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Der Orient · 1843-05-09 · 19 (9.5.1843) · p. Spalte 299-300

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
19 (9.5.1843)
Article
Heidenheim's hinterlassene handschriftliche Werke [Rezension]
Date
1843-05-09
Page
Spalte 299-300 (sequence 2)
Language
German
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299 300 Skizzen aus der jüd. Geschichte. A. Der Apostat. sie der 1833 durch D. Lehrberger und Co. ausgegebene Katalog der Heidenheim'schen Bibliothek am Schluffe enthält. Diese sind: 1. Deutsche Uebersetzung und deutscher Kommentar über jwnn nbo (logische Terminalogik) des Maimonides. (Mit deutschen Lettern). In 4to. 2. Dasselbe Werk in hebräischen Lettern. In fol. 3. pnpTi wS Raschi's grammatischen Termen, in alfabetischer Ordnung zusammengestellt. (Hebräisch). In fol. 4. niDDin) niitin oder Anmerkungen und Zusätze zu Raschi's Kommentar nach einer erhaltenen von Samuel bis Micha reichenden Handschrift. (Hebräisch). In 8vo. 5. D'Dltyn niDttf, Konkordanz der biblischen Eigennamen, in alfabetischer Ordnung, mit Angabe aller Stellen und ihrer Masora und andern Anmerkungen. (Hebräisch). In sol. 6. , 5,^ ■’Dytt über die Accente der Bücher Ijob, Mischte und Tillim. (Hebräisch). In 4to. -- 7. tyi myunn by y' nDNb 2tbhandlung über die Vokale und die Elemente der hebräischen Sprache. (Hebräisch). In 4to. — 8. Uebersetzung. der 10 ersten Kapitel der Sprüche in Jamben. In fol. — 9. D^lSDm pyn iM , bie Verba fy und yy nach ihrem Gebrauche und ihren Anwendungen, in alfabetischer Ordnung zusammengestellt, (Hebräisch.) In fol. — 10 nwm ofysn T\bbr Entwurf zu einer Konjugations- und Deklinationstabelle, so wie einige Abhandlungen über Syntax, Logik und Masora. (Hebr.) In fol. — 11. Anmerkungen und Uebersetzungen zu einigen Kapiteln des Buches Ijob. (Hebr.) Zn 8vo. — 12. Dip-pTpf] i£/-l»l£/n ni^D, b{e grammatischen Kunstausdrucke, alfaberisch geordnet. Es würde wohl manchem Leser des Orients sehr erwünscht sein, wenn er hier erfahren möchte, wohin diese Handschriften, welche,den 16. Septb. 1833 in Frkf. a. M. versteigert wurden, gelangt sind und ob theils ihre Veröffentlichung, theils deren Benutzung noch möglich ist. Auch wäre es sehr erwünscht, wenn ein inniger Vertrauter oder Schüler des Verstorbenen es versuchte, hier eine ausführliche Biographie dieses Gelehrten, so wie eine Charakteristik seiner schriftstellerischen Lhätigkeit zu geben. Verwandschaft der ägyptischen (koptischen) Sprache mit dem Semitischen. In dem Lpz. 1841 von Amt. Ludw. Ideler hcrausgegebenem zweitheiligen Werke: Herinapion sive rudimenta hierogiyphicae yeterum Aegyptiorum literaturae, worin in der ersten Abtheilung von der Sprache der alten Aegypter und deren Identität mit der koptischen gehandelt wird, hat der Verf. S. 23 und 59 auch den Nachweis über die Verwandtschaft, sowohl in Wurzeln als in manchen Sprachbildungen, mit dem Semitischen, worauf auch Gesenius schon aufmerksam gemacht. Geschichte. Skizzen aus der Mischen Geschichte. A. Der Apostat. (Fortsetzung.) ' So gab der heilige Mansuetus einem gelähmten Knaben seine Geradheit wieder und aus Dankbarkeit fütterten die Mönche diesen Knaben sein Lebe lang; 7) so mußte die heilige Kunigundes), die Gemahlin des heiligen Heinrich, des heiligen Kaisers, noch im Tode ins Handwerk der Aerzte pfuschen und einen Mann gesund machen, weil ein Jude, ein verruchter Jude, Jakob mit Namen, es gewagt hatte, an der Wunderkraft der heiligen Dame zu zweifeln. Kurz, zu den Zeiten Heinrich's des Zweiten gab es einen Geistlichend), und zwar einen Geistlichen des Herzogs Conrad, von dem man zwar nicht genau weiß, was es für ein Conrads) gewesen, mit Namen WECEL1NUS,. und dieser ließ sich durch teuflische ro) Eingebung verführen , ein Jude zu werden und den Irrlehren 11) der Juden sich anzu-, schließen. Der König Heinrich horte dies 12) und erstarrte, ja er erstarrte mehr, wie es eigentlich einem König gebührt 1 3), wenn ein Mensch ein Jude wird; aber man kann es ihm nicht verdenken, dem heiligen Heinrich, ein Geistlicher und ein Geistlicher des Herzogs Conrad, seines Verwandten, ward Jude; so nah verwandt war mit ihm das Ungethüm; nein, er er- 7) Asp. Miracula 8. Mansueti. ap. Pertz. 6. 512. (auch in den Actis Sanctorum Mai. 2-) „Puer autein in testimonium facti usque in praesens tempus stipeaidiis ecclesiae confovetur.“ „Der Knabe aber wird zum Zeugniß der That bis auf den heutigen Tag auf Kosten der Kirche gefüttert." 8) Miracula 8. Cunigundis ap. Pertz. 6. 827. „Cum hac tum omnia tarn ludei quam Christian] revlata fide (die Wunder nämlich!) cognovissent, ludei dixerunt, nisi puer, qui secum adirat caput incomporabiliter agitans et niento pectus contundens, sanaretur, respetratu signa Laudanda non essent. Et quidam eo Ipso nomine Jacob ita in dt, si puer ille a taiis ac tanto motu quiesceret, baptismi gratiam nullo modo recusaret. Quid factum est. Feria servia paschalis ebdomade puer et popul 11 s pro eo ad sepulchrum sancte Cunigundis orabafc et exaudita eorum oratione tamquain fragor ceryicis sonus audiebatur, in quo sonu ille reparate sanitati reparatur.“ Einen Juden zum Christen zu machen war es wohl werth, diese Cunigunde aus dem Schlafe zu wecken. b) Alperti de diversitate temporum üb. i. cap. 7. ap. Pertz 6. 704. „lstis dicam diebus yidelicet Jdenrici regis, cujus postea benedictione apostolica imperator effectus est quidam Wecelinus, qui fuerat Conradi ducis clericus, illusione diabolica seductus errori Judeorum consensit. Cf. pag. 720. cap. 22. 9) ' Siehe .G. Waitz im Index zu Pertz 6. pag. 861* v. 4. von unten. 10) „Illusione diabolica seductus" „durch teuflische Täuschung verführt." 11) „errori Judeorum consensit.“ Cf. cap. 22. de illo appostata, qui relicta religione clericatus in perfidorum yoraginem incidit Judeorum.a 12) „Hoc audiens rex, nimia, ut jus tum fuit, contuibatione cornmotus est“ sagt Alpertus 1. 1. 13) „ut jusium fuit.“

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