Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 46 (13.11.1841)
- Article
- Sulamith, eine Zeitschrift [Rezension]
- Date
- 1841-11-13
- Page
- Spalte 719-720 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/8555529-9897381-9897510-2366726--1845-2366754- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
719 720 ßit Übersichten. Sulamith. ,Stt. Anzeigen. Würzburg im Jahre L836 von Dr. Adler, Rabbiner in Kissmgen (19 — 24); V) Literatur vom Herausgeber. (24 — 52); VI) M'sccllen vom Herausgeber (52 — 83); VII) Fortsetzung und Schluß der Verhandlungen (83—87); VII!) Literatur vom Herausgeber (87 — 131); IX) Mscellen vom Herausgeber (131 — 150). Au Nro. I. bemerkt der Herausgeber: ,,diese in einer christlichen 2Cnftalt von einem in derselben aus Menschenliebe Unterricht*) ertheilenden Israeliten gehaltene kleine Rede erachten wir aus mehrfachen Gründen zur Mittheilung in der Sulamith geeignet, welche letztere, beiläufig bemerkt, bekanntlich von vielen schätzbaren Christen gelesen und aus ihrer Mitte besonders durch Abonnenten unterstützt wird, für welche doch, wenigstens bisweilen, auch solche gemeinnützige und andere wissenschaftliche Aufsatze hi-cr zu finden sein müssen, die nicht immer ausschließlich nur Israeliten und Israelitenthrrm allein, sondern auch andere Gegenstände betreffen , welche für Israeliten und Christen zugleich im Allgemeinen und in solchem Betrachte Inrereffe haben und belehrend sind." Zur Unterstützung dieser Bemerkung wollten wir nur eine Stelle aus dieser so durch und durch meisterlichen Rede hervorheben. S. 7, wo der Redner nachweist, daß der Unterricht in der Muttersprache ein ganz vorzügliches Mittel sei, auf die innere Bildung des Blinden zu wirken und seinem Geiste Nahrung zu verschaffen; heißt es unter Anderen: Und Alles bekommt Leben, wenn die Blinden die Natur des Verbi oder des sogenannten Zeitwortes richtig aufgefaßt haben. Das Bild von der Welt und was in derselben vorgeht und vorgenommen wird, tritt vor ihren Geist. Schaffen und Wirken, Thun und Leiden, auf sich selbst und auf Andere wirken. Das Verbum erschließt ihnen die Welt. Und wie und auf welche Weise gewirkt und gelitten wird, welchen Veränderungen die Handlungen unterworfen sind— darüber bringt das Adv erb in m Licht *)Hr. Dr. Salomon bietet in decAnstatt den Unterricht in der deutschen Sprache. in die Seele. — Und nicht minder erfahren sie es, in welchem Werhältniß und in welcher Verbindung die Dinge in der Welt zu und miteinander stehen, wenn die blinden Zöglinge in die Natur der Präpositionen und C o n j u n c t k o n e n eingedrungen sind; ihre innere Anschauung macht ihnen bald klar und deutlich, was dem sehenden Zöglinge durch Seichen und Bild gelehrt wird. Auch hier ist es der Geist, der lebendig machtl" Nro. 15. ist ein schönes Seitenstück zu E. Grünbaum's Arbeit „der Grundzug der Liebe und dessen Entwickelung im Iudcnthume" (Geiger's Zeitschrift Bd> II. S. 285 14.), nur vermissen wir sehr ungern die Fortsetzung, während wir Nro. 3 als ein schlechtes Surrogat ansahen, als ein Product der tiefer wurzelnden Polygraphie-Manie — die übrigen Artikel sind sammt und sonders gut, manche auch belehrend Die Bemerkung S. 135 ist besonders denen zu empfehlen, welche sich mit der von dem hiesigen Cultur- Vereine gestellten Preisaufgabe beschäftigen. Zu Ende unseres Referat's erachten wir für nöthig, die Schlußworte des Herausgebers an die resp. Leser der Sulamith anzuführen. Sie lauten: In Betreff der jetzigen Abkürzung des Titels dieser Zeitschrift, machen wir unsere Leser) und besonders unsere Herren Mitarbeiter, auf den Heftumschlag aufmerksam, in welchem die besondere jetzige Tendenz dieses Journals näher angegeben ist. Die Beiträge unserer Herren Mitarbeiter und der Freunde der Sulamith werden immer pünktlich und auch auf Verlangen, angemessen honorirt, in den folgenden Heftenmitgetheilt werden, welche letztere auch zugleich mehrere ge, lehrte, nützliche und zeitgemäße Aufsätze enthalten werden, nachdem wir nun in diesen vorliegenden Heften Mehreres auch noch nachträglich liefern mußten, weil es, wenn auch oft nur kurz angegeben, in dieses längst zugleich als Archiv und als Repertorium alles Wissenswürdigen für Israeliten, anerkannte Werk eigentlich noch gehörte. Das vielseitig gegen uns zeither geäußerte Verlangen, die Sulamith thätig fortzufetzm, bürgt uns übrigens im Voraus für -re weitere Begünstigung dieser Zeitschrift, und wir werden solche-, zugleich in Erfüllung unserer Pflicht gegen unsere resp. Herren Abonnenten, thätig fortsetzen." H. Jolowicz. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weil sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. 104.) Bei Im. Tr. Möller in Leipzig ist erschienen: Grammatik des biblischen und targumischen Chaldaismus für academisclie Vorlesungen bearbeitet von Dr. Georg Benedict Winer3 KÖnigl. Kirchenrath« und ordentlichem Professor der Theologie auf der Universität Leipzig. Zweite, durchaus verbesserte Auflage. (Ladenpreis 2L gGr.) [103.] Bei der Wittwe Basch in Berlin, Alexanderstraße Nr. 32 ist zu haben: Abraham Baschs Reben, nebst Probe seiner Dichtungen. Zur Erinnerung f ü r seine Cöllegen, Freunde und Schüler. Zum Besten seiner Wittwe herausgegeben Dr. L- Weyl und H. Zolowrcz. Druck von I. H. Nagel-. Verlag von C. L. Fritzsche.