Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1841-05-29 · Heft 22 (29.5.1841) · p. Seite 171

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
2 (1841)
Issue
Heft 22 (29.5.1841)
Article
Lemberg: Antwort gegen einen Angriff
Date
1841-05-29
Page
Seite 171 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2360092-2360147-2360170-2365645--1780-2365673
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

171 / gelehrten Kreisrabbinen Hrn. Hirsch Chajes m Zolkiew in einem zweideutigem Lichte dargestellt, indem der Redakteur seine eben herausgegebene literarische Arbeit, betitelt mNDn, die das Gepräge wissenschaftlich ' talmudischer Gelehrsamkeit trügt, mit ungegründeten Unwahrheiten und Gemeinheiten verunglimpft. — Was übrigens die Denkungsart und den Charakter des Hrn. Chajes betrifft, so war er immer standhaft in seinen Prinzipien, indem er mit weniger Reform als die jetzigen Freidenker mehr Cultur und Religiosität unter seinen dazu geeigneten Landsleuten verbreitet. Mein wir wissen genau, daß Hr. Jost nie in nähere Verhältnisse mit Hrn. Chajes, der ihm stets auswich, stand, als daß er ihn hinlänglich kennen lernen sollte. Die einzige Quelle, woher der Redacteur seine als p'arrheiisch scheinende Antipathie schöpft, ist uns zu gut bekannt, da er einem unwissenden Galizier ein williges Ohr leiht/ der aus Unkunde/jeden vernünftigen Talmudisten, überhaupt den Hrn. Chajes nicht beachtet, und schon mehrere Male eine schiefe Schilderung über ihn in öffentlichen Blättern gegeben. Wir können daher nicht umhin, dem 5;?™.' Jost aus Freundschaft zu rachen, fernerhin solche miserable sein Blatt schändende Correspondenzen vorerst wenigstens zu prüfen und seine Zanksucht, wodurch er, wie bekannt, mit einem jeden Gelehrten hadert, zu beherrschen, da ec dadurch das Verdienst seines Blattes erniedriget, und die Blöße seines nur von Neid geleiteten Geistes öffentlich zur zur Scharr stellt. Es kommt mir übrigens nicht in den Sinn, Hrn. Chajes vertheidigen-zu wollen, ec wird es wohl selbst thun; nur konnte ich hier die Indignation nicht unterdrücken, die wir gegen ein Blatt empfinden, dessen Redacteur solche Correspondenten aufsucht. N. H. Rußland. Wilnn, 16. April. Verzeihen Sie, wenn ich diesmal meine Mittheilung mit einer Berichtigung anfange; ich thue es mit um so größerer Unlust, da ich dem würdigen Abraham S t e r n in Warschau nicht stören oder geniren möchte. In der A. Z. d. I. hat ein Freund des Hrn. Stern, Hr. Dc. Becksohn, eine treffliche Mittheilung, aus der Petersburger Zeitung gezogen, über den Zustand der Juden in Rußland gemacht; unter anderen aber laßt er sich sehr, nach eigenem Zusatz, bitter über die Erfindung einer Rechenmaschine von dem be- . kannten Astronomen S l o n i mski aus, indem er angiebt, daß diese' Erfindung in ihrer Priorität dem Hrn. Stern gehöre, und Slonimski dieselbe sich mit Unrecht zugeschrieben habe. Ich will hier nicht die ganze Anklage gegen Slonimski wiederholen, da schon die allg. Z. d.J. den Artikel ohne. Prüfung wiedergegeben; ich wäre auch jetzt für St. nicht in die Schranken getreten, wenn nicht jener Artikel mit der herben und inhumanen Formel geschlossen, daß Sl. für sein Plagiat öffentlich gebrandmarkt werden sollte. Da es aber dennoch insolcher Weise geschehen, so ersuche ich Hrn. Dr. Berksohn in diesem Blatte folgende zwei Punkte zu berücksichtigen und sich dagegen zu vertheidigen: 1) Hr. Berksohn hat die besprochene Maschine nicht - gesehen, er kennt sie also, nur vom Hörensagen, dennoch hat er über dieselbe geurtheilt. Die Lobt. Redaktion des in polnischer und russischer Sprache erscheinenden K uri eiv Litewski, des einzigen bedeutsamen Blattes des Gouvernements, hat diese Maschine aber gesehen und geprüft, und hat in No. 60 des Jahres 1840 folgenden Artikel darüber geschrieben: R0ZMA1T0SCI. Macitina Rachunkowa. „Wynalezienie machin lachuakowych nie jest rsecza non er. Leibnitz, .Polenus, Grison, Bagage i Stern w Warszawie pracowali nad vvynalezieniem rozrnaitych w tyiu rodzaju machin; ale zawsze byly to tylko proby sztuki meehanicznej, i nie mogly byc zaslosowane do uzycia praktycznego. Starozokonny P. Z. Slonimski z Bialegostoku, wnalazl nie davvno malh macSiine rachunkowa,/kt 61 a eo do swej obj^losci (okolo 10 eali dluga, 3 szeroka i 1 wysoka) wygody i taniosci, zasluguie na upowszechnienie. Ka£dy znajali liczby, za ponioca tej inachiny, bardzo wygodnie, pr^dko i bez najmniejszego namyslu inoie odbywac rachunki. Machin^ te mo^na wydziec ti wynalazcy, ktory teraz pracuje nad przygotovYaniem dmgiej, przez sie wynalezionej inachiny ]ogarytmoweja Za pomoca tej inachiny bardzo wygodnie i latwo mozna znajdowac dvferencye logarytrnöw Biiigeta, jako Ui i naturalnych az do 14tu znakow dziesi^inych. Jest to dzielo, ktöre po raz pierwszy ukazuje siy w mechanicznym obn^bie mateuiatyki. Umiej^tnosci mateinalyczne i astronoiniczne Pana Biofiimskiego3 tndziez jego dziela w przedmiocie mateinai}cznym w jezyku Hebrajskim wydane, o ktörycli w pismach peryodyczuych niemieckich z pochu a?^ bylo donoszono, nie dozw oiaja nam w^tpico rzeczywitoscii waznosci tego wynalazku.'“ Nun möge rWH hier ln einer Uebcrsetzung das in dem Petersburger Djochenblatte darüber gesagte folgen: „Mit großer Freude erfahren wir, daß die sonst bei uns verachtete Klasse der Israeliten wegen ihrer halsstarrigen Abneigung vor Aufklärung und allen edleren Beschäftigungen jetzt zu sich zukommen anfängt, und indem sie sich an den Zweck ihres Daseins und an die'Pflichten eines jeden Menschen erinnert, hört sie zugleich auf fortdauernd zu faulenzen und ergreift Ackerbau., Handwerke, alle edlere Beschäftigungen, die sowohl ihrer 22*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.