemäß: allein in seine Worte Baba Batra 116 b müssen sich Irrthümer eingeschlichen haben; denn er sagt: rorw^ poup 3nd tjni 3nd vin!> nbiyb D“i)p 3WI intS Dllp 3ND ’3N1 3NH ’DN1 2 3 4 5? (-Olip 3NH niHN1 3NH ’3N '3^ l’OTIp ininx 3NH ’3N 'NdU 3NI3 "2N : obyb pi 3nh Eine Erklärung dafür wäre hier erwünscht. Uebersetzt würde diese Strophe etwa lauten: Sei srisch, beständig wach, den Gelüsten abwährend; denn sie stürmen (reißen) fort die Geister und die Leiber. 6) S. v. a. nm. 7) Begehre nicht 'des Weines/des altbewährten, vieljährigen, dessen Wohlduft nicht geändert, der auf den Hefen abgelagert.