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Der Orient · 1841-05-22 · 21 (22.5.1841) · p. Spalte 311-312

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
21 (22.5.1841)
Article
Haben die Siebziger die heilige Schrift aus dem Hebräischen oder aus dem Aramäischen übersetzt?
Date
1841-05-22
Page
Spalte 311-312 (sequence 2)
Language
German
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e. Stelle in Chofnajim. Rabb.Adeler.Beantw. 312 311 M.Heß:Ueb.Leschon Zbri, Ketab Jbrit. Ueb. bab^Ioaicum in Aegyptum delati cum hebraica permixtam loquebantur. Man wird daher ziemlich sicher annehmen können, daß die LXX aus dem Hebräischen übertrugen. M. Heß. n. An den Verfasser dev neuen Coneordanz. Da es Ew. Wohlgeboren doch nur um Wahrheit zu thun ist, welche Sie zu erforschen und zu verbreiten sich so viele Mühe geben, so wage ich es in Ihrem eignen Blatte, wo nicht Ihnen zu widersprechen, doch eine Einwendung zu machen, xnnym p^nn “P pl pp!, Sie behaupten nämlich in der 7. Beilage zur Concord. S. 1390. unter rp'OJJ fei die hebräische Sprache zu verstehen, welches denn auch die Meinung des Midrasch Genesis Kap. 42 sei, wo es heißt, von Abraham, daß er v'0y ptfifcl gesprochen habe, gegen die Erklärung, des Samuel Iafe, welcher dazu bemerkt: Jbri sei nicht Itapn sondern die Sprache “mün ya b\U. Dieses unterscheiden Sie nun von rn1“)^ 3fD, welches nicht die hebräische gangbare Schrift sei, das auch von Raschi bestätigt wird zu Sabbat 115, a., welcher bemerkt IM Sie widersprechen daher dem Natan im Aruch, welcher commentirt pfififc. Hingegen spricht aber die Barajta Megilla 18, a. wo es heißt mny rpnDVl rwp, wo auch Raschi bemerkt zu Ibrit Ja wo der Talmud sogar erklärt D’HDjÄ rP'“Dy, wo also durchaus von einer verschiednen Sprache und nicht blos von einer verschiednen Schrift die Rede sein kann. Aus diesem Grunde, wenn Sie uns nicht eines Bessern belehren, scheint mit Dr. Delitzsch im Zesurun S. 65. Recht zu haben, wo noch unter tVXi'p p^i? die aramäische Sprache zu verstehen sei, womit auch die angeführten Aruch und Iafe übereinstimmen, nur muß man die Zeiten unterscheiden, denn vom geonäischen Zeitalter an verstand man unter rp*DJ/ p^1? die hebräische Sprache, wie Delitzsch das. Anm. 1. bemerkt. M. H e ß. III. Aeber eine Stelle in Melo Chofnajim. In Melo Chofnajim S. 19. wird bei Ebn Esra bemerkt: rfcja* n^i naipp vm D^nsno 7n»r o ’njm D^an tho 'a mal '120 VjU Darüber bemerkt Geiger S. 76. Anm. 92. „Es mag dieser fanatische Kritiker E. E's. ein Zeitgenosse d. Ms. gewesen sein, der weiter unbekannt ist." Dieser Unbekannte scheint mir kein Andrer als der ’PEfiHriD gewesen zu sein. Dieser nimmt es nämlich in der Vorrede zum nobty D' auf Chulin dem Maimuni sehr übel, daß er seinem Sohne Abraham auf das Angelegentlichst die Schriften des Ebn Esra zu studiren austrug, während letzterer doch kein sei und an mehreren Stellen gegen die Talmudisten verstieß, das Unerlaubte erlaubt und das Gestattete verboten habe u. s. w." Run starb Salomo Luria bekanntlich 333. d. h. 1573. (Jost. Gesch. d. isr. Volkes 2,456.) Joseph Salomo del Medigo lebte aber vor 1592.(nach Jost 1591. Geiger bis 1657), wonach S. Lurias Urtheil über E. E. demselben wohl bekannt sein konnte, besonders da er mehrere Jahre in Rußland, Polen und Littauen zubrachte. Gekger's Einleitung S. XXXIV. M. Heß. IV. Beantwortung einer Frage des Hrn. M. Heß.") Dcr hiesige, ehrwürdige Rabbiner Gabriel Adler, ein fleißiger Leser dieses geschätzten Blattes, beauftragt mich, da ihm eine Taunusreise das Selbstschreiben unmöglich macht Ihnen folgende Berichtigung zukommen zu lassen: Um den Aufschluß, den Hr. Moses Heß in Trier, in No. 15 des LB. d. Orient, über den Sinn des More über JJntSG nrus1 DyD wünscht, zu ertheilen, braucht man eben nicht das arabische Origmallzu vergleichen; denn dieselbe Stelle kommt . auch im npnn T und zwar Hil. Tef. c. 4. vor, und da heißt cs ausdrücklich DOtf jattk Mtt. Herr Rabb. Adler ist der Ansicht, daß wenn Herr Fürsten thal und viele andere Bearbeiter und Erklärer des More die übrigen Schriften des Maimuni, besonders feinen np«nn T, auch zu ihren Studien machten, so dürften mancherlei Zweifel beseitigt und manche Irrthümer weniger in die Welt Hineingeschicke werden. Die fragliche Stelle des Talmud befindet sich Kiduschin 71. So weit Hr. Rabb. Adler. Meine Wenigkeit hat zu bemerken, daß in Makot 7. a nicht blos von Mördern die Rede ist, sondern von allen die nach dem jüd. Recht das Leben verwirkt haben, wie in der daselbst, wenigstens in Bezug auf *1*00/ zu ersehen ist. M. L. MaiflM, Lehrer und Vorsänger in Oberdorf im Würtembergischen. V. Bemerkung zu einer in Nr.' 16 des Literaturblatts zum Orient enthaltenen Notiz des Dr. Carmoly, eine poetische Bearbeitung des Buchs Hiob betreffend. (Von Dr. Beer m Dresden.) Da ich die von Herrn Dr. Carmoly erwähnte Handschrift der Pariser Bibliothek, eine Umschreibung des Buchs Hiob in gereimten hebr. Versen enthaltend, bei meiner 2tnwe- *) Diese Beantwortung ist mir schon vor 4 Wochen zugekommen, ich konnte sie aber Umstände halber erst jetzt abdrucken lassen. Ich erwähne dieses nur deshalb, weil ein anderes Blatt eine Beantwortung dieser Frage bringt, ohne den Orient, wo die Frage steht, zu nennen.

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