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Der Orient · 1841-11-27 · 48 (27.11.1841) · p. Spalte 745-746

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
48 (27.11.1841)
Article
Die Landau'sche Pracht-Ausgabe des babylonischen Talmuds [Rezension]
Date
1841-11-27
Page
Spalte 745-746 (sequence 1)
Language
German
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745 Die Landau'sche Prachtausgabe-des babylonischen Talmuds. Methodologie des Talmuds. 746 30) Die Landau'sche Pracht-Ausgabe des babylonischen Talmuds in Ottav-Format. (Fortsetzung.) 33) fioiDän von Samuel ha - Nagid aus Cordova, ist?'besondersabgedruckt Const. 1510, mit üb))} rvü^n ln Sabionetta 1597. 4) Mantua 1593. 4 und endlich in der Amsterdamer Talmudausgabe 1714 hinter Berachot, von wo aus es dann in allen Talmudausgaben ausgenommen wurde. —- 14) -yflsp ^us den verschiedensten Schriften dieser^Gattung zusammengestellt, und als ein großer einfassender Commentar zu Samuel ha - Nagid's Mebo Ha-Gemara in den Talmudausgaben hinter Berachot abgedruckt. — 15) Cjp pm (Prov. 3, 17) von Salomo de Olev e ir a, gedruckt Amsterdam, 1688.8. — 16) DTmD, über die 13 hermeneutischen Regeln des Rabbi Jischmaet, von Ahron Jbn-Chajim aus Fes, wurde gedruckt Venedig 1609 fol., verbunden mit dem Werke pHtt p^p dieses Autors; Dessau 1792. Aus diesem Werke har Jakob Chagis den ersten Theil seines Werkchrns ncon welcher nriö 3’H VNL heißt, epitomirt. — 17) 'OTQ nmpn oder methodologische Einleitung in die Mischsta, von Jakob Chagis, dem Verfasser des D^nn, in dem ersten Bande seines Mischna-Com'mentars gleichsam als Einleitung abgedruckt. Livorno 1672—76; Berlin 1716. 8. Der Mischna-Commentar heißt qv>h yy^ Diese Vorrede ist in der Amsterdamer Ausgabe des Techillar Chochma ebenfalls ausgenommen und hinter demselben abgedruckt. — 18) d^3 von demselben, aus seinem Werke ausgezogen und zusammengestellt in der Amsterdamer 'Ausgabe des Techillat Chochma. — 19) D’ife *l£p von Moses Chagis, Sohn des Jakob Chagis, aus welchem Einiges in der erwähnten Ausgabe des Techillat Chochma erwähnt ist. Das sind ungefähr die vorzüglichsten methodologischen Schriften aus der frühern Zeit; die spatem ganz unbedeutenden Arbeiten in diesem Fache sind theits nur matte Uebertragungen, theils ganz ohne Innern Gehalt. Erst in der neuesten Zeit, in welcher so viele Seiten der jüdischen Literatur angebaut werden, hat auch die Methodologie des Talmuds zwei ausgezeichnete Bearbeiter gefunden, die diesen Theil einer Einleitung in die talmudischen Schriften von einem wahrhaft historischen Standpunkte, d. h. vom Standpunkte seiner innern Nothrvendigkeit aufgefaßt. Diese neuesten Schriften sind: 20) nnp rp7nri nimm Halachische Exegese. Ein Beitrag zur Geschichte der"Exegese und zur Methodologie des Talmuds. Auch unter dem Titel: der Geist der tatmudischen Auslegung der Bibel von Dr. H. S. Hirschfeld, Rabbiner in Wollstein. Berlin, 1540. 8. (Vgl. die Beurtheilnng dieser trefflichen Schrift v. Dr. Herzfeld: LB. des Orients 1841 Nr. 40, S. 609—616 u. Nr. 41 S. 625 — 431.). Eine andere nicht minder ausgezeichnete Schrift, welche in dieses Gebiet gehört, und zwar nicht als Methodenlehre der talmudischen Form, sondern eine Methodologie in Bezug auf die halachische» Resultate des Talmuds, ist: 21) DWH) min 1ÖQ oder auch rmpH in dreizehn Abschnitten, von N. Hirsch Chajes, Kreisrabbinen in Zolkiew, gedruckt Zolkrew, 1836. 4. Diese ausgezeichnete Schrift, über welche noch keine Recension in literarischen Blättern erschienen ist, enthalt eine solche Fülle von Material und bietet so viel für moderne Forschungen, daß es gewiß wünschenswerth wäre, wenn eine abermalige, faßliche Bearbeitung, mit Weglassung der scholastischen Breite, erscheinen möchte. Der Inhalt, welcher schon einmal in einer Anzeige, Orient 1840, Nr. 3, angegeben war, möge hier nochmals einen Platz finden, wenn auch nur um auf dieses wichtige Werk aufmerksam zu machen. Inhalt der Haupttheile: 1) Uebec Verhältnis der Prophetie, des heiligen Geistes (Ruach ha- Kodesch), des Bat-Kol und der Urim und Tumim zur Hatacha. — 2) Uebec die Stetten im Talmud, wo der Entscheid dem kommenden Propheten Elija überlassen wird. — 3) Uebec blos zeitgemäße und temporelle Halacha's in den Talmuden und über die Umzäunungen. — 4) die Majestätsrechte im jüdischen Staate und ihr Verhältniß zum Staatsgesetze. — 5) Ueber die exceptionellm Gesetze gegen eine zum Götzendienst übergegangene Stadt. — 6) Ueber das alte jüdische Kriegsrecht. — 7) Ueber die noachitischen Gebote. — 8) Ueber den Werth der vorfinaischen Gesetze. — 9) Ueder die gänzliche Wegschaffung und Aufhebung der sinaitischen Gebote durch Propheten und Rabbinen. — 10) Die überlieferten Halacha's beginnen schon mit den Propheten. — 11) Vollständige Stellenauszählung aus den Talmuden, welche die Gleichstellung der Halacha mit dem Gesetze besprechen. — 12) Ueber die Halacha's von Sinai her überliefert. — 13) Ueber Halacha's aus der Geschichte entnommen, wo sie blos als Minhag galten. — 14) Ueber Wocterklarung aus den Propheten. — 15) Ueber die Auslegungsarten oder Midot. — 16) Ueber alle Tekanot und Geserot, welche die Talmuden den Propheten zuschreiben. — 17) Ueber die Hinzufügungen zum mosaischen Gesetze (Bal-Tosi'f). — 18) Sind die Umzäunungen und die Tekanot wirklich Hinzufügungen? — 19) Wie weit erstreckt sich das Gebot Lo-Tasur? — 20) Ob man von einem Meinungsstreir sprechen kann bei Halacha's, die Halacha le Mosche genannt werden. Ueber Halachot setumot. — Was den Umfang einer talmudischen Methodologie anlangt, so komme ich noch spater darauf zurück. (Fortsetzung folgt.)

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