Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 29 (17.7.1841)
- Article
- Elija da Pesaro
- Date
- 1841-07-17
- Page
- Spalte 443-444 (sequence 1)
- Language
- German
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- Elijah 3× ep/1004307
- Job 1× ep/1005326
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443 Die Masaot des Binjamin, beurtheilt v. Sider. Lit. Analekten. Elija da Pesaro. 444 acab. wörtlich: „Das Haus der zu Bindenden, d. h. Irrenhaus." — Eine weitläufige und interessante Nachricht über die GH uz's (LI. S. 474f) eine Übersicht dessen, was Makrizi über d. Juden in Egypten enthalt (S. 189, N. 341) und ein Auszug aus demselben über Fostat (S. 202—4). — So sehen wir denn wirklich die doppelte Tendenz der Noten durch das Zusammenwirken der berühmtesten Männer dieses Faches in hohem Grade verwirklicht, und wäre es nur zu wünschen gewesen, daß denselben, oder auch dem zweiten Bande überhaupt ein Index beigegeben worden, obwohl der geogr. Index des ersten Bandes indirekt einen solchen vorläufig supplirt. Von den nun folgenden drei Abhandlungen schließt sich die zweite dem Texte näher, der jüdischen Wissenschaft überhaupt nur mittelbar an. Sie ist überschrieben: Ein Versuch (Essay) über den Zustand das Khalisats von Bagdad, wahrend der letzten Hälfte des zwölften Jahrhunderts — zur Illustration der Episode mR. B.'s Reisebeschr. (I. p. 54—59) von F. Lebrechtes) (p. 318—392), zerfällt in 25 mit Ueberfchriften versehene §§., die in drei Kap. vertheilt sind, und gewahrt leicht eine Ueberftcht des mit Klarheit und wissenschaftlichem Jdeengange exponirtm Inhalts. Das erste Kap., Einleitung betitelt (S. 318 — 25), spricht nach einigen einleitenden (allgemeinen) Bemerkungen (§. 1) von der Vergleichung der Beschreibung B's. mit den Angaben anderer vorzüglich unpartheischer occidentalischer Autoren, die der Vers, in seiner Abhandl. für nothwendig befunden (§. 2). Zunächst sind die Namen der muhammedani scheu Häupter (§. 3), nämlich Khalif (§. 4) Emir al Mumenin (§. 5) Imam (§. 6. 7) und das Verhältniß derselben untereinander (§. 8) etymologisch und historisch erläutert. Auf diese Weise gründlich belehrt, vermögen wir die scharfe Refutation Barntiens (§. 9) zu würdigen, aus welcher wir unter andern hervorheben, daß Bar. aus den Worten rmx n'3 sseeg N'Tffi' römi entnimmt, R. Sch. sei aufgehängt worden, obwohl es bald darauf heißt nülMD -Din n7i, welches beweist, daß er nur an Pranger gestellt und angebunden worden. Wenn nun Bar. nachdem er R. Binjamin für einen ignoranten Betrüger erklärt^), die Anfangsbuchstaben mtra tec pecf. Plur.? I. A. Vu Ilers. Instit. ling. pers. Gissae 1840. S. 66 §. 112). — Man vgl. noch die Variante (oder Conjektur?) pD'ID Wir wagvn es, unfern hochverehrten Lehrer Hrn. Prof. Fl. auch diesmal um gütigen Ausschluß anzusprechen, der gewiß auch für viele Leser des Blattes erwünscht sein wird. 68) Angestellter Lehrer am Berliner Seminar, durch seine Ausg. des Kimchi mit Biestnthal und andere literarische Arbeiten dem gelehrten Publikum überhaupt und auch den Lesern des Orients insbesondere rühmlichst bekannt. 69) Nichts leichter als Schimpfen! besonders einen also deutet vm D'm bw! so bemerkt L. dagegen sehr witzig, daß dem Geiste der hebr. Grammatik mehr Zusagen m rviNW (S. 333, Anm. u). Wir lernen hier, welche Mittel der unwissende Haß und das blinde Vocurtheil ergreift, um — endlich der Vergeltung anheim zu fallen. — (Beschluß folgt.) Literarische Analekten von Dr. Carmoly in Brüssel. (Revue Orientale.) I. Elija da Pesaro. In dem J6. Jahrhundert sehen wir zum ersten Mal den Namen da Pesaro in den Jahrbüchern der jüdischen Literatur in Italien auftauchen. Elija da Pesaro, der erste dieses Beinamens, begab sich nach der Insel Cypern um 1560, nach dem er eine lange Zeit in Venedig gelehrt hatte, und von Cypern begab er sich nach Jerusalem, wo ec gegen das Ende des Jahres IW angekommen. Begabt mit den glücklichsten Anlagen für das Studium, verfaßte unser Elija eine Menge Werke, die bekannt zu werden verdienen. Hier die Aufzählung derjenigen, die ich vor mir habe, und die zusammen n. 124 der hebr. Handschriften der königl. Bibliothek zu Paris (anc. fond.) bilden: 1) Commentar über das Buch Ijob. 2) Erklärungen zum hohen Liede, in Form von Deraschot in 4 Parthieen. getheilt. 3) Philosophische Abhandlung über verschiedene Sprüche der Rabbinen, sowohl desLalmud, als der Midraschim; hat wie n. 2 auch die Form einer Der a sch a. 4) Derascha über das Ceremoniell des Beschneidens, bei welcher Gelegenheit cknLheil des 18. Capitels der Genesis erklärt wird. 5) Fortsetzung dieser Derascha. 6l Abhandlung über die Buße in der Form einer Predigt auf den zweiten Tag Rosch ha- Schana. 7) Leichenrede über Rabbi Mordechai Kunavati. 8) Fragment eines Commentars über Iowa. 9) Ein großes Sendschreiben aus Jerusalem an seine Eltern und Freunde zu Venedig, in welchem er eine Beschreibung seiner Reise von Venedig bis nach dem heiligen Lande macht. Gleich am Anfänge seines Briefes gibt er eine Beschreibung der venetianischen Schiffe, von ihren Rehden, Schiffsgeräthm, Ladungen, Segeln, Lauwerken, von ihren Borrathen und Waaren, mit denen sie beladen waren, von den verschiedenen Personen, welche sie kommandiren , von der Ordnung und der Drsciplr'n, Tobten, und einen Juden, deren keiner allein, noch vielweniger beide in einer Person vereinigt, bis jetzt wenigstens sich wahren konnten, oder Vertreter fanden. — Auch rm andrer berühmter Schriftsteller sagt ,,Benjamin natik de- Tui (!) en Espagne, Ju i f ignorant et su p e r s ti ti e ux etc.! (Kuins of Palmyra p. 14.)