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Der Orient · 1841-06-19 · Heft 25 (19.6.1841) · p. Seite 185

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Journal
Der Orient
Volume
2 (1841)
Issue
Heft 25 (19.6.1841)
Article
Kahira: Schreiben Clot Bey's an Cremieux ...
Date
1841-06-19
Page
Seite 185 (sequence 1)
Language
German
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Zweiter ♦ Jahrgang. Berichte, Studie« und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonmrt bei allen töbU Postämtern und allen solide Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur Herausgegeben von Äon dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, dasLiteraturblattmitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag rcgelmäßgk. ör. Julius Fürst. 35« Leipzig, den 19. Juni 1841. Orient. Kahira (Schreiben Clot Bey's an Cremieux üb. d. neugegründeten jüdischen.Schulen zu Kahira. Thatigkeit Luzzatto's und der Mad. Rossi bei denselben.) — Deutschland. (Berlin, wahre Sachlage üb. Erfindung der Rechenmaschine v. Dr. Bevgson« Slonimski; Stern; Schiefer. Halberftadt, die langsamen Fortschritte in der Synagoge. Lasch.) — Lichtu. Schattenbilder aus der jüd. Gesch. d. Gegenwart: Lüd. Zustande in Italien rc. —LB. des Orients. Orient. -Kahira. Die lebendigeTheilnahme, welche die neugegründeten jüdischen Schulen in Alexandrien und Kahira bei uns finden, die ausführlichen.Berichte, die wir seit der kurzen Zeit ihrer Gründung unfern Lesern mitgetheilt, namentlich aber die schöne und begeisterte Aufforderung Adolf Cremieux's an sämmtliche Juden des . Abendlandes, die leider noch bei unseren Reichen vergebens btc klingende Theilnahme sucht , legt uns die Pflicht auf, auch folgendes Schreiben in Betreff der Schule zu Kahira, welches Mehmed-Ali's Leibarzt Clo t B ey aus Kahira vom 24. März an Hrn. C rem Leu x gerichtet, hier mitzutheilen, um vielleicht hie Mid da in frommen Herzen eme thätige Theilnahme für diese Institute zu wecken. *) Dieses Schreiben lautet: „Die von Ihnen gegründeten Schulen gedeihen vortrefflich, und cs gehen dahin jetzt fast alle Knaben und Mädchen der jüdischen Bevölkerung zu Kahira. Ich gestehe, ich Hütte nie geglaubt, daß Vorurtheile und Widerstände so leicht zu besiegen wären. Die Verwaltung ist noch ein wenig unerfahren, und alle Mitglieder kennen vielleicht noch nicht die Wichtigkeit ihres Berufes; aber einige Erinnerungen Ihrerseits und die Einführung von drei oder vier Europäern in dies Comite, würde meines Erachtens genügen, fr'e auf ein gutes Verfahren hinzuleiten. Der'wackere Herr L uz-z a t t o wirkt Wunder; er hat die ersten Monate dahin gearbeitet, Monitoren zu bilden, und sobald das Lokal fertig war, haben die Lectionen regelmäßig ihren Cursus begonnen. Auch Madame Rossi erfüllt ihre Pflichten sehr treu; sichtlich ist in ihrer beider Bestrebungen Eintracht zu erkennen. Die Zöglinge *) Beiträge für Erhaltung der Schulen in Kahira und Alexandrien, wenn sie auch noch so unbedeutend sind, nimmt die Redaction mit Vergnügen an, um sie direkt an Hrn. Cremieux zu besorgen, und auf Verlangen öffentlich zu verrechnen. ' ~ Red. schreiben und radebrechen schon etwas Französisch; ich bin, so oft ich zu Arteludi gehe, erstaunt, diese Kinder, welche vor kurzem noch wie ein junges Wild beim Anblick eines Fremden die Flucht ergriffen, jetzt so zahm zu sehen, daß sie keinen Franken vorbeipassiren lassen, ohne ihn auf französisch zu grüßen. Ihre Schulen nützen nicht den Israeliten allein; ihr Beispiel hat die Nacheiferung der Christen geweckt, die eben so unwissend sind wie jene, und sie' wollen nun eine eben solche Schule gründen. — Ihre Schule zu Alexandrien soll ebenfalls die glücklichsten Erfolge gewähren. Obgleich das von Ihnen zu Kahira gewählte Lokal gut eingerichtet worden, so wäre es doch besser, sobald Mittel dazu vorhanden sind, ein neues zu .suchen, bei welchen ein Garten oder wenigstens ein großer Hof wäre. Ein solches wäre in demselben Viertel wohlfeil zu haben. — Ich hoffe noch immer, Sie wieder Herkommen zu sehen, damit Sie Ihrem höchst menschenfreundlichen, die Civitisation fördernden Werke die Vollendung geben. Ich darf Sie nicht erst des Eifers und der ernsten Theilnahme versichern, die ich für das Gedeihen Ihrer Schulen hege, wie für alles was zur Besserung des Schicksals der Israeliten in Egypten beitragen kann, unter denen ich übrigens viele Freunde habe." — Deutschland. Berlin, 1. Iun. In Ihrem geschätzten Blatte (Nr. 22 vom 29. v. M.), sehe ich mich durch einen aus Wilna datirten Bericht aufgefordert, einige an mich gestellte Anfragen über die Priorität der Erfindung einer Rechenmaschine von dem Herrn A. Stern und Slonimski zu beantworten; ich ersuche Ew. Wohlgeb. daher, folgenden Zeilen, ,a(ö .eine Erw iederung auf obige Replik, einen Platz in Ihrem werthrn Blatte zu gönnen. In der polnischen Morgenzeitung Nr. 280 vom 21. October v. I. fand sich ein Artikel unter dem Mel: „Die Rechenmaschine", dessen Inhalt ich in der Allgemeinen Zeitung des Judenthums, IV. Jahrgang Nr. 48 v. 28. Nov. v. I. , ausführlich mittheilte, wobei ich des Herrn 25

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