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Der Orient · 1843-04-04 · 14 (4.4.1843) · p. Spalte 223-224

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
14 (4.4.1843)
Article
Der ewige Jude
Date
1843-04-04
Page
Spalte 223-224 (sequence 2)
Language
German
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223 In einem Pasquill auf Ganganelli heißt es: „venam 6 Ambrun (I) ämo come.fratelli — Uno inglese, üno, ebreo, che f e 11 s.igno r 6." Denarn und Ambrun liebte er wie Brüder; jener ein Engländer, dieser.ein Jude, der den großen Herrn spielte! (Blatt, f. lit. Unt. 1842. Nr. 162. S. 651.) Ohne die Barmherzigkeit .eines Handelsjuden, dcr:L ie d g e seinen Schaafspelz lieh, wäre dieser auf seiner ersten -Reise nach Leipzig erfroren. (Tiedge's Autobiogr. Bl. f. lit. U. 1842. Nr. 104. S. 419.) Eine Beschreibung der Hinrichtungen, welche Napoleon in Egypten gebot, beginnt mit den Worten: 5 Juden und 2 Frauen wurden in den Nil geworfen u. s. w. (Tagebuch des Scheich Gabarti ^(Dschebreti) herausg. v. Cardin x. 76. s. Wien. Iahrb. Bd. XUIX. S. 77.) ' Hegel nannte einst Fichte's Philosophie: „Berliner Philosophie für Staatsräthe, aufgeklärte Juden und Jüdinnen und den Herrn von Kotzebue". (Repertorium Bd. 33. S. 51.) - „Ich bitte mir aus, daß die Theologen wenigstens nicht, mehr auf die Rab b in er schimpfen. Das waren ehrenvolle, klare Philosophen gegen diese Leute, die über ein Pfund Salbe 224 (kernt tanl de bruit) so tiefsinnige^Betrachtungen anstellen!" (Bruno Bauer, Krit. der evang. Gesch. d. Synoptiker, -Wd. 3. S. 196.) Wie leicht ist es doch Andern zu empfehlen, was man selbst nicht mag! — „Durch dieselbe Sophistikdurch welche Sokrates als schuldig, die Athener als gerecht erscheinen, könnte selbst Christus als schuldig und die Juden, die ihn kreuzigen liefsen (!) als unschuldig erwiesen werden, indem nämlich das Recht mjt der Macht identisicirt wird u. s. Fischer in der A. L. Z. 1842. Nr. 82. Col. 27.) Auch die Walhalla und Dr. Luther führen zu solchen Vergleichungen: „So wie der Jude in München, Wien, Berlin nicht läugnen darf, daß er vom Christenthum genährt, getragen werde u.'s. w. (Preuß in d. Berl. Iahrb. 1842.'Sept. Nr. 42.) Was hat man bei diesen Worten zu denken? — Ein deutscher Jude Joel erfreute sich in London mit seinen Nachahmungen eines großen Beifalls. Er ahmt den Gesang der Vögel und das Grunzen des Schweines nach, zugleich produeirt er sich im Jodeln u. s. w., er scheint besser zu fahren als die Koryphäen der deutschen Oper in der Weltstadt. (Ausland 1842. Nr. 288.) — Sider. Literarische Ankündigungen. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1^ Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [34.; In Commission bei-W. Ztauök in Leipzig ist kürzlich wieder in der fünften unveränderten Auflage erschienen und durch alle Buchhandlungen für 6 Gr. zu beziehen: nimn 1-jD' Israelitische Glaubens- und Pflichtenlchre für Schule nnd Haus. Bon Dr. S. Herxheirner. [35.] Im Verlag von C. L. Fritz sch e in-Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: NOO bv mn iid Auch unter dem Titel: Die Pesach - Hagabä oder 1 Erzählungen von Israelis Auszug aus Egypten. Zum Gebrauche der beiden ersten Abende des Mazvt-Festes. Bon Neuem wörtlich aus dem hebräischen Originale verdeutscht. 8. br. Preis 6 Gc. Vierte Ausgabe. . Wiederverkaufs, welche sich an die Verlagshandlung wenden, erhalten 1>ei Abnahme von Partieen einen ansehnlichen Rabbat. [36.] Bei C. L. Fritz sche in Leipzig ist erschienen: TMorte eines Juden an seine Glaubensgenossen. Bei Gelegenheit der am I.Dec. 1842 den Juden bewilligten Rechte. nnbn 'min Dy pix yip 'bl* lypacr :nnn btt ormiDi mtt nmn wrn btt ■DD ubiw "1DSD1 ttfy 'l.’DD O :nnn Tiyw nvin nbyb .-»npnsn Höret mich, die sthr Gerechtigkeit liebt, ' Volk, das meine Lehre im Herzen trägt: -Fürchtet nicht den Hohn der Menschen und bebt nicht vor ihren Schmähungen! Denn wie ein Kleid wird sie die Motte verzehren i wie die Wolle der Wurm; meine Liebe aber wird ewig währen/meine Hilfe für und für. (Iesaias 51, 7, 8.) 8. Preis 5 Ngr. Verlag von C. L. Fritz sch e. Druck von I. H. Nagel.

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