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Der Orient · 1843-05-16 · Heft 20 (16.5.1843) · p. Seite 153

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Journal
Der Orient
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 20 (16.5.1843)
Article
Hamburg: Feier zur Erinnerung der vor 50 Jahren gegründeten Schulanstalt ...
Date
1843-05-16
Page
Seite 153 (sequence 1)
Language
German
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Vierter Jahrgang tie Berichte, Gtudien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirtbei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Jte 80 Leipzig, den 16. Mai 1843. Deutschland. Hamburg. Feier zur Erinnerung dev vor 60 Jahren gegründeten Schulanstalt des Hrn. I. A. Jsler. Rede des Hrn. Dr. M. Jsler. Hamburg. Hr. Nosenthal, ein jüdischer Baumeister. Von der Saale. Auszeichnung jüdischer Künstler. Dresden. Prüfung an der israelitischen Gemeindeschule. Dresden. Die ständischen Verhandlungen über die Juden. — Oesterreich. Ofen. Graf Karl A a y. Prag. Hebräische Buchdruckerei von Gottlieb Haase Söhne. -- London. Beschluß der Rechnungen aus Jerusalem. — Personalchronik und Miscellen. — LB. des Or. Deutschland. Hamburg, 1. Mai. Am gestrigen Neumondstage vor 50 Jahren hatte Hr.J.A.Jsler seine noch jetzt bestehende Schulanstalt in Hamburg eröffnet. Um nun diese Erinnerungsseier an das jetzt vollendete halbe Sakulum würdig zu begehen, waren mehre ehemalige Schüler und Pensionäre des noch rüstigen, wackern Jubilars, meist hier ansässige achtbare Kaufleute, zu einem Comite zusammengetreten. An alle hiesige und einzelne auswärtige vormalige Zöglinge der Schule war eine Einladung ergangen, sich so zahlreich als möglich zur Feier einzufinden und Vorschläge gemacht worden, den greisen Jugendlehrer durch ein angemessenes Geschenk zu überraschen. Mit großer Bereitwilligkeit waren die Beiträge gezeichnet; ein trefflich gearbeiteter Pokal mit einer paffenden Inschrift war zum Präsente gewählt und die Direktion des Freundschaftszirkels (der Gottschalk'schen Ressource) um Erlaubniß zur Benutzung ihres Saales gebeten worden, den sie auch auf das Zuvorkommendste einräumte. — So war denn der festliche Tag erschienen. Um 10J Uhr sollte die Feier beginnen; schon früh hatten ffich die ehemaligen und die fetzigen Schüler der von dem Vater vor kurzer Zeit aufdenSohn, Herrn Dr. M. Jsler übergegangenen Schule, die jetzigen Lehrer der Anstalt, sowie viele dem Jubilar und seiner Familie verwandte und befreundete Personen, eine Anzahl von Damen, mehre Vorsteher und die Geistlichen und Lehrer bei der hiesigen jüd. Gemeinde, sowie einzelne christliche Pädagogen und Beamte eingefunden. Das Auditorium zählte' wohl 2—300 Besucher. Interessant war der Anblick manches Bakers, der selbst einst in dieser Schule seinen ersten Unterricht genossen hatte, die nun schon sein Sohn besuchte; ältere Söhne einer Familie, die schon einen bestimmten Lebensberuf ergriffen hatten, sah man neben ihren jüngsten Brüdern, die der Schule noch nicht entwachsen waren. — Ein auserlesenes Musi'kchor war hinter einer leichten Verhüllung placirt, und führte zwischen den einzelnen Reden wahrhafte Meisterwerke der Tonkunst auf, während die Pausen auch zu einem kräftigen Imbiß, zu traulicher Unterhaltung und zur Darbringung der Glückwünsche an den Jubilar und dessen würdige Gattin, ein Muster frommer, bescheidener und liebevoller Häuslichkeit, benutzt wurden. — Nach einer kurzen, aber ergreifenden und trefflich exekutirten musikalischen Introduktion bestieg Hr. Isaak Iessel, seit Kurzem einer unserer Gemeindevorsteher, der sich bereits durch seine musterhafte Verwaltung des Kranken- und Waisenhauses den einstimmigen Beifall seiner Glaubensgenossen errungen hat,' die Rednerbühne, um, selbst ein ehemaliger Schüler der Anstalt und Vater eines noch jungen, derselben zur Ausbildung übergebenen Knaben, im Namen seiner ehemaligen Mitschüler in ungekünstelten, schlichten und herzlichen Worten die Empfindungen auszudrücken, die, seiner vollen Uetzerzeugung nach, an einem solchen Ehren- und Freudentagewie .ihn jetzt Herr I. A. Jsler begehe, die Herzen aller Anwesenden auf gleiche Weise 20

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