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Der Orient · 1841-03-20 · 12 (20.3.1841) · p. Spalte 175-176

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
12 (20.3.1841)
Article
Orientalia [Rezension]
Date
1841-03-20
Page
Spalte 175-176 (sequence 2)
Language
German
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175 Orientalia. Dr. F. Dernburg: Beitragz.jüd.Alterthumskunde. Lit.Ankündigungen. 176 auf 14 Uhr und 2* Uhr, well man sonst mit dem Pesachlamme zu spat hätte beginnen müssen. Da das Braten des Lammes erst Abends geschah, so war diese Zeit von ungefähr 3 Uhr zureichend. Fiel der -14/ Nisan auf den Freitag , wo man das Lamm auch noch bei Tage braten mußte, um durch diese Arbeit den Sabbat mit dem umbrechenden Abend nicht zu verletzen, so wurde das Schlachten des Tamidopfers schon um 12-^ Uhr, und das Opfern um Uhr verrichtet, und dann unmittelbar mit dem Pesach begonnen. Dies war der äußerste Punkt, auf welchen man ein Abendopfer verschieben konnte. x) Fiel der HDD mjj auf einen Sabbat, so heißt cs hiervon folgendermaßen: Diese Dinge, welche zum Opferlamme gehören, mögen ohne Rücksicht auf den Sabbat geschehen; man darf es schlachten, sein Blut sprengen, es ausweiden, u> s. w., aber nicht backen, wie überhaupt nichts thun, was auf den Abend verschoben werden könnte. -) Was hier so entschieden als erlaubt angegeben wird, muß es doch nach einer in der Gemara erzählten Begebenheit keineswegs gewesen sein, und Geschichten aus der früheren Zeit, in welchen sich dieWerfahrungsweise absichtslos und unverkünstelt oft im naivsten Gegensätze zum spater geltenden Gebrauche findet, sind für die Eruirung der alten Praxis am geeignetsten. Die Begebenheit, auf welche wir hier aufmerksam machen, findet sich in der Gemara zur letzt angeführten Mrfchna 3) in folgenden Worten: 1) Pesachim 5, 1. (58, a/> 2) Pesachim 6, 1. (65, d.) 3) Ibid. 66, a. bn rm nj>a .rmo 2212 nobyni ir n:£.v pan un nnn riDD dn lyp inrsty rora nnn1? ntcry njniN noo dn jnw din‘ tn ote nDN in1? dn nat^n n« rbyw cv' inx ,d“in inb nDN in1? dn natwi nx nnn rryw nnn nn? w m'm 1 m. 'ban baao vbw in1? dn nattn hn nnn nov dn jnn l^aaxt NN nniT-noan dn jnp nnN nta b hon b ixnp) NN nnw tn inx nD-a oi;nb nrax in1? dn natm natwi NN pnw njtjo üb rn d’dndd nann xbm natyn nyiia idnji rosa n;m nDNj jn1? nax j? |üd b nox njraa f)N rwn NN nnn nwo mx-i" nj>ia no -rana nal^n NN nnn nDD3 “ilDN'n. Die Rabbinen sagm: dieser (in der Mschna vorkommende) Beschluß war den Söhnen Batera's unbekannt. „ Ernst siel nämlich ver 14. Nisan auf eintn Samstag, da hatten sie vergessen und wußten nicht, ob das Pesachopfer den Sabbat umstoße, oder nicht. Sie sagten: ist Niemand da, der weiß, ob das Pesach den Sabbat mnstößt, oder nicht? Man antwortete ihnen: da ist ein Mann, der von Babylon heraufgekommen ist, Hilel der Babylonier heißt, und die zwei Großen der Zeit, Schemaja und Abtalion bedient hat; der weiß, ob das Pesach den Sabbat umstößt, oder nicht: Sie schickten, ließen ihn rufen, und sagten zu ihm: weißt du, ob das Pesach den Sabbat umstößt, oder nicht? Er erwiederte ihnen: haben wir denn nur ein Pesach im Jahre, welches den Sabbat uinstößt, haben wir doch mehr als 200 Pesachopfer (d. h. dem Pesach gleiche Opfer) welche den Sabbat umstoßen. (Fortsetzung folgt.) - Literarische Ankündigungen. Zn diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie''jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen.!>2] Bitte an die Verehrer Moses Mendelssohns. Moses Mmdelssohn's Werke werden nächstens in einer Gesammtausgabe bei F. A. Brockhaus in Leipzig herauskommen. In dieser Ausgabe sollen auch die einzelnen zum Lheil anonym in verschiedenen Zeitschriften erschienenen Aussätze, sowie mehre bisher noch ungedruckte Manuskripte des Verewigten gegeben werden. Ferner wird dieselbe eine philosophische Einleitung und eine Lebensbeschreibung Mendelssohn's enthalten, welche durch glaubwürdige Beiträge noch lebender Zeitgenossen vollständig gemacht werden soll. ^An alle Verehrer Moses Mendelssohns ergeht nun die ergebene Bitte: dem Unterzeichneten Sohne des Verewigten Alles, was sie harrdschmstlich von Moses Mendelssohn besitzen und zum Druck geeignet ist, sowie Alles, was ans seine Lebensbeschreibung Bezug hat und noch nicht allgemein bekannt sein möchte, bald gefälligst durch die Post oder Herrn F. A. Brockhaus rnitzutheilen. Der Unterzeichnete verspricht, die ihm anvertrauten Alttographa gewissenhaft zu bewahren und möglichst bald zurückzusenden. Berlin, im Febr. 1841. Joseph Mendelssohn. [33.] Berichtigungen. ‘ In meinen, Literattrrblact des Orients, Jahrgang 1840 erschienenen B emerkungen sind folgende smnstörende Druckfehler zu verbessern: S. 468 A. 13 v. u. fr. der L ht S. 469 Z. 6 v. o. st. durstigen l. dunstigen. S. 469 Z> 19 v. o. st. redlicher l. endlicher. S. 469 Z. 30 v. o. st. Weltalls l. Welt als. S. 517 Z. 7 v. u. st. aus l. auch. S. 519 Z. 4 v. o. st. vorwächsiges l. vorwüchsiges. S. 520 Z. 20 v. u. st. uns l. mnd. S. 520 Z. 3 v. u. st. der Infinitiv welcher l. daß die Partikel ND’N, welche. S. 727 Z. 21 v. o. st. Tirarisch l. ^ironische. S. 752 Z. 25 v. u. st. Resulution l. Refutation. S. 756 Z. 14 v. u. der Mann, der l. das Reitpferd, das. S.758 Z.8v. o. Consistenz l. Coen'stenz. > S. 779 Z. 18 v. o. st. gesegnet l. verehrt. Skreirika. Verlag von C. L. Fritz sch e. Druck von Z.'H. Nagel.

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