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Der Orient · 1841-06-26 · 26 (26.6.1841) · p. Spalte 395-396

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
26 (26.6.1841)
Article
Die Bücher Mose's und Egypten ... [Rezension]
Date
1841-06-26
Page
Spalte 395-396 (sequence 2)
Language
German
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395 386 Die Bücher Mose's und Egypten. Ashei/s Prachtausgabe der Masaot. würdig und fast unerklärlich, daß man bis jetzt so leichthin alle Reiseberichte ganz unberücksichtigt gelassen und nicht schon früher dieselben mit der heiligen Schrift verglichen .hat. H. H. hat diese sehr fühlbare Lücke durch sein treffliches Buch trefflich ausgefüllt, und ein jeder der es aufrichtig mit der Wissenschaft meint, wird ihm dafür danken müssen. Bohlen / Tuch, Bahr und A. werden durch Champollion, Rosellmi, Wilkinfen und A. schlagend widerlegt. Wenn der Erstere z. B. behauptet, daß das Bauen mit Tdonziegeln weit eher aus Babylonien entlehnt zu sein scheint, wahrend doch dies Material nach Ex. 1, 14 in Egypten angewendet wird, so werden Herodot, Q Müller und die obgenannten Gelehrten als Gewährsmänner fürs Gegencheil/ für den sehr gewöhnlichen Bau .mit Thonziegeln auch in Egypten, angeführt. Auf diese Weise hat H. H. zuerst in einem negativen Theile Alles das beleuchtet, was man aus dem egyptischen Alterthume gegen die fünf Bücher Moses vorgebcacht hat. Zn dem zweiten positiven Theile legt er dasjenige dar, was sich aus dieser Quelle für dieselben schöpfen laßt. Alle Erzählungen, die in Egypten handeln, oder in Beziehung zu demselben stehen, werden genau durchgegangen, und die Bestätigungen aus den Reiseberichten theils wörtlich theils durch Citate angeführt. Hier kann keine.Täuschung stattflnden, es müßte sonst sein, daß die Reiseberichte, welche mir nicht alle zur Hand sind, auch Anderes, nicht Vereinbares enthielten. ' Was aber das vorliegende Werk giebt, ist hinreichend um künftighin Unberufene davon abzuhalten, ihre, Hand an ehrwürdige Urkunden zu legen, die dem Sturme und Unwetter aller Zeiten getrotzt, und ungeachtet aller Anfeindungen noch heurigen Tages in ihrer Reinheit und Unversalschtheit ihren göttlichen Inhalt uns verkünden. Dc. C. Asher's Prachtausgabe der Maffaot -es Nabb» Bürjamin von Tudela angezeigt von M. S i d e r. 25) in JD'ß m myco Tlte Ifcinerary ofRabli B e n j am in o f Tu <1 ela translatcd and edited hy A. Asher. London and Berlin A. As her Ar ’ Co. 1840. II. Voll. 8. (L V. DD p X u. 165. II. V. XiX u. 448.) Dieses Buch, dessen 2. Band so eben die Presse verlassen, hat bereits durch die erste Ankündigung seines Erscheinens vor ungefähr 2 Jahren die höchsten Erwartungen des gelehrten Publikums in ganz Europa angeregt. Es war aber der früher ausgegebene 1. Band noch eben so wenig geeignet, die Ansprüche, die der gelehrte Herausgeber als fein eigener Verleger an das Publikum der Käufer macht, zu rechtfertigen,'als auch dem lesenden Publikum überhaupt eine Relation darüber interessanten machen. — Beides ist in der unten näher beschriebenen Anordnung nach der Tendenz des Werkes begründet. Der nun erschienene 2. Band aber zeigt wirklich das Ganze als ein Werk, das keiner Bibliothek fehlen darf, keinem Philologen und Geschichtsschreiber fehlen sollte» Denn obwohl dasselbe, bei aller ausgebreittten Bekanntschaft des Ed. mit den Gelehrten aller Länder, doch seine großartigsten Leistungen deutschen Gelehrten, den Ed?) eingerechnet, verdankt, so dürste doch zu befürchten sein, daß es mehr deutschen Gelehrten als englischen, für die es eigentlich geschrieben^), fehlen werde, weil in Deutschland dem Reichthum der Gelehrsamkeit die Acwuth der Gelehrten gleich kömmt, und 8 Thlr. hier zu Lande viel Geld ist. Doch haben wir es ja hier nicht mit dem Preis, sondern mit dem Werth des Buches zu thun, und dieser läßt allerdings jenen weit hinter, sich zurück. Es ist in dem 2. Bande eine solche Fülle, fast Ueberfülle von Gelehrsamkeit, daß es Referenten wirklich nicht wenig Mühe gekostet, dasjenige davon hervoczuheben, was für eine Anzeige eines so inhaltsreichen Werks am besten geeignet ist, welches noch durch die eigenthümliche Anordnung erschwert wird, so / daß wir auf die Nachsicht des Lesers rechnen. — Jeder Gelehrte, bemerkt d. Ed. in dem Vorwort zum 2. Bande, muß bei der reichen Bearbeitung, welche die älteste klassische und neueste Geographie, gefunden, den Mangel eines Werkes ..über Geographie des Mittelalters empfinden; da die betreffenden altem Schriften' sehr vernachlässigt werden. Diesem abzuhelfen, und Material für die Geogr. des Mittelalters darzubie-! ten, ijt die Tendenz dieses Werkes, und die Masaot des R. B. sind dazu gewählt worden, nicht blos, weil I dieselben weniger Fabeln als andre gleichzeitige Werke l enthalten, sondern auch weil sie einen sehr großen Theil 1 der im 12. Jahrh. bekannten Welt umfassen. Mehre Bände von Noten sollen diesem Werk werth für das Studium des Mittelalters und der v ergl eich en d en Geographie verschaffen. Das Material dazu soll nach! unedirten orientalischen und europäischen Werken jener Zeit und aus den Berichten neurer Reisenden aller Nationen herbeigeschafft werden. Eine Note bemerkt hinzu, daß einige in diesem Bande citirten Arbeiten durch l 1) Derselbe scheint zwar nichts weniger als Deutschthümler zu sein (vgl. Anrn. 4) „der Umstand, daß dieß Werk in Deutschland und ohne den Beistand eines /mit der englischen Sprache vertrauten Setzers (Composer) gedruckt ist, " wird als Entschuldigung für die Menge der Errata angegeben, welche außer den wirklichen Erratis (z. B. f. ge Id ed I. founded) größtenteils — Die Sylbencheilung betreffen. 2) Die Verbreitung dieses Werkes ist dem Ed. auch von der londner und pariser geogr. Gesellschaft zugesagt (II S. VI.).

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