Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 21 (22.5.1841)
- Article
- Nachträgliche Erklärung über das Pesach und Wochenfest
- Date
- 1841-05-22
- Page
- Spalte 317-318 (sequence 2)
- Language
- German
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317 , Lit. Skizzm. Ueb. eine dunkle Stelle im Largum v. S. Meklenburg. Antwort. 318 Verrichtung, wie wir in Z. 3 erklärt haben. Das Fest, das Moses genannt hat ist hiernach das Pfingstfest, dessen Feier Exod. 24. 5. 6. 7 angedeutet ist das Deut. 10. 11 erwähnte Schauen Gottes ist identisch mit dem festlichen Schauen Gottes Exod. 25. 34. das. 17. 2. 3. 8) Die geweihete Zeit der 7 Wochen vor der Gesetzgebung war auch nach dem Auszug aus Egypten ganz besonders.Veranlassung der in der Tradition (Abot 5. 4) erwähnten Versuchungen , wie ausdrücklich bemerkt ist Dort versucht Er. (Gott) cs (das Volk) (Exod. 15. 25); dieses waren Vorbereitungs-Mittel der Offenbarung zur Entwickelung der Vollkommenheit der Erwählten und zur Entfaltung ihres wahren Gottes-Glaubens Gen. 22. 42, Deut. 13. 4. Die ascetische Richtung der Zsraeliten in dieser Zeit, nämlich der 7 Wochen, rührt vielleicht daher, weil dieselben während des Aufenthalts in der Wüste die Versuchungszeit waren, Markus Beer FriedenLhal in Breslau Literarische Skizzen und Berichte. Eine dunkele Stelle im Targum. Der Rabbiner Hirsch Chaias in Zolkiew gibt im Namen eines Gelehrten in dem Literaturblatte des Orient vom vorigen Jahre 46 eine Erklärung des unverständlichen “2 tm Targum zu Num. 6, 23, vorgebend, daß es vom Rande als Bezeichnung des Verses 13 hereingenommen worden sei. So einschmeichelnd auch diese Erklärung ist, so kann sie doch, meiner Meinung nach, die Feuerprobe der Wahrheit nicht aushaltm. Versabtheilungen sind bekanntlich bei uns erst sehr spät entstanden, folglich auch deren Bezeichnungen durch Zahlbuchstaben; im Jahre 1438 sind Versabtheilungen bei uns eingeführt, und Iizchak Natan, als er seine Concordanz, betlttelt 3TIJ geschrieben, war der erste, welcher Kapitelabtheilungen eingeführt. S. Modaa le- Binah v. W. Heiden heim zu Ende den Gensis. Wir sehen aber, daß schon die Losefot, welche doch bekanntlich vor der Entstehung der Versabtheilungen war>en, dieselbe Lesart im Largum hatten (s. Menachot 44), indem sie daraus schließen, daß der Priester nur relativer Weise das positive Gesetz (der Segnung) Übertritt, wenn ihm solches ausdrücklich geboten wird, weil -p etwas Relatwisches hat. Freilich hat bei uns die Erklärung der Losefot Leinen Werth, aber ich glaube, man darf zu dieser Stelle nicht den Maaßstab des übrigen Qnkelos- Largum anlegen. Nach Traktat Megilla 25 durste zu dieser Stelle gar kein Targum sein, DJnfTO bÄ D'jrD nro, und Onkelos hat diese Parascha des Verbots wegen gewiß gar nicht übersetzt. Rabbenu Jona (Berachot 4) zählt unrer den Stücken, die kein Largum haben, auch D'OHD rCTD, wahrscheinlich haben noch andere nach R. Jona keine Uebersetzung davon gehabt, und da das Largum davon erst später entstand, so darf mau seine Ausdrücke wohl nicht so genau nehmen. S a m. Meklenburg. Antwort an Sam» Meklenburg» In Afher's Benjamin of Tudela 11, p. 260 hat Hr. Dr. Zunz einen Abriß der Lebensgeschichte des Verfassers des fTO) '"tfllDD und daselbst p. 396 cap. einen Auszug geliefert, welcher alles geographisch richtige des Werkes umfaßt. Dies zur Nachricht auf die Anzeige des Hrn. Meklenburg LB. d. Orients Nr. 19. p. 288. — Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. 552.j Bei M. I. Landau in Prag ist so eben erschienen, und von C. L. Fritz sch e in Leipzig durch alle Buchhandlungen zu beziehen: pv«i" mn^in. Toiloflt JeseMt“ TOJH.» Oie Geschichte der Weltscliöpfung und der israelitischen Nation bis zur Erbauung des zweiten Tempels — Zum Vortrage für die Jugend, hebräisch bearbeitet von Wolf Meyer (öft’entl. Lehrer der hebräischen Sprach- und Eihelfaches an der israelitisch-deutschen Hauptschule zu Prag) übersetzt und mit deutschen Anmerkungen begleitet von 8. Freund, gr. 8. Preis -g- Thlr. oder 20 Ngr. Dasselbe Werk ist auch, die deutsche Uebersetzung mit hebräischen Lettern für denselben Preis zu haben. Aeltern, Lehrer und Erzieher werden auf dieses inhaltreiche Schulbuch, welches gleich beim Erscheinen, in den meisten israelitischen Schulen Oesterreichs, emgeführt wurde, aufmerksam gemacht.