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Der Orient · 1841-12-04 · 49 (4.12.1841) · p. Spalte 763-764

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
49 (4.12.1841)
Article
Die Beschneidung der Israeliten
Date
1841-12-04
Page
Spalte 763-764 (sequence 2)
Language
German
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764 763 Die Beschnerdung vom historischen, der im Zeitalter der Makkabäer bei den ^Verfolgungen vorgekommen, um dann als unbeschnitten zu gelten. Ueber diesen haben geschrieben außer den altern, die. dessen beiläufig erwähnten: Bartolin. inorb. blbl, c. 263 J. Lossius de epispasruo Judaico. Jena 1665. 4. 6. Groddeck de Judaeis praepulmm altrahenti'bus« £eip§ii}/ 1699. 4. — Drittes Kapitel. Der praktische, rituelle Gebrauch, und die sammtlichen Falle nach der Casuistik des Talmuds. Was in Otlion. lexic. rabb, und Biixtorf. Syuagoga jud. darüber gesagt, ist nur aus dem rabbinischen Ritual geflossen und daher von geringer Bedeutung; die erste und klarste Zusammenstellung der zerstreueten talmudischen Bestimmungen hat Maimuni in Hitchot Mila, im ersten.Theile seines Jad ha-Ehasaka, gegeben. Die zusammengestellten Halachot sind in drei Kapitel redigirt, wovon das erste 18, das zweite 10 und das dritte 9 lachot enthält. So viel wäre ungefähr über das wissenschaftliche Material zu sagen, das man auch großen- Lheils schon in dem trefflichen biblischen Realwörterbuche von Winer unter dem Stichworte verarbeitet findet, und nach dieser literär-historischen Vorlage möge nun die erwähnte Abhandlung, so wie die auf diesen Gegenstand bezüglichen Recensionen ihren Platz finden. Beschneidung bei den Israeliten. Vom historischen, kritischen und medicinisch en Standpunkt. (Fortsstzung.) Somit gewinnt unsre Stelle aus Ezechiel die hohe Wichtigkeit, des einzigen in der ganzen Bibel vorkommenden Ausspruches über die Beschneidung, wenn auch nicht des ganzen egyptr'schen Volkes, doch wenigstens seines Königs Pharao, und dieser Beweis gilt w'enigens hier für die Zeiten, in denen Ezechiel seine Reden hielt. Auch kann man noch ferner hier ersehen, daß die Beschneidung bei dm egyptischen Königen als ein besonderer Ehrenvörzug, der sie über die Menge erhob und auszeichnete, gegolten haben muß. Mit dem obigen Verse stimmt auch der V. 19 iw 32 Cap. überein, wo es wiederum heißt: - nSN* PD^n] Pfn Fahre hinunter und lagere dich 'zu den Ünbeschmttenen, und der 32. V. desselben' Capitels: .ipnn er wird gelegt unter Unbeschniltene. Es ist in der Thcrt merkwürdig, wie die kritischen Epegeten der.Bibel diese hier citirten Stellen und den aus ihnen leicht zu abstrahirenden Schluß bisher ganz übersehen, und während sie, vom alten Spencer bis aus de Wette herab, sämmtlich den Beweis aus der Bibel selbst darüber zu' liefern suchten, daß in derselben auch die Egyptier als ein beschnittenes Volk genannt würden, sogar noch ..weiter gingen und demselben die Priorität hinsichtlich der Einführung des Beschneidungskritifchrn und mcdicin. Standpunkt. gebrauches vindiclrten und unter Anderem die Behauptung aufzustellen und zu vertheidigen suchten, daß die Israeliten die Beschneidung erst von den Egyptern kennen und üben lernten, — es ist merkwürdig, fugen wir, daß die Eregeten der kritischen Schule zur Bekräftigung ihrer eben angeführten Meinung nur die Stelle aus Jecemca auführten, welche, wie wir eben darzuthun Gelegenheit fanden,, eher gegen als für die ausgestellte Ansicht spricht, dagegen die hier von uns citirten Beweisstellen aus dem Propheten Ezechiel ganz außer Acht ließen. Was nun den Widerspruch, der zwischen dem Aussprache des Jeremia und Ezechiel in Bezug auf Beschneidung bei den Egyptern nach der hier vorgetragenen Anschauungsweise entsteht, anbelangt, so werden wir seine Vermittelung weiter unten bei Herodot zu geben versuchen. Ehe wir von Ezechiel scheiden, müssen wir noch die in der bekannten großen Vision dieses Propheten vorkommenden zwei Stellen hierher bringen. Es find dies der /. und 9. Vers des 44. Capitels. Indem der Prophet unter der Form eines Zukunftsbildes den Wiederaufbau des reinen Tempels mit seinen genau abgemessenen Vor- und Nebengebäuden, mit dem neuen Gottesdienst, und der Einweihung durch Priester fchildert, fügt er bei der Angabe der Letztem folgende Ordnuugsregel hinzu, die den Zutritt jedes Fremden, der nicht Israelit ist, zum Tempel streng untersagt: Cap. 44. B. 9: - d!iw «6 Tto 4]$ 3^ 4$ *>??. ]~'T " hü Kein Fremder, ünbeschnitten am Herzen und 'unbeschnitten am Fleische soll in mein Heitigthurn kommen. Wir ersehen hieraus, daß damals viele von den mit nicht jüdischen Weibern in der Gefangenschaft zu Babylon erzeugten Kinddrn, die später auch auf des Priesters und des Gesetzkundigen Esra's Betrieb i mJ. 458 vor Chr. Geb. verstoßen wurden, wohl nicht die Zeichen der Beschneidung an sich getragen haben mochten, und deßwegen vom Eingang in das Heiligthum «entfernt gehalten werden sollten, und wir können daraus schließen, daß wenn der Beschneidnngsakt im Exile überhaupt nicht untergegangen, doch wenigstens in vielen Fällen umgangen und vernachlässigt wurde. (Fortsetzung folgt.) Analekten. Zur Beantwortung der Frage rn Nr« 6 des Orients „darf m an sich in der Predigt der Ironie bedienen." Es darf als Beweis der richtigen Auffassung des Begriffs eirres konkreten oder abstrakten Gegenstandes angesehen wer-

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