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Der Orient · 1841-11-20 · 47 (20.11.1841) · p. Spalte 731-732

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
47 (20.11.1841)
Article
Horti Persici et Arabici ... [Rezension]
Date
1841-11-20
Page
Spalte 731-732 (sequence 2)
Language
German
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731 Horti PersicI et Arabici. ■ Die Laudalssschs Talmudausgabe. 732 Ich ftme mich, das Ausgesprochene an einem glan- Zendm Beispiele documentirm Zu können» Der Bischof Ben zo von Alba, ein Anhänger des durch eigne Schuld unglücklichen Kaisers Heinrich IV» hat 7 Bücher commeiiEarii de rebus Heririci IV. geschrieben, die gegen ZOO Octavftitm füllen. Dieses Geschichtswerk ist wie Harirfs und Charizi's Makamen, ln Reimprosa geschrieben; wenn man das abendländische Sujet und die joviale Benützung der Profangeschichte abrechnet, so ist Alles, sowohl die üntrorhpchmische als die sprachliche Form, recht orientalisch und doch lateinisch l Vengo treibt mit seinem Latein ein ebenso magisches Spiel, wie nur immer ein Amber mit seinem ungleich reicheren und geschmeidigeren Arabisch» Verschlungene Reime, metrische in Reimprosa eingeflochtmZ Gedichte, überraschende ParMSmasien, treffende Bilder, sprudelnder Humor der Gedanken — Alles ist hier beieinander. Eine Probe, die ich, vielleicht nicht mit eben glücklicher Auswahl vor mehreren Jahren mir übgeschneben, möge hier folgen: Ad momüo ad EHonysium Plaoentsmim episcopum öomius Dionysio planctaniitt garnierst* miscolidfü, frater Bengo : pritdentiae oeulum c, temperantia poeulimi. Cum scriptum sit, sine consiiio nii facias, cus-, me in occulto, perquisisfcis liiieitas gratitis'f In prionta aulem re musquisque suo sensu aburuiet'; in re vero communi si gradircmr per diverticula» muita e regume oecurreai pericula; quud minime perspicitia quia in vobismet tanquama Justus cortfidkis Noa esfc vubis cura de aüquas quasi tutus in astutiae aEiguio. Cavadum est3 ne mordeat cuHuber eaSeammu vitae, licet tna oscula porre&ennfc vobis charkae. Prima mina fronte infixit us« cuiu®, per qtiod tabetis in comparaedae pulchrkmlinis floscuium. Secunda quidne ori apl&vit Cäsium, in quo gei'itis eloquentiae brabium. Tertia veru deoseulata est pectus, uhi repesuit sapiculiae et scientiae quaesfcus. Haie est ptsod isimia formu skate Ganimeden ubfuscatis, TuHium et Demosthenum pemrando coqcuIeatiSj, Salomon-emvos in sapientia praevoiatis. Hule estj qu«id ad coinparatäoiiiem vestri omues m*s sine aibedinej sine linqua, sine sale. cöinprubatis, boc est? Ethäupes trau los et ran cid os indioatis, l'otus igkur sapiens, faeandus et pulcher#? parvs euratäs, Ti maque aut ferequipes m>s fereafc cuiter, Quud ergo ent rcobis % Fugiamus ad aimus qui dixii? Venite ad me omnes l&rrae caiamitatis, Non sit ergo itiobis vatmrn, quam totius ccmsilium arngere sanum. Quia iste JÜWmusus., iste facetus> iste plus» quam Salatium^kc. Kon erk nohiscum isfcik* aut iüio. üiihä soll providet sirne ettressae iiivigilafc lloeei peudit, qua oeca>sione quisque deficiat. Sed buic tarn diviti tarn potenti, aeteros homsnes dispichseti, utumi deest. Pi>rro unum est necessanum, quod eon habet suum viridanum. Nam ubi charitae non deosculando dictaverunt, Pystis, lielpos et Agape a longe stetem nt; dicentes, oscuia charitune ad tunques perfieere in carnea tan tum superßcäe, Tempora novae igitur, altitudiiiem Hüus hae tres reUquemnt, et humilltares^ iHistram visitare Völuemot. i-labeat ergo Ute suas'j^Sian-tas Ät nos possidunus trium sotorum ineomparabiles margas-Has, Vertun si rliquaerini radire ad partieipitim pristinae soeietatss, rsostra faeiemus commuttia in nomina trinitatis. Vielleicht, daß der hiermit gegebene Wink von den Uebersttzsru bei einem zweiten Hefte nicht unbenutzt bleibt, wenigstens wünschen wir, daß die begonnene Arbeit, welcher der Stempel ebenso tüchtiger morgenlandischer ■ als klassischer Sprachkunde aufgedrückt ist, fortgesetzt weeden möge, selbst wenn im Bewußtsein der Unvermögenheit, das gesteckte Ziel zu erreichen, an die Stelle der klülflschm Metren lateinische, über den Originaltext um so treuer wiedergebende Prosa treten sollte, vielleicht auch mit gegmübergestelltm Originaltext, wodurch der Werch der Arbeit unvergleichlich erhöht werden würde. Zu der Berst'ficatron sind wir auf manche Härter gestoßen; in dm Gedichten auf manches lascitze, waL besser hätte wegbleibm können. Das in jeder Beziehung geschmackvolle Büchlein ist den beidsn großen Namen Hermann und Fleischer als den Großwürdentkägern klassischer und srientalischsr Sprachenkunde gewidmet; möchte diese Conjunctur darauf deuten, daß die klassische Philologie allmalig ge^ willt wird, auch der Litemtur der östlichen Karbärm einige Aufmerksamkeit zu widmen. 30) Die Landau'sche Pracht-Ausgabe des babylonischen Talmuds in Octav - Format» (Fortsetzung von Nr. 35, S. 5543 II, Au hie äußere Beschreibung dieftr neuen Talnmdausgabe wollen wir noch andere den Talmud betreffende Gegenstände, mmn sie tiiit Zur Literaturgeschichte gehören, ZM Besprechung anreihen, und gewiß wird es mM» cher. Leser gern sehen, da man m unserer historisch-btüschsnForschungsWeift der Neuzeit nicht auf dm nacktm stofffichen Werth des Talmuds, sondern auf seinen historischen Gehalt AP solchen Nebengegenständm Kehorm z- B» die ' MHöMWs des Talmuds, über^ Rch' schlls Commentar, übA die Tssafst, über die beim %üU ,m™^ : - mudstydMM zunächst ln UywmdMA kommmdeK Büchß^^ mh Hilftschnstm, hai TalmudstudiuM unter h'^-Äksnim, die Talmudausgaben bis auf die Neuzek'tM/'diK wie, wenn auch oberflächlich ^und ohne große UnDsM» gm, hier geben Wollen» Wir beginnen mit KckMZlyf gie, und zwar zunächst, Müder AusammmsteßwgsämMv licher Schriften, die über diesen Gegenstand vochandeN sind, wobei wir am Schluffe einen kurzen^Inhalt ttim solchen Mtthodmlehre angeben werdm. i) C^D.3 (§2, 1 4, 8) von Abraham Ben Dsn 1} Wolf in seiner Bihl Wehr, 1.- n. 131 M D1DX

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