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Der Orient · 1841-03-13 · 11 (13.3.1841) · p. Spalte 155-156

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
11 (13.3.1841)
Article
Benseebs hebräisches Wörterbuch ... [Rezension]
Date
1841-03-13
Page
Spalte 155-156 (sequence 2)
Language
German
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155 'Benseeb's hebr. Wurzelschatz. Onentaiia. Neue lit. Erscheinung in Holland. 158 sich weiblich sind. Der Singular ]2ht, mit der gleichen Bedeutung von pN und vetwandt mit ^bn in 2p^n (Steinholz, Ebenholz) liegt hier zu Grunde, und der Dual bezeichnet nur „Doppelsteine" „Steinepaar"; noch wahrscheinlicher aber ist es, daß an den zwei Stellen DppK nur für (von }£& Rad, Scheibe) steht. Das/wird unter unrichtigerweise gestellt, was schon oben gerügt wurde; hier muß ich aber noch den Tadel erwähnen, daß gar keine Herleitung gegeben ist. Der Verbalstamm ist aber Ep, binden, umgürten, besten Wurzelsylbe ihre Detterschaft noch " Vr hat und in dem aramaischen "p? noch kennbarer ist. S. 5 a wird von pEK nach der im ganzen Werke gewöhnlichen unrichtigen Weise der Infinitiv als Thema hingestellt, und da wird p2£0 zu einem solchen Thema gestempelt, eine monströse Form ohne Analogie; aber selbst abgesehen von dieser Unrichtigkeit ist es doch höchst sonderbar, daß das Verbum, welches doch als erst vom Nomen pM abgeleitet erklärt wird, dennoch vor dem Nomen seinen Platz hat. In der Erklärung des sogenannten denominativen ringen, kämpfen, folgte Benseeb der allgemeinen Meinung, daß es von pM Staub herstamme, eigentlich „sich gegenseitig bestauben^ bedeute, welche Meinung auch Gesen ius noch in seiner neuesten Ausgabe des Schulwörterbuchs festgehalten; aber ungeachtet mancher Analogien im Griechischen und Arabischen ist diese Erklarungsweise, welche schon Menachem Jbn-Saruk und Jbn-Esra adoptirt haben, dennoch unrichtig. Zu dem Nomen pZJN bedeutet der Verbalstamm s„ v. a. ppE zerrieben, zerbröckelt sein, wofür allgemein-sprachliche Analogien vorhanden sind, während der Verbalstamm zu dem gebräuchlichen nur eine erweichte Form von p?N ist; es bedeutet . p?N demnach nne p?H: Umfallen, um fassen, daher in dem reflexiven Nifal: sich gegenseitig umfassen, umfalten, ringen. Die Anspielung auf das dort vorkommende pb?, das der Conciprent sich als aus p'2^ entstanden dachte, scheint die Veranlassung zur Wahl dieser erweichten Form gewesen zu sein, die vielleicht in der Volkssprache schon dagewesen sein' mag. S. 6* wird unter das Singular- Nomen GJK angeführt; aber es heißt weder D3K noch UM, wie Gesenius anführt, sondern DJK nach der Form ]I~p, ^23, daher die Pluralform wie Dp'ßp, Dem erwähnten Nomen werden zwei Bedeutungen vindicirt, nämlich a) Teich, Fluß; b) Schilfrohr; wie aber das Wort zu dieser Doppelbedeutung gekommen wird nicht nachgewiesen, da überhaupt nie ein Verbalstamm erklärt wird, wenn er blos in Derivaten vorkommt. Daß der Leser dieser Vernachlässigung wegen, die sich durch das ganze Werk in unwissenschaftlicher Konsequenz zieht, dann bei der Angabe der Bedeutungen in den Derivaten ganz verlassen ist, daran scheint Benseeb gar nicht gedacht zu haben, da die Wissenschaft der Sprache damals unter uns so unbekannt und verlassen war, daß kaum eine Ahnung derselben irgendwo auftauchte. Steht es doch selbst noch in unserer Zeit, wo es der Anregungen und der Hilfsmittel so viele giebt, mit dem Studium der Sprache unter uns so verlassen und schlecht, daß Luzzatto noch im neuesten Kerem Chewed (v. S. 50) den aller-* lächerlichsten Unsinn zum Besten geben konnte, daß der Verbalstamm fc&Hp (heilig sein) ein Compositum aus nip? „Feuerbrand" sei; und doch glaubt Luzzatto ein Grammatiker und ein ausgezeichneter Lexikograph zu sein! Dock um wieder auf UM zu kommen, so müßten die Bedeutungen des Verbalstammes in folgender Weise geordnet werden: 1) Dp, sich sammeln, zusammenfließen, mit dem Verbalstamme C3 verwandt und aus demselben weiter gebildet; daher MX c. pl. MppX/ Sammelört des Wassers, 8. v. a. nipp, dann Teich, welcher erquickt (Jes. 35, 7), also nicht Pfütze, wie Gesenius meint; ebenso sIMdt, daher ]lbjX H-IÖJ siedender Teich (Job. 41, 12). 2) MN 8. v. a. Dp5J sich krümmen, beugen, mit welchem auch MJ; gekrümmt, gebeugt, dah. traurig sein, verwandt ist. Daher MN Schilf, Rohr, das sich krümmt und beugt; das Schilf in den Teichen, welches beim Uebecsetzen dem Feinde hinderlich war, wurde gewöhnlich von Feinden angezündet; eben so |1MN, das sehr passend als Sinnbild des Niedrigen, der sich krümmt und beugt, gebraucht wird. S. 7 werden die zwei Nomina HnbN und?MN ganz unrichtig und ohne Beziehung zum Verbum erklärt, aber die zweite Bedeutung von ist s.-v. a. pN rollen, oder gerollt, rund sein, wie s. v. a. pj in den Lehnwörtern rTO und "p'p, wo ebenfalls das flüssige l in r übergegangen. Die Grundbedeutung von np2N ist also: Rolle, Schristrolle (wie in nbp), dann erst „Ediktschreiben, Brief; die von nnÜK, Beere, Kern, Bohne, als das kleinste Münzgewicht, ei'g. etwas Rundes, das sich walzt und rollt, daher dann: kleine Münze. Daß ^EpN in einem etymologischen Wörterbuche unter Mp s. v. a. Min und nicht unter “UN zu setzen sei, das haben wir bereits oben bemerkt. (Fortsetzung folgt.) Orieirtalia. Edentijbus T. Cr. J. Joyiil>olI 5 T. Roorda, H. £. Weijcis. Unter diesem allgemeinen Titel ist so eben zu Amsterdam der erste Band einer Sammlung von Aufsätzen über biblische und orientalische Literatur und über Alterthumskunde des Morgenlandes erschienen: nach der Verheißung der gelehrten Herausgeber, der Orientalisten T. G. I. JoynboU, T. Roorda und H. E. Weijerö, sollen auch bald noch

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