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Der Orient · 1843-02-07 · 6 (7.2.1843) · p. Spalte 93-94

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
6 (7.2.1843)
Article
Zur jüdischen Mondenberechnung
Date
1843-02-07
Page
Spalte 93-94 (sequence 2)
Language
German
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94 93 Jüdische Mondenberechmmg. Berichtigung. wir den Bruchkheil von mit 12 mulliplicircn, alsdann ergeben sich für 12 Monate übcrschußweise 8 Stunden, 48§> wenn dagegen der Bruchtheil mit 12mal vermehrt wird, wie Hr. Or. Frankel will, so 91-1) lö/ , „ /S"6 X 12 _ wurden sich "iqqö- 9-792 g44 1080 60 9 Stunden und ZH Stunden Theil oder kurzweg 44 Minuten ergeben, was aber natürlich ganz falsch ist. Der Zrrthum des Hrn. Dr. Frankel mag vielleicht in einer freilich fehlerhaften Anteception liegen, indem derselbe die von einem ganzen Jahr resultirten 48§ Minuten in n'pbn zertheilt haben mag, woraus sich ergeben. Allein Ein Monat enthalt nach Mondsberechnung blos 29 Tage, 12 Stunden 44^ Minuten oder tttÄ> oder 'p^n was so viel ist als W a'?bn $) DM. Obgleich dieser Verstoß von O'p^n'^2 für einen Monat, der für'12 Monate schon D^pbn 'mpnn betragt, an sich klein ist, so geht er doch bei den. vielen Cyklen ins Unendliche, und so fand ich diese „Berichtigung" um so nochwendiger, als ich hoffe, Hr. Dr. Fränkel, dem wir für seine Belehrung in diesem Artikel zu Dank verpflichtet sind, werde seine Berechnung revidiren, und die Richtigkeit dieser Ausstellung erkennen und bitte zugleich, derselbe möge das Ecgebmß seiner wiederholten Forschung in diesem Blatt wieder mittheilen. Berlichingen im December 1842. Abraham Waelder, Bezirksrabbiner. * * * - Nachtrag zu obiger Berichtigung. Kaum hatte ich obige Zeilen niedergeschrieben, als ich imweitern Verlauf noch mehre theilweise nicht unbedeutende Versehen im Dr. I. A. Frankelschen Räsonnement entdeckte, die ich ebenfalls nicht unberührt lassen kann. 1. S. 701 Zeile 12 soll nach Frankel „die angeführte 52 Cyklen oder 988 Jahre enthaltende Tabelle des Tur mit dem 2 76 Zyklus oder dem 5055 beginnen". Dies ist ganz falsch, vielmehr ist das'5055. Jahr der Weltschöpfung das erste Jahr des 267. Zyklus. Denn rnultiplicirt man 19 (die Tnp oder Zyklus Jahre) mit 2/6, so würde sich das Jahr 5232 ergeben. Wird dagegen 19 mit 266 vervielfacht, so ergibt sich als Summa 5054, und das Jahr 5055 ist denn, wie bereits oben bemerkt, das erste Jahr im 267- Zyklus oder 5055 — 266TV Auch in der angeführten Stelle des Tur (cap. 428 mrhn -wn) heißt es: Dwom d^n weh rtw ich “ntHD n^nn nifitom. Uebrigens bin ich gern geneigt, dies für einen Schreib- oder Druckfehler zu halten, da in den Zeilen 17 und 22 wieder, aber blos theilweise, auf das Richtige zurückgekommen ist, und ich hatte leicht davon Umgang nehmen können, wenn nicht der 2. nächste Verstoß, der dieganze Rechnungsweife, auf welche wir spater zurückkommen werden, über den Haufen wirft, mich dazu genöthigt hatte. 2. Das Resultat der Frankelschen Berechnung ist, daß nach ihm das SchöpfungSschr' 4036 das 7. Jahr des 214. Zyklus sei, oder daß in 4036 Jahren 213^ Zyklen oder Dmino enthalten seien, , weßwegcn er zu dem . falschen Schluffe kam, daß, weil im 7. Jahre eines Zyklus, welche blos in die Jahre 3, 6, 8, 11, 14, 17 und 19 fallen, kein Jahr sein kann, jene Gcabschrist, die vom Jahre 4036 herruhen sollend, das Datum eines ptt'Ni yn führt, nicht von diesem Jahr sein 'könne, weßwegen der rabbinische Hierogtyphant in Worms von Hrn. Dr. Fränkel hart mitgenommen wicd. Allein das Jahr 4036 oder täh ib ist wirklich ein DQ'y Jahr mit 2 Adar, guod demonstrandum est. Wenn wir nämlich wissen wollen, wie viel Zyklen das Jahr 4036 enthält und ob dasselbe ein Jbur-Jahr war, so brauchen wir nur mit 19 in diese Zahl zudividiren, so erhalten wir als Resultat: das Jahr 4036 ist das 8. Jahr im 213. Zyklus, oder das Jahr 4036 enthalt 212/g Zyklen. Da nun das 8. Jahr im 19jährigen linD ein Schaltjahr ist, so ist das oben genannte Jahr 4036 ebenfalls ein "umy Jahr. Hr. Dr. Fränkel hat sich netto um 18 Jahre geirrt, da 213^9 — 212^ — |-f — 18 Jahren des 19 Jahre betragenden Machsors ist. Hr. Dr. F. hatte, wodurch ich mir allein seinen Jrrthum erklären kann, statt von 267 ganzen Zyklen, welche mit 19, den Machsorjahren, vermehrt 50/3 (statt 5055) betragen, nur von 266-T9 jene 53 Zyklen und 12 Jahre oder 53^| in Abzug bringen sollen, dann würde sich ergeben haben 266-^ 212x8i) oder 212 Zyklen und 8 Jahre, was ebenfalls wiederdie Schöpfungs -Jahrzahl 4036 gibr, in welchem letzteren Jahr also, da der Zyklus 212^ oder der Anfang des 213. Zyklus ins Jahr 4029 fallt, ein nmy Jahr gewesen sein müßte. Ich habe gerade das ml? von Tpn 'H vor mir, welches ist das 8. Jahr des 295. Zyklus oder 294T8-§- (auf dem Titelblatt des rn1? desselben Jahres wird dieses so ausgedrückt: 'n n$n pp) in welchem denn auch (da die Jahre des einen ^"iifriD den parallelen. Jahren des andern — mtnD ganz gleich sind), und in welchem der TIN DU auf Sabbat fällt. Wäre also bei jener Grabschrift die Hypothese zu gewagt, wenn man statt des i ein? annebme, was natürlich bei dem jedenfalls hohen Alter des Grabsteins sehr leicht sein könnte, und also statt TN ') 'n UM lesen würde: DN vn Dr wodurch die weitern Einwürfe des Hrn. Dr. Fränkel besonders Seite 702 des Literaturbl. mit einemmal beseitigt wären? Bekanntlich ('.! 'd, Dpn jetd D”n rniN) ist der 7. Adar der Todestag Mosts und wird derselbe in einem Schaltjahr nach allen im genannten Kapitel angeführten Autoritäten im ersten Adar begangen. Wie

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