Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 2 (1841)
- Issue
- Heft 20 (15.5.1841)
- Article
- Hamadan : Denkmäler auf Elwend und Bi-Suttun [Nachricht]
- Date
- 1841-05-15
- Page
- Seite 154 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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154 thMng über „Ekbatana", worin ebenfalls der Identität mit dem jetzigem Hamadan, am Fuße des Berges Elwend, und der Juden daselbst gedacht wird. Während Ker Porter die jüdische Bevölkerung auf 600 Familien angiebt, rebucirt jener Aufsatz dieselben nur auf drei Hundert, was wohl nur den Beweis gibt, daß man in dieser Beziehung noch sehr unsicher ist. Nach diesem neuesten Bericht findet man in der Umgegend von Hamadan bei der geringsten Nachforschung eine große Zahl Münzen und geschnittene Steine, und die Betreibung dieser Aufsuchung und der Verkauf des Aufgefundenen zu sehr hohen Preisen ist ein Hauptnahrungszweig sehr vieler jüdischen Familien. — Auf einem Felsen des Berges Elwend, des eigentlichen Berges Hamadan's, findet sich eine Inschrift in keilförmigen Characteren, von welcher schon Ker Porter^), Olivier^) und namentlich §oecf* 2 3) berichtet und sie mitgetheilt. An der Straße von Hamadan nach Bagdad, unweit der Stadt Kermanschah, findet sich auf einem Felsen des Berges Bi-Sutun. eine eingegrabene bildliche Darstellung, welche der Persepolitanifchen nichts nachgiebt. Nach Ker Porter (II. p. 154), bezeichnet die Darstellung die gefangenen Israeliten aus dem Reiche der zehn Stamme, wie sie ihrem Zwinghecrn Salmanasser vorg'efühct werden.4) Salmanaffer war bekanntlich auch Herrscher über Medien. Großbritannien. J. London, 12. April. (Beschluß.) Außer der eigentlichen in Deklarationen bestehenden Dankbezeigung wird ein Geschenk an Montesioce als. Träger und.Symbol derselben erwählt. Wenn ein Leser''dieser Zeilen etwa noch nicht weiß, worin dies Geschenk besteht, so möge ec sich ja die Mühe sparen, die Bücher der jüdischen Geschichte aufzuschlagen , um darin zu suchen, was. sonst bei derlei Gelegenheiten gewählt worden, oder das letzte blutbefleckte , und dennoch hellstrahlende Blatt derselben noch einmal nachzulesen, und das sinnige Denkzeichen für das: schwere Leid und. die große That zw erreichen« Er thut dieß wahrscheinlich umsonst, denn das „8 u i t a b t e Testimonial16 soll ein „pieoe or Service, of plate3 c o rn m e m o r a 1 i v e o f t he oecasion^ sein! Wie dies vereinbar sei, Haben freilich viele kurzsichtige Sterbliche nicht begreifen können. Gelehrte mögen wohl an Acht. 19, 29. Jes. 21, 5. 4) Bd. tt. p. 101 ff. 2) In seinem Reisewerke: Voyage dans l’Empire Othoman, i’Egyptc et la Ferse etc. (6 Bände, Paris 1800 — 7 V. p. 53. 3) Hoek gab 1813 zu Göttingen die Schxift in Quart heraus: Veteris Meiiiae et Persiae monumcnta. Diese Inschrift findet sich P. 5 ff. . 4). Vgl. noch Hoeck S. 139 f. - oder 22, 13 u. dergl. gedacht haben. Aber der große Haufe, wie man gerne daß eigentliche Volk scheltet, das dem einfachen schlichten Menschenverstände folgt, hat bei den Subscriptio.nm die erwünschte und auch wirklich gefühlt^ Begeisterung nicht bewiesen, wie es die Herrn von der Tafelrunde gern aussprengen möchten. Die Aermern namentlich haben es weit besser verstanden, ihr Gefühl zu verwerten, als unsre Reichen, die freilich auch das Beste darbrachten, was sie kennen und besitzen — ihr Geld! Ich muß hier einen Anachronismus begehn, um mich deutlicher zu machen. Als Sir Moses die portugiesische Synagoge verließ, wurde ihm eine Freude, die gewiß alle fcühern an Eindruck wie die Veranlaffung alles Frühem an Einfachheit und Aufrichtigkeit, übertras. Einige Hundert Arme hefteten sich an seinen Wagen, der dadurch herrlicher begleitet war, als der eines Triumphators von den gefesselten Feinden, und ein lufterschütterndes Jubelgeschrei, das ihn durch mehre Straßen umgab, errinnerce uns an die Kraftworte des alten Sängers (Vrauwenlop) „Das Recht will nicht gemietet sein, Des Rechtes Schrci'n wiegt Mein und Dein" u. s. w. Ich schließe meinen heutigen, aus mehren fcühern, durch Umstande zurückgebliebenen, gezogenen Bericht mir einer kurzen Angabe der Feierlichkeiten, welche Sir Moses Ankunft folgten, und hoffe von nun an wieder regelmäßiger und geordneter berichten zu können. — Purim begann die Festlichkeit in der portugiesischen Synagoge. 800 Eintrittsbillette waren auszugeben. Um 3 Uhr betrat der mit Spannung Erwartete mit seinem Reisegefolge das Gotteshaus, und ward von M.Almosnino und seinem trefflich.eingeübten Chore mit dem passenden *p) 'n DEO NDH "jrn würdig und feierlich begrüßt, wobei alle Anwesenden sichtbar ergriffen waren. Das Weitere finden Sie in der beiliegenden B ros chürel^ Vor nnJD wurden Montesiore's D'^ vorgebracht; die sich auf 100 Pfd. beliefen. Die rOT^n (S. 3 f.) ist von Meldota. Das Dankgebet (ritten S. 6 f.) von dem aschkenesi schen Vet-din hier, wie man sagt, ist ein nüchternes, mattes mitunter ungramatisches Flickwerk. Es ist nur zu verwundern, wie der englische Uebersetzer die Sünden gegen Logik und Harmonie, sogar gegen die Geographie (z. B. ’üdwi ion OE>r bz. D^pim D"N) so geschickt zu bedecken wußte. Die hierauf von Rev. de Sola gehaltene Rede, die sinn- und geistvoll über die letzten Ereignisse im Orient „ihre Hände ausstreckte" (wie Jean Paul sagt), enthielt Anspielungen auf den S eparationsgeist der Reformer, die ohne Wahl und Wissen, nach Willkühr und Laune verwerfen oder anerkennen. Sie werden diese interessante Rede sehr bald selbst beurtheilen können. Das beifolgende 10) Order of Service etc. London 1841. 8. 10 Seite» hebr. und eben so viel engl. Ueders.