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Der Orient · 1843-06-06 · 23 (6.6.1843) · p. Spalte 355-356

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
23 (6.6.1843)
Article
Die Erbfolge bei den alten Hebräern
Date
1843-06-06
Page
Spalte 355-356 (sequence 2)
Language
German
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355 356 Die Erbfolge bei den alten Hebräern. Erde seinen Brüden geben. Hat er keine Brüder, so übergebet sein Erbgut seines Vaters Brüdern. Wenn aber auch der Vater keine "Brüder hat, so übergebet sein Erbgut dem nächsten Anverwandten aus seinem Gefchlechte, daß dieser es besitze; dieses soll den Kindern Israels eine Nechtsverordrmng sein, wie der Ewige dem MoseS befohlen. Aus diesen Versen entwickelt die Misch na in Baba Batra 115 a folgende Art und Weise der Erbfolgen ib px pi niD’ '3 t»’x xin p nibn: 110 poiip p bw 1311’ ’xai’ b rab lliip p iN3b inb,i3 nx pnxb raup ri3 bv ro’i’ ’xsi’ pnNb poup ni nib ’nxb i’Diip pnx bttt p’i’ ’X2)’ oxn 'nxb poup pnx 3X.11 . l’Dlip 13'1’ 'X21' nbnm lllip.1 b bb.l II 3X.1 : I3'1' 1X21’ bb llllp Dadurch bildet sich nach dem Zeugnisse aller rabbinischen Autoritäten folgendes Verhältniß. Stirbt Jemand, so erbt sein Sohn, ist kein Sohn mehr am Leben, so wird nachgeforschr, ob der Sohn vielleicht Nachkommen hinterlaffen, denn diese treten an seine Stelle. Finden sich diese Nachkommen nicht, dann erst erbt des Verstorbenen Tochter, und ist sie nicht mehr am Leben, so tritt ihre Nachkommenschaft an die Stelle. Findet sich aber auch diese nicht, dann erst geht die Erbschaft auf des Verstorbenen Vater über, und in dessen Ermangelung auf seine männliche Nachkommenschaft, das heißt, auf die Brüder des Verstorbenen, und in ihrer Ermangelung auf deren Nachkommenschaft. Fehlt auch diese, dann geht das Erbtheil auf die Schwester des Verstorbenen oder bereu Nachkommenschaft über. Fehlt aber auch diese Verwandschaft, so erbt des Verstorbenen Großvater. Ist dieser nicht mehr am Leben, dann treten dessen Nachkommen, also des Verstorbenen Vatersbrüder oder deren Nachkommenschaft an seine Stelle, und in Ermangelung dieser, erben des Verstorbenen Vatersschwestern oder deren Nachkommen. Auf diese Weise schreitet die. Erbfolge immer fort in aufsteigender Linie. S. Maim. Hilchot Nachlot, Abschnitt 1. §. 3. und Choschen Mischp. Abschnitt 276. tz. 1. Das Buch Meirat Enajim daselvst §. 2. Es bedarf dieses Gesetz über Erbfolge einer näheren Beleuchtung und Erörterung und wir gelangen durch dahelve zu folgenden Resultaten und Grundsätzen: 1) Die männlichen Nachkommen schließen die weiblichen, welche mit dem Verstorbenen in demselben Grade verwandt - sind, von der Erbschaft völlig aus. Es ist dieses die dritte Grundregel, welche Maimonides in seinem Mischna-Kommentar ausstellt. Er sagt: '3 inxi B'ipji ntbitf rnbren no3 ictb pb w> 31<S»n ll'33 ]’N llXI inbub D’DIlp 1U3 llIX 'HS’BO xin llx .1V!1’3 .131IN b '3 ’3l2.i Ipxni 3xb nvii'.i 3iir-nb i'Vib intern’ nbju no dxi losy xin rw D”n3 ’iabv!7\ ipy.n iDDJty mix xin.ilvii’3 .i3im nr ibx3 mit» non bx lln3iiprv3 nmpp paup D’i3tn ’3 ’Di 0i”' ’D yi’b pjyn HD’ on ll’ipxn ntybn nbxi ' - : B'l” xb Dieser Vorzug des männlichen.Geschlechtes vor dem weiblichen in Beziehung auf Erbschaften wird im Traktat Baba Batra 116 b aus vier verschiedenen Bibelstellen entnommen: 4. Buch' M. K. 27, 8z 27, 4 z 27, 11z 3. Buch M. 25, 46. Zwei dieser Bibelstellen, als 4. B. M. 27, 4 und 27, 11 haben diese Beweisführung nicht ausgehalten z darum wird auch bei der Gesetzfeststellung von R. Ascher nur: 4. Buch M. 27, 8, und 3. B. M. 25, 46 angezogen. Diese Ausschließung findet eben so gut beim mütterlichen als väterlichen Vermögen statt. Obschon diese Ansicht nicht allgemeine Beistimmung gefunden und ein Gelehrter im gedachten Traktate 111a hinsichtlich des mütterlichen Vermögens eine andere Meinung hegt, welche einige Richter sogar in Anwendung brachten oder in Ausübung bringen wollten z so konnte dennoch diese Meinung nicht durchdringen, wie sich dieses deutlich beim Zusammentreffen des Janai mit R. Jehuda Nesiah herausstellte, denn es wird uns erzählt: rrynttf ^nbm m ndhdm w» ni ^dho^d wbz^pb otot tM'N m % lrpsab nfrwi mirr1' oi tini nmjw ^^b O wn dot ’oron rpb Diipsy pb pjo rwp n^d ptso DOT HÖD HD rJNH HDob DOT HDD ttf'pö HIDD DVD7 hd »kV % rab Diip p dot HDD mb avp p D1DD DOT HDD P)N um büÜ 102 DOT HDD -.^b^b OL in rpb nu rpjosrb mb ddk dw O bm~ (Fortsetzung folgt.) dteuhebräisiche Poesie. Notiz über die äußeren Formen der Pijutim. Von Leop. Dukes, in Tübingen. (Fortsetzung.) Unter den Pajtanim der g e o n ä i s ch e n Periode ist Saadja für uns der erste, welcher Gebrauch vom Reim machte tvergl. weiter unren). Zur Zeit des Haji Gaon war er schon allgemein verbreitetz seine Zeitgenossen Joses ben Abiror und Samuel ha-Nagid bedienten sich seiner ebenfalls, und zwar letzterer auch in weltlichen Gedichten,- z. B. in seinem ]D *). Bei den deu tschfranzösifchen Pajtanim finden wir ihn ebenfalls schon in allen 9) Luzzatto hat einige Proben aus diesem äußerst seltenen Werke (es befindet sich nur in Parma, in de Rosfi's Bibliothek) im ersten Jahrgange des Zion bekannt gemacht. Auch Hr. C a r m o l y hat (Literaturblatt des Orients 1840. Nr. 52) einige Verse mitgetheilt und gelegentlich aufmerksam gemacht, daß Jehuda .ben T i b.b o n in einem moralischen Brief an seinen. Sohn ebenfalls einige Verse daraus citirt. Wir fügen noch hinzu, daß Abraham ben Chasdai in feiner Übersetzung des unter dem Titel p^ whü

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