Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 4 (1843)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1843)
- Article
- Urkunden zur Geschichte der Juden im Mittelalter
- Date
- 1843-04-18
- Page
- Seite 128 (sequence 2)
- Language
- German
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- 128 Datum Maguntie VII. Iclns Maii. Anno Domini MCCLXXXVll. Regni vero nostri anno XI1II. (Guden Cod. dipl. II. 254.) Gegeben in Mainz, den 9. Mai, im Jahre des Herrn 1287; im 14. Jahre unserer Regierung. Bibliographie von M. Schwärzauer.' In den „Reminiscenzen Goethe's Mutter, nebst Briefen und Aufzeichnungen zur Charakteristik anderer merkwürdiger Männer und Frauen von Dorow. Leipzig 1842. Hinrlchs" ist eine Vorstellung von Hipp et an den Oberpräsidenten von Schrott er über die bürgerliche Verbesserung der Juden vom 21. Oktober 1791 enthalten. (Bl. f.L. U. v. 8. Febr. 1843). Brevis linguae ehaldaicae Grarnmatica,Litteratura, Chrestomathia cuin Glossario scripsit Jul. Henr. Petermann, Phil. Di', et Prof. publ. extr. in Unir. Berol. Berolini 1840. Eichler. II. u. 87 8. Gramm, u. Litt. 95 8. Chrest. und Gloss. 8. (1 ThLr.) Brevis linguae arabicae Grannnatica, Litteratura, Chrestomathia cum Glossario. Lb. 1840, 11. u. 125 8. Gramm, u. Litt. 92 8. Chrest. Gloss. 8. (1 Thlr, lljSgr. Brevislinguae aramenicaeGrammatica etc. ib. 1841. 11. u. 98 8. Gramm, u. Litt, 88 8. Chrest. u. Gloss. 8. (1 Thlr.) Auch u. d. T. Porta linguarum orientalium 8. Elementa linguarum s^r.. chald., arab., samar. aethiop. armen, etc. studiis accademicis accomod. Ed. Jul. Henr. Petermann etc. Pars. 11.1V. et VII. (Leipz. Repertorium 1842. 24. Bd. 3 Hfte.) Herr Prof. Fleischer in Leipzig glebt uns ein kurzes Referat über.diese Schriften; deren Zweck ist, durch eine Reihe wohlfeiler, nach einem gemeinsamen Plane sowohl für das Selbststudium, als für akademische Vorlesungen bearbeiteter Elementarbücher, die Erlernung der morgenländischen Sprachen zw erleichtern., Lexicon syriacum Chrestomathiae Kirschianae. denuo editae accomodatunr a 6. H. Bernstein. 2. Lief. Leipz. 184u. Cnobloch. 8. 209—582. gr. 8. (Chrestomathie u. WB. zusammen 4 Thlr. (vgl. Repert. Bd. 14. Nr. 1834.) Auch über dieses Werk wird von Hrn. Prof. Fleischer sehr lobend und empfehlend referirt; und über das Nähere auf eine nächstens von demselben zu erscheinende Neeenflon in derH. L. Z. verwiesen. Sadi's Rosengarten. Aus dem Persischen durch Dr. Phil. Wolff. Stuttg. Scheibe! 1841. 335 S. 8. (J Thlr. U Ngr.) Beurtheilt von Hrn. Prof. Fleischer mit folgende Worten schließend: „ Wer sich an Sadi's echtem Schir-isweine den Gaumen nicht allzu sehr verwöhnt hat, wird Hr. Dr.W's. nachgemachtem alle Gerechtigkeit wiederfahren lassen. Nur wünsche ich ihm ein feines Ohr und Gefühl für den ebenmäßigen Wohllaut der Rede, eine noch größere Treue in Widergebüng wesentlicher Gedankenformen, und ein noch beständigeres Glück in der Auffindung passender Reime." Hebräisches und Haldäisthes Schulwörterbuch über das Alte Testament. Von Dr. Jul. Fürst, Lehrer an. der Universität zu Leipzig. Stereotypausgabe. Leipzig, Karl Tauchnitz VI. u., 658 S. 16. (1 Thlr. 10 Ngr.) Verlag von C. L. Fritzsche. - Ueber dieses im LB. d. Or. schon besprochene Werk spricht sich der anonyme Refr. (Prof. Tuch) höchst lobend aus und bezeugt dem Vf. mit besonderem Vergnügen, daß er neben den lexikalischen Arbeiten vqn Gesenius eine gewisse Selbstständigkeit nicht vergeblich angestrebt hat. Das Unternehmen scheint ihm „lobenswerth und mit Ueberlegung und richtigem Takt ausgeführt." Selbst im Besitze dieses brauchbaren W.-B. können wir es in vieler Beziehung vorzüglich jüdischen Lehrern und sogar den schon etwas geförderten Schülern mit großem Nutzen empfehlen. P r o sp ek t u s. Etymologisch - symbolisch-mythologisches R ea l w L r t e r b u ch zum Handgebrauch der Bibelforscher, A rchäologen u. bildenden Künstler, mit Rücksichtnahme auf die mythische Bedeutung einiger Länder, Städte und Völkernamen, auf die symbolische Bildnerei und Architektur des alten Orients und Occidents, auf die Feste, gottesdienstliche Gebräuche und andere Ceremonialgefttze der klassischen und anderer heidnischen Völker des Alterthums, wie auch mit besonderer Rücksicht auf die.Ritualien der jüdischen und christlichen Kirche auf die Kunstsymbolik und Ikonographie des Mittelalters u. a. m. von F. Nork. gr. Lex. circa 115 Bog. 12 Lief. (11 Thlr.) Bei I. F. Cast in Stuttgart. Wer die Schriftstellerei Norks kennt, der wird wissen, was er von diesem Werke zu halten habe. Unter der Presse befindet sich — bei F. A. Brockhaus in Leipzig —- und wird in den nächsten Tagen erscheinen: „Die Petition des Vorstandes der israelitischen Gemeinde zu Dresden und ihr Schicksal in der II. Kammer 1843. von Dr. W. Landau." Wir können im Voraus auf diese sehr interessante Schrift die Aufmerksamkeit der Leser richten. Der Vf. ist mit der genauesten Sach - und Lokalkenntmß ausgerüstet, und glebt uns hier eine Beleuchtung der Debatten über die Emancipatwnsfrage der sächsischen Juden, wie sie jedem erwünscht sein muß, dem es um Wahrheit zu thun ist. Personalchronik und Miseellen. „Die Lage der Israeliten", sagt ein Korr.'der Rhein. Zeit., „ unter den 38 verschiednen Souveränitäten ist eine höchst verschiedene. Völlig politische Gleichstellung mit den Christen genießen sie nur in Würtemberg. Anderwärts braucht mau das liebe „Nach und Nach" als Parole, die der christliche Patriot dem andern mit der reservatio mentalis ins Ohr sagt: „So wenig als möglich." Es gibt aber Dinge in der Welt, die mit Einem Striche gleichzeitig beseitigt werden müssen, soll die Zukunft nicht sauere Früchte aus ihnen hervortreiven. Die so viel ventilirte, philosophisch, religiös, staatsrechtlich, social durchgegerbte Judenfrage gehört ganz besonders hierher. Sobald man nicht a .priori bte 400,000 im deutschen Bunde lebenden Israeliten für moralisch unwürdig zu erklären wagt, und eine solche Behauptung wird jetzt wohl Niemand riskiren, — so muß man sie politischemancipiren, das ist für die salus publica höchst nöthlg, worin Lokalrücksichten untergehen sollen." Druck von I. H. Nagel.-