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Der Orient · 1841-04-10 · 15 (10.4.1841) · p. Spalte 221-222

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
15 (10.4.1841)
Article
Literarische Anmerkungen
Date
1841-04-10
Page
Spalte 221-222 (sequence 1)
Language
German
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221 Lit. Anmerkungen von Moses Heß. Jonah, Seker Rab, u. s. w. Anfrage. -222 Literarische Anmerkungen von Moses Heß m Trier. ZU -er Recension des Herrn Dr. Delitzsch Überdas Buch Jonas von Dr. Kräh m e r in No. . 43 des. LB. des Orients 1840. bemerke ich noch nachträglich. 1) S. 18 behauptet Hr. Kr. „Nach Cap. 1, 5.'scheint Jonas Zwar mitgeholfen zu haben, die Sachen in das Meer zu werfen, ebenfalls glaubend, daß man dadurch der Gefahr enthoben werden könnte, allein als auch er die getäuschte Hoffnung erkannte, da eilte er mit kummervollem Herzen in den innern Schiffsraum hinab, wrrf sich nieder und sank in Betäubung — vor Schrek-, ken, so daß er rief zu schlafen schien." Dieser Ansicht widerspricht aber das Plusguamperf. TV 1,5. 2) Der Uebersetzung S. 84. „Da befahl der Herr dem Fische, daß er den Jonah an das Festland ausspeien sollte" widerspricht die Punktation * * . * Sollte Herr Dr. Delitzsch die Ucbersetzung des Werkes Seker Rab herauszugeben sich entschließen, wovon derselbe eine so schöne Probe im LB. des Orients No. 27. 1840 uns mitzutheilen die Güte hatte, so wird derselbe ersucht, auch den Text zur Seite abdrucken zu lassen; denn das Original ist sehr selten und in keiner Buchhandlung zu haben, und nur durch Vergleichung mit der Ursprache gewahrt eine so gelungene Uebersetzung großen Nutzen und wahren Genuß. * 4= * Im LB. d. Or. 1840. 30. S. 466. bemerkt Hr. Dr. Delitzsch zu der karaitischen Regel in Dine Schechita: „Das Herz muß vor dem Kochen, nicht erst nach demselben, zerrissen werden (gegen die Rabbiniten)." Dies ist ein Jrrthum, denn auch nach diesen muß so damit verfahren werden; ja sogar das yby lliy wtt Ijnp in der Mischna Chulin 100, a. leider auf eine TNO keine Anwendung nach Talmud Keritot 22, a„ Im LB. d. Or. 1840. 36. S. 571 wird ü\m (Aboda Sara 16, b.j durch Themis erklärt. Besser könnte man es Demos, drjpog, btä Volk, erklären; so auch Arnheim im Iozer Sabbat Teschnba S. 336. Anm. 35. das D»'"l »ach der gewöhnlichen Redensart ODNO NS1 „ unter dem Volke drj^og aus gehen, seine Freiheit haben;" denn so lange der Angeklagte noch nicht freigesprochm war, durfte er im Alterthum an keiner Volksversammlung Theil nehmen. Rabbi Elieser war aber deswegen untröstlich, weil er überhaupt das profane Gericht gut geheißen hatte. Vergl. Raschi zu Exod.21, 1. 4- * * Ueber das Wort HX Gesmius im Wb. leitet dieses Wort ab von TT m der Bedeutung „ ausbreiten. Allein diese Bedeutung wird diesem Worte von demselben erst untergelegt, um TT davon abzuleiten, welche nirgends sich bestätigt findet. 2hm folgte mit Unrecht Herr Cahen in seiner übrigens ganz vortrefflichen Bibelausgabe zu Jes. 40, 12. Redslob (Sprachliche Abhandlungen Leipzig 1840.) S. 76. meint 'TT wäre gesagt anstatt pH] und stamme von TT. Wenn nun die Einwendung, daß XI sich gar nicht im Hebräischen findet, (denn die Wörter X OTT und TW, zu deren Erklärung Gesenius ein TT aufführt, stammen wohl von T (Borgs. Fürsts Concord. S. 350.) kein Gewicht hat, so findet sich aber auch nichts in den Dialekten, wodurch sich TT auf diese Weise erklären ließe. Dieses Wort kommt nun im Talmud Ketubot 5, b. und Menachot 11, a. vor, wo es deutlich den kleinen Finger bedeutet, aber auch die Spanne vom Daumen bis zum kleinen Finger, wie es Raschi und Natan im Aruch erklären. Sehr ingeniös ist daher die Erklärung in der Concordanz S.360, wonach'es von zusammengezogen ist und dem (<TÜ) entgegengesetzt. Wenn aber Herr Cahen Jes. 40, 12. üd'erpn TO D'DtCO affemi 3es cieux arec son ponce, und dazu bemerkt: TT Ilntz palme, «6 qui separe du pouce jusqu’ a 1’indea; de TT etendre. C’est aussi le u om du pouce; so ist dieses nach dem Gesagten mehrfach zu berichtigtigen; besonders steht das letztere im Widerspruch mit der angeführten Stelle aus dem Talmud, wo TT neben blTJ vorkommt. Als Calembour muß man die Erklärung des Jchnda von Carpentrss ansehen, wonach TT := T nt»... ♦ ■ 4- Seitdem ich mich an den göttlichen Worten des Mainium zu ergötzen die Gelegenheit habe, verstand ich die Stelle im More 1, 62. DnDlD Dmi fWllK p DP DÖNP jjokd itin Dpa Dnn’DI?r6i Drpjab irro* von sieben Iahren, ähnlich der Stelle in der Mischna Makkot 7, a. wo es heißt von einem Sanhedrin, welches ^020 W einen Mörder umbringen läßt, es ziehe sich den Namen zu; wo man doch wohl nur einmal in sieben Jahren darunter versteht. Nun finde ich aber in der Fürstenthal'schen Bearbeitung des More S. 234., daß hier übersetzt wird: „daß ihn die Weisen ihren Kindern und Schülern ein Mal wöchentlich mitgetheilt haben." Dazu die Anmerkung 9. mm ÜV2 HT TI Tn. Zwar hat Fürstenthal bei manchen Versehen, wie ich in einer ausführlichen Kritik der beiden neuen Uebersetzungen '.des More bald in diesen Blättern nachzuweisen gedenke, trotz allen frühem Erklärungen seinen Autor tief ergründet; desto auffallender ist daher diese Interpretation. An sich wäre es aber ungereimt, eine Sache so heilig zu halten, daß die Lehrer es nur wöchentlich einmal vortrugen. Auch müßten das dumme Schüler gewesen fein, denen man eine und dieselbe Sache wöchentlich mitzutheilen nöthig hätte. Aus diesen Gründen kann ich mich von meiner fcühern Auffassung nicht lossagen. Möchte doch Jemand, dem das arabische Original zugänglich ist, in diesen Blättern mittheilen, wie es dort lautet, indem dieser Ausdruck mehreremal in diesem Abschnitte vorkommt. Wo dieses übrigens im Talmud oder Midrasch vorkommt, habe ich bis jetzt noch nicht finden können. Auch darüber wäre eine Belehrung erwünscht. . * * * , Anfrage. Abrabanel schreibt in der Vorrede zu Ezechiel: toi nrw ttd nro ‘m ihn TO w*o rurnpNH nsp \nd ot norfco wwj teu habe die meisten von Menschen bewohnten Orte besucht, alles was er gesehen ausgeschrieben, derselbe habe auch berichtet über das Grab Ezechiels MOD), im ganzen übereinstimmend mit den Worten des Rabbi Binjamkn. Der Mann hieß }NU p>TD N^rHUlD H. Wer war wohl dieser fahrende Ritter r Und gibt es nähere Nachrichten über ihn?

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