Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 14 (3.4.1841)
- Article
- Ueber die Formel ANI WA-HU
- Date
- 1841-04-03
- Page
- Spalte 205-206 (sequence 2)
- Language
- German
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205 Dnentatta. Eine neue Sammlung f. jüd. u. orient.Lit. in Holland. Dr.J.Dernburg'ö Versuch. 200 königliche Prophet und König der Propheten bedient sich öfters dieses Pronomens statt ppr?/ welches auch unser Dichter noch mehrmals thut. S. unt. Cap. 23, 6, 13. Cap. 34, 29. Ps. Cap. 28, 8, 87, 5, laut Comment. zu Mendelsohns Übersetzung, p So Herder (Geist der hebräisch. Poesie 1 Th. 47.): „Sie nannten den Starken, den Gewaltigen, dessen Uebermacht sie allenthalben sahen, dessen Gegenwart sie ungesehen mit Schauer erfüllt, bei dein sie schwuren: Er (Mssi). Unbereit, dieser treffliche Ausleger der heil. Schrift, sagt in seinem Commentar über die Sprüche.Cap. 3, 34. ft-'in steht mit Nachdruck für Jehova. S. lm Lehrgeb. der hebr. Sprache von Gesenius 203 über Auch die Mischna hat uns den Refrain eines Gedichtes aufbewahrt, welches im Tempel zu Jerusalem gesungen worden „HJWin Vll ’ON £0"* * * 4 1 2): Ich und Er stehe uns bei. Das ^erhabene Wesen', dem beide Benennungen und beigelegt werden können, steh uns bei. , Für diese Erklärung spricht vielleicht Dt. 32, 39, wo Gott sich selbst durch tf-in V|K „ich, der ich und Win bin" bezeichnet. Das in dieser'Stelle doppelstehende Pronomen Oft scheint diese Auffassung zu bekräftigen. Gott vereinigt in seinem positiven Ich zugleich jedes Nichtich, nämlich das ganze Universum. Dieses Nichtich wird in der hebräischen Sprache durch bezeichnet. „Ihm allein kommt es zu, sich zu nennen: Ich und Er; und der Inbegriff aller Gedanken von Gott ist: das All ist Er" (Saadi). Wie Hiob der Gottestadler, das Wort aussaßt, laßt sich leicht vermuthen. Jedenfalls will er aber sagen: Wäre Gott gerecht, so müßte Er selber ihm zu seiner Rechtfertigung alle Hülfe Leisten und die glänzendste Genugthuung verschaffen. Orientalin. lEdentilms €r* J. Joynl)oll? T. Roord^ M, E. Weijers. (Fortsetzung.) Sie fragten: Woher hast du dies? Er antwortete: es heißt: „zur festen Zeit (füll geopfert werden)" beim Pesach (4 M. 9, 2), und heißt: „zur festen Zeit" beim Tamid (4 M. 28, 2); wie dieses auch durch den Sabbat nicht aus der festen Zeit heraustritt, so auch das Pesach." Es folgt nun eine Discussion, die von keinem Interesse ist. — Achtet man nun daraus, daß es in Jerusalem keine Tradition für diesen Fall phis eingeweihet war, in denen die einzige höchste Ursache aller D ge, das Wesen aller Wesen keinen Namen hatte. Ein NaAen, so lehrten die Mysterien, ist ein Bedürfniß der Unterscheidung, wer aber einzig ist, hat keinen Namen nöthig, denn 'es ist keiner da, mit dem er verwechselt werden könnte. S. llb. Cap. 5, 18, die Anmerkung a). 4) -im nicht irri ist zu lesen. Die Buchstaben fallen in der Textessprüche öfter aus. gab, sondern daß man eines Beweises dazu bedurfte, und zwar eines Beweises, der aus doppelten Gründen nicht schlagend ist; ■ da erstens das Pesach, als Opfer, durchaus die Heiligkeit anderer Opfer nicht hattet, denn es war keine eigentliche Weihe mrr6 dabei, wie bei den übrigen; und zweitens das Tamid, zu welchem jeder Tag besonders verpflichtet war, nicht sowohl eine Verlegung ertrug, als das nur einmal vorkommende Pesach —; so sieht man deutlich, das die in der Mischna wahrscheinlich erst auf die Autorität des Babyloniers aufgestellte Ansicht durchaus nicht so unbezweifelbar war, als es den ersten Anschein hat. ~) Daß dieser Fall unbekannt werden konnte, scheint lheils von den damaligen Erschütterungen, welchen die Stadt und der Tcmpeldienst unterworfen war, theils von der Seltenheit, daß der 14. auf einen Sabbat fiel, herzurühren. Wenigstens ist bei der jetzigen Zeitrechnung der Juden, kein Fall seltener, als das Treffen des 14ten Nissan auf einen Sabbat; denn es verstreichen oft 20 Jahre, bis es sich wiederholt.3) Vielleicht hatte man es durch Einschaltungen oder Ausweisungen eines Tages bis zur Zeit der Söhne Batera's meist vermieden, was bei der Kalendereinrichtung der Juden aus verschiedenen Rücksichten und sehr leicht geschah. Setzen wir nun, daß das Pesachlamm, wenn der 14. ein Sabbat war, an diesem Tage nicht geschlachtet, sondern verlegt worden sei, so fragt sich, auf welchen Tag mochte man wahrscheinlich das Opfer verlegen? Auf den Sonntag unmöglich; denn dieser war der erste Festtag, und nach -bein bereits oben Bemerkten durste man an einem Feiertage keine Arbeit verrichten, die ihm m'chc ursprünglich angehörce; auch war es nöthig, daß die ungesäuerten Kuchen und bitteren Kräuter am ersten Festabende mit dem Opferlamme zusammen gegessen wurden. Also zurück auf den Freitag; allein dieser hatte, nach der aus Pesachim 5, 1, schon angeführten Mischna, an und für sich Inconvenienzen, die man wohl ertrug und ausglich wenn der 14. ursprünglich auf einen Freitag traf, die aber doch verhindern mochten, daß man auf ihn das Pesach verlegte. Am bequemsten also war die Verlegung auf den Donnerstag, den 12. Nissan. Hiermit trifft in anderen Hinsichten die Praxis der Juden zusammen. Die Fasten Ester, welches 1) Sebachim 5, & (56, b.) 2) In der Lhat behaupten einige Karaer, z. B. N. Iefet Halevy, das Pesachopfer habe den Sabbat nicht umstoßen können, sie verlegen die Opferung jedoch auf den Festabend selbst. — Iefet in s. Comment. zu 2 M. 12. (Ms. Leid.). — Hitzig (Ostern und Pfingsten) meint neuesten^, Ostern und Pfingsten seien immer auf einen Sonntag gefallen; von einer Verlegung in unserm Sinne kann alsdann keine Rede sein. Ohne jedoch in die Kirtik dieser Schrift besonders einzugehen, bemerken wir nur Folgendes. Für Pfingsten ist seine Ansicht schon längst durch die Karäer angenommen, was durch J b n-Esr a bekannt genug ist. Allein dadurch, daß er Ostern ebenfalls immer auf einen Sonntag fallen laßt, begreift man von Neuem die Stelle Joseph. XI Ii. 8, 4. nicht, und fragt unwillkürlich; woher wußte Josephus, daß der von Nicolaus angeführte Festtag Pfingsten, und nicht Ostern bedeute, bei welchem ja auch zwei Ruhetage sich folgen? — 3) So war von 1802 bis 1822 niemals das Fest an einem Sonntag; von 1832 an wird erst 1852 wieder das Fest auf einen Sonntag fallen, s. Peri Chadasch am Ende der Hilchot Rosch Chodesch. Es versteht sich, daß sich kein fester Schluß vom p^nn '2 by tenp auf den nwn '3 by cnp machen läßt. —