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Der Orient · 1841-09-11 · 37 (11.9.1841) · p. Spalte 573-574

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
37 (11.9.1841)
Article
Die nachgelassenen handschriftlichen Werke David Caro's in Posen [Nachricht]
Date
1841-09-11
Page
Spalte 573-574 (sequence 2)
Language
German
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573 Literarische Analekten. Die nachgelassenen h weist in Zeitblättera es thun möchten: Diese sind». 1) V NVD, hebräische Uebersetznng der gottesdienstlichen Vorträge der Juden von Dr. ZlLnz,' mit Bemerkungen und Zusätzen vom Uebersetzer 2) hebräische Urbersetzung der Lebensbeschreibung iV-, von Dr. Zunz, mit Anwerk. und Zus. 3) deutsche Uebersetznng der Lebensbeschreibung des pN.] nnyo und des jf]j 130“) von Ropaport. 4) Bibliographieen berühmter Rabbinen, lexikalisch bearbeitet, (hebräisch). 5) hebräische Bibliographie. 6) Supplemente zu D'W V mW tipruty nupm nuruo p3j/D xnn unm wm TO^nn TUN D1H% (Uebers. von M. Bruck rabdimsch. Ceremonialgebr. und Zusätze.) 8) nnipv DW. Tm “W»p \rbrn ^y wdd ’on nu*D non ny rbn n'h ja r&riDDi iny («^t beendigt.) Sprachliche: 1) Handwörterbuch der hebräisch - rabbinischen Sprache (deutsch). 2) Vorarbeiten zu einem rabbinischen Lexicon. 3) Hebräisch-deutsches Handwörterbuch. 4) Hebräische Synonymik (deutsch). 5) Vorrede zu einer wörtlichen Uebersetzung der Psalmen, in welcher der Geist und die Materie derselben behandelt wird (hebräisch). Encyclopädisch - belletristische: 1) 119 Artikel zu einem hebräischen Covverscttionslexicon. 2). Neun Hefte belletr. und wissenschaftlichen Inhalts, wovon fünf die Aufschrift führen! mrm WH rfcflpn 1 •aro niNO myn’n nann ^y nwbm onw rhbo) nsond D'arpa *idtd hm 2 : d^dvi n:m ahm nr&n mp nnw 4 : nrrn rosrte D^joroo 3 : nwy-n mDT 5, und satyrische Polemik gegen die Schrift pp TO (hebr.). 3) injn im, über bsti Verfall der hebräischen Sprache unter den Juden Deutschlands in unserer Zeit. Ein Versuch. 4) rfiftyrn mini"), ^ehre und Gottestesdienst. 5) Ein. Aufsatz übsr das jüdisch-deutsche Schreiben. 6) Bemerkungen über S. Plessner'6 NNlNUNENN. 7> Handssibel zum hebräischen Lesen nach der Laut- und verbesserten Nommalmethode. 8) Neun Hefte Collectaneen. Einige Worte über das Phöm'zische. Im Lit. Bl. des Orients wurde kürzlich von Herrn L. der Versuch gemacht, die bekannte 2te Melit. Inschrift zu entziffern, und Herr L. fügt die Bitte hinzu, das etwaige Mangelhafte an der Auslösung zu berichtigen. Rest thut dies um so lieber, da es ihm zugleich Gelegenheit giebt, auf den Werth des Studiums des Phonizischen aufmerksam zu machen, das, wie ihm dünkt, noch zu wenig Theilnahme unter den jüd. Theologen gefunden hat, obgleich, wie wir am Schluffe an einigen Beispielen Nachweisen wollen, es' nicht wenig Ausbeute für biblische Exegese, Grammatik, für classtsches Alterchum und die Religionssysteme der alten asiatischen dfchriftlichen Werke David Caw's in Posen. 574 Volker giebt. Wir fürchten nicht, daß uns der Vorwurf gemacht werde, daß der jüdische Theologe schon ohnedies viele Zweige des Wissens durchzumachen habe, als daß er sich auch noch mir phönizisehen Inschriften beschäftigen sollte; denn das Studium hat nicht viele Schwierigkeiten, indem es sehr nahe dem Hebräischen steht, ja mit wenigen Modificationen Hebräisch selbst ist, und es daher schon nöthig wird, wenn man schon einmal gründlich das Hebräische kennen will, den ganzen semetischeu Sprachstamm einmal kennen gelernt haben muß. Wir wollen uns hier nicht weiter über diesen Dialekt einlassen, da wir Gelegenheit haben werden, uns nockweiter darüber auszusprechen, und kehren daher zu unfern Herrn L. und seiner versuchten Auflösung zurück. — Herr L. wirst der Auflösung von Hitzig (Heidelberger Zahrb. 1839) vor, daß sie zu spitzfindig sei S.1N ,ND-YN; allein auch die von ihm selbst gegebene möchte, trotz des aufgewandten Scharfsinnes, zu gekünstelt sein, da sich die Deutung hauptsächlich auf das im Jesaja vorkommende Lp'N stützt, das von Jbn-Esra durch „die Schlafenden" erklärt wird, aber auch eine andere und bessere Deutung zulaßt (S. d. Ausleger zu dieser Stelle). Außerdem müssen wir aber aus folgendem Grunde die Auflösung ablehnen, da Herr L. ra*) pjf th NSnin ja ich möchte überhaupt zweifeln, ob Herr L. die Inschrift selbst gesehen hat. Er verlaßt sich, was die Lesung der Buchstaben betrifft, gänzlich auf Gesenius (allerdings der sicherste Führer!), dem auch Hitzig folgt, und liest dann in der zweiten Reihe die Buchstaben Pi, I, n, und zu einem Worte verbunden 'während Ges. und Hitzig pssN herausbringen. Allein uns ist das? in diesem Worte gar sehr verdächtig, seine Gestalt ist unverhältnismäßig kleiner als die der übrigen Buchstaben und wir möchten daher überhaupt die Existenz eines Buchstaben in dieser Gestalt sehr bezweifeln, der längliche Punkt hat mehr das Ansehn einer zufälligen Steinverletzung durch den Arbeiter als eine beabsichtigte Buchstabengestalt. — Wie nun aber die Auflösung der fraglichen Inschrift zu geben sei, wollen wir für jetzt unberührt lassen und lieber einige interessante Resultate mittheilen *), die das Studium des Phönizischen, auf die Exegese angewandt, bietet. — Aus den schriftlichen Denkmälern der Phönizier als auch aus ihren Eigennamen bei den Classikern geht hervor, daß die Sylbe a! und ar oft in 0 zusammengezogen worden, und dieses in der einheimischen Sprache theils durch y, theils als Docal gar nicht ausgedrückt sei, im Griechischen und Lateinischen durch w, 0, z. 35. IpyD für “ip^D, Mocar, Hercules (oft in der Mischna,); royo, non. (poo) für PO^o Königreich, Mochns für Malchüs; Boimlkar für ßarmilkar; Chanebo f. Chanebal; (s Monunu Phoen.25. 431.). *) Nach G ese n. in der Hall. Lit. Ztg. Jan. 1841.

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