Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 24 (13.6.1843)
- Article
- Nachträgliches zu den in Nr. 20 des Or. mitgetheilten Gedichten
- Date
- 1843-06-13
- Page
- Spalte 383-384 (sequence 2)
- Language
- German
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383 Literarische Ankündigungen. 384 fertigt. — Im sechsten Ged. letzte Z. ist für flFiy, TpbjJ'j FlRJ? zu lesen, und spielt dies auf Ies. 60,. 22 an. — Zugleich wollen wir, nachdem es uns erst jetzt gelungen ist, ein spanisches Machasor zu bekommen, die Varianten hervorheben, welche drei im bezeichneten Machasor gedruckte Gedichce zu den von uns nach der Handschrift veröffentlichten bieten. Ged. 4, Z. 3 liest das span. M. üib, was eine sprachliche Härte ist- Z. 4 hat das span. M. ' was zu dem dazu gehörigen Verbum nicht paßt; 3, 5 hat das span. M. N, Vp und Z. 6 'HENF1, welche beide Lesarten vorzuziehen sind; Z. 7 liest das span. M. für “"IDPU, Qhfcf / was zu dcm darauf folgenden Epitheton DlEOl nicht recht paffen will - Z.8 hat das span. M. für n?3*)pV &0 ü^lp/ was wohl ein und dasselbe ist. — Ged. 6, Z. 1 befindet sich im span. M. für Tjp, s^, was sich durch das folgende nfovf als unrichtig zeigt; Z. 3 und 4 liest das span. M. /|iöj? 02 N22 'Ls' ]22 n^-1 was sowohl sprachliche Unrichtigkeiten enthält als keinen angemessenen Sinn giebt; Z. 5 hat das span. M. für 'O, ’ryniyn^ welchem unsere Lesart, wegen des richtiger» Sinnes und des grammatikalischen Zusammenhanges vorgezogen werden muß; Z. 6 liest das span. M. Vlp? was keinen guten Sinn giebt. — Ged. 7, 'Z. 1 pünktirt das span. M. falsch; Z. 2 liest das span. M. und M, welchen Leiden Lesarten die von uns gegebenen vorzuziehen sind, ja vorgezogen werden müssen; Z. 3 hat das span. M. anstatt “iDPD, was widersinnig ist; dieselbe Z. hat das spam M. »1£^, wo blos pjÖ'5 richtiger ist; Z. 5 ist die Lesart des span. M. 'Hü, Z. 6 7]in:M> Z. 7 nnp? SH, welche Lesarten den unserigen an sprachlicher Reinheit und an Wohlklang nachstehen. — Soll übrigens dieser Nachtrag zu mikrotogisch scheinen, so möge man nur einen 'Blick auf die Ausgaben der griechischen und römischen Klassiker werfen, um zu sehen, mit welcher Mühe und Sorgfalt die verschiedenen Lesarten geprüft und untersucht werden, und wahrlich! es wäre schon Zeit, daß wir unsere Klassiker, die durch -Reichthum an Phantasie, Fülle des Gemüths, Einfachheit des Ausdrucks mit den klassischen Schriftstellern anderer Nationen sich messen können, sorgfältig und kritisch erläutern, daß wir sie von den nur zu häufig korrupten Lesarlen der Sidurim und Machasorim befreien und sie als ein würdiges Denkmal der klassischen echt nationalen Poesie hinstellen. A. Ink. Literarische Ankündigungen. .In wiesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders Ln so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [53.] Diesem Blatte legen wir die Subskriptions-Anzeige des Kalenders und Jahrbuchs für Israeliten. Zweiter Jahrgang 5804 (1843 —1844) bei, und empfehlen sie der Beachtung und Lheilnahme des geehrten israel. Publikums. Wien, dm 24. April 1843. Franz Edl. von Schmid Sk Z. I. Busch. [ 54.] Durch die ,,Red action des Orients4 4 (Leipzig, Lauchaer-Straße No 16) ist zu haben: rfapm rsron, oder die Schrift und die Ueberliefecung. Ein fortlaufender Commentar zum Pentateuch, in welchem die Deutungen der talmudischen Tradition durch eine grammatische Analyse des heiligen Textes bestätigt werden, und zugleich die wunderbare Uebereinstimmung der Tradition und der Schrift durch eine genaue Exegese, mit Berücksichtigung der neuesten Forschungen nachgewiesen wird. Von I. Z. Meklenburg. In 8. 1 Thlr. 15 Ngr. DDP nN, oder Streitschrift über die Echtheit des Sohar und den Werth der Kabbala von Leon Modenese. Nach einer Handschrift zum ersten Mal hgg. v. I. Fürst. In 8. 15 Ngr. * nnx ^piD, die Sprüche tzer Vater, als ältestes Denkmal der neuhebr. Literatur. In der Ursprache zum Behufs akademischer Vorlesungen hgg. v. I. Fürst. In 8. n Ngr. iTONT 7DD, oder Studien über die ältesten Schriften der jüdischen Literatur. Von Elj. Milsachagi. In 4. 1 Thlr. nwü oder Trauerlied über den Tod des gelehrten Talmudist. Rabbi Mosche Sofer, Rabb. zu Preßburg. Von M. E. Stern. In 8. 2 Ngr. Dn:np oder biblische Geographie in alfabetischer Ordnung von I. Kaplan. Zwei Theile, mit einer Karte von Palästina. In 8. 1 Thlr. 15 Ngr. nro "N, das Leben Moses von Philo; ferner Philo's Buch über den Decalog, so wie seine Abhandlung über Efsäer und Therapeuten. Ins Hebr. übertragen von I. Flesch. In 8. 10 Ngr. Sammtliche Bücher sind hebräisch. Die Bücher werden nur gegen Baar ausgeliefert. Buchhändler, welche die Verlangszettel der,,Redaction des Orients" unmittelbar oder durch C. L. Fritzsche zusendeny erhalten die üblichen Prozente.. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.