Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 34 (21.8.1841)
- Article
- Ueber einige Targumstellen
- Date
- 1841-08-21
- Page
- Spalte 527-528 (sequence 2)
- Language
- German
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527 Lit.Analekten. Ueber einige Targmnstellen v. R. Chajas. Bemerkungen. Lit. Ankündigungen. 528 M. es selbst da Nachlesen möge. Auch darauf, daß zur Zeit der Losefot noch wohl keine Versabtheilung gewesen, machte ich aufmerksam; nur beweist die Stelle Kkduschm 30 a, wo es heißt rtom bilde die Hälfte der Pentateuchverse, so wie die Angabe kn Dakat pur. Ekeb §. 835, daß die Versabtheilung schon den Lalmudisten bekannt war. Was die Stelle Ialkut betrifft, so habe ich noch zu bemerken, daß dort ya apnn fehlerhaft für die Zahl norm 'n stehe- — Was das Largum zum Prkestersegen betrifft, wozu Hr. M. aus Rabbenu Jona den Beweis herbeibringt, daß es kein Largum dazu gab, so hat es damit ein ganz eigenes Bewandtnkß. Schon der Verfasser des bpWTl n^tlD macht im Namen des fipw §. 285. darauf aufmerksam (s. rft'cy Hilch. Sabbat p. 131 ed. Franks, a. b. O.), daß der Priestersegen nur deshalb rnrD heißt, weil der Text dreimal gelesen wurde, während jeder andere Texte der Lora nur zweimal (K“ipD D'Osy) gelesen wird. Alles das bezieht sich aber nur auf das öffentliche Vorlesendes Largum wie es aus der Grrnara zn derMischna-Stelle Megilla 25 a DJin’D >6l Nipj 33 genugsam erhellt, aber ein Largum war dazu vorhanden. Noch klarer wird dieser Unterschied aus folgender Stelle <Meg. das.) pj^ TW'jj'O DnrPD üb) SOpJ, wozu die Gemara Folgendes erzählt: Rabbi Chamna b. Gamliel kam nach Kabul (in die Synagoge) und der Chasan las gerade die Parasche von p^sn ntyyD vor; bet sagte er zu dem Meturgeman: Halte ein, übersetze nicht weiter!". Der Ausdruck „halte ein" (pDDD) beweiset, daß auch zu pifrn iT^VD nn Largum war, welches der Meturgeman öffentlich vortragen wollte und von R. Chanina daran verhindert wurde. Ware diese Scheidung eines öffentlichen Gebrauches und des Vorhandenseins weniger gewiß, so würde sie sich noch aus andern Stellen entnehmen lassen. — Hier muß ich noch etwas über die verschiedene Lesart im Largum zu dem Priestersegen bemerken: rach einigen Lesarten heißt es pxPH D pr& nach andern prfr p^o» Diese Verschiedenheit bezieht sich auf eine verschiedene Auffassung der Lextesworte; denn nach einigen bezieht sich dieses auf die Priester, die also zu Israel sagen sollen, und da die Priester schon angeredet sind, so muß natürlich die zweite Person stehen; nach andern wie auch Losefot und Nissim, bezöge es sich auf das nicht angeredete Israel, welches die Priester zum Segenspruche auffordern soll, darum natürlich die dritte Person. — Nun noch einige Anfragen: 1) Dt. 21, 12 übersetzt das Largum die Stelle: „sie'soll zurichten ihre Nagel" „sie soll wachsen lassen (joirn) ihre Nägel"; eben so erklärt es Rabbi Akiba in Sifri zu dieser Stelle. Nach dem Talmud Megilla 3 a hatte aber Onkelos nach der lleberlieferung des Rabbi Elwser übersetzt, und dieser erklärt in Sifri (a. a. O.) das fin&yjn gerade „ sie soll abschneiden". Me ist dieser Widerspruch zu erklären? 2) Das Largum hat doch bekanntlich immerbei Abweichungen vom Wortverstande entweder eine Halacha oder eine Hagada berücksichtigt. So z. B. Gn. 24, 63 „undZsaak ging hinaus aufs Feld, um sich (mit den Hirtenknaben) zn unterreden (nit#1?)" übersetzt Onkelos rjNbi&, um zu beten, nach Berachor 26 b ri^DH nm&4 pX; eben so Gn. 12, 5. wy ti'sJn riNi durch Nmw1? myttn ktnmi m, nach Midrasch Rabba 8. und j. Sanh. e. *7 Ende; Er. 2, 5 nr.DN ns* n^ni nach der Erklärung Rabbi Eliesers in Megilla nnON4 rp nWINI, also „Arm". Warum aber hat Onk. Lev. 19, 32 den Vers D‘,pn HIW ‘ÜDD durch nttp p 72D7 gegen Kiduschin 32 b? Um einen Aufschluß über diese zwei Fragen in diesem Blatte bittet Ehajas. Literarische Ankündigungen. Zn diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Bemerkungen. Die Recension des Werkes: „Das rationale Judenthum v. Dr. Francolm" findet sich Literaturblatt des Orients 1840 Nr. 51. S. 785— 91. — Der Correspondent i aus L. wird ersucht, mir die neuesten Schritte schnell zu berichten, und zwar auf demselben Wege. — Von Hrn. L. B—r in H. erhalten, und bitte, mir eine Buchhandlung anzuzeigen, um das frühere remittiren zu können. Das letzte wird bald abgedruckr werden. — Von M. B. F. in B. erhalten; es wird veröffentlicht werden. — Hr. M. S—r in B. (P) möge mir bald schreiben. — Hrn. Rabb. W. in K> sind die Nummern seines Aufsatzes besorgt worden. — Hrn. Mh. in P—t ersuche ich ergebenst fortzufahren; künftig wird größere Pünktlichkeit Herrchen. Der Brief an H. in S. ist besorgt. — Hrn. S. St—th in Sc—b bei E—r in B. ersuche ich, mit seiner Arbeit fortzufahren und sie mir einzusenden; möge dieses als die briefliche Mittheilung betrachtet werden. Red. n 13 n i p n s die Sprüche der Väter das älteste Denkmal der neuhebräischen Literatur. Zn der Ursprache zum Behufe akademischer Vorlesungen herausgegeben von Jfulius Fürst* In 8. Preis 4 Gr. Heinrich F ranke. Druck von I. H. Nagel. Verlag von C. L. F r i tz s ch e.