Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 11 (13.3.1841)
- Article
- Der große Prozeß gegen die Juden in Damaskus ... [Rezension]
- Date
- 1841-03-13
- Page
- Spalte 153-154 (sequence 2)
- Language
- German
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153 154 Lit. Ueb^ersichten. Benseeb's hebrv Wurzelschatz^ herausg. von Letteris. Gesetzes sich aufwarf, führt er den einen Theil seines Artikels in der Leipziger A. A. an; der schimpfende Mann läßt aber wohlberechnet den andern Theil aus, der die triftigsten Beweise enthält, die unser Gesetz: hinlänglich von Blutanklage reinigen, und weil es seiner Eeistestiefe gelang, seine Gegner zu Boden zu werfen, weil er sie mit Waffen schlug, von denen der Gelehrte an der Saale und noch viel weniger H. Jona ecwas weiß, wirft er ihm vor, als habe er einen Angriff gewagt auf das Chriflenthum. — So sucht er die Namen unserer achtbarsten Vertreter zu schänden und gleich einem falschen Propheten schnöde den Frieden zu stören, dessen sich der Israelit nach dieser blutigen Zeit der Finsterniß zu erfreuen Hatz er sucht den sicheren Sieg uns zu entreißen, den ein Gott der Liebe auf dem Grunde des Rechtes uns erkämpfen ließ. — Hat Christus wohl solche Apostel gemeint, das Evangelium zu predigen, die Fackel des Hasses und der Zwietracht in die friedlichen Hütten eines ohnehin noch gedrückten Volkes zu schleudern, das Einheit und Wahrheit in seinem Glauben tragt, dessen Gesetzgeber das Blut die Seele nennt? Wie ganz anders als H. Jona sprachen gegen diese gräßliche Beschuldigung der Katholik Veit und der Protestant N e a n d e r, die von der Welt die Säulen des>Christenthums genannt werden; wie eiferte ersterer öffentlich im Angesichte Gottes, an heiliger Stätte gegen diesen finsteren Wahn! Um so dreister ist es, neben solchen Männern von neuem aufzutreten, Citate au5 lügenhaften Werken abzuschreibm, um den Kampf des Jrrthums mit dem Glauben auf's Neue zu beginnen. — Die erbärmliche Schrift kann nur Mitleid mit dem Herausgeber einflößen, aber keine Entrüstung. Wie so viele Werke des Hasses tragt auch diese schon die Spuren des Moders und der Verwesung z ich glaube kaum, daß einer meiner Leser von diesem Werkchen ohne diese Anzeige etwas gewußt. Aber auch Leichen wollen bestattet sein, wenn sie nicht die Lebendigen beunruhigen sollen, und diese Anzeige soll auch für nicht mehr gelten, als ein ausgestellter Todtenschein. Unsterblichkeit und Leben hat nur die Liebs. Ph. 4) mntSM 12;x 1DD, oder hebräisch - deutsches und deutschhebräisches Wörterbuch über das alte Lestarnent von I. L. Bensew. Dritte Auflage. Vcrnreyrt und verbessert von M. Letterrs. Erster Theil: hebräischdeutsch. Wien, 1839 — 40. gr. 8. bei Franz Edlen, v. Sch mid und I. I. Busch. Erste Abtheilung 337Seiten; zweite Abtheilung 464 Seiten. ^Fortsetzung von Nr. 3.} Die Fehler und zahlreichen Gebrechen in Anlage und Anordnung dieses Wurzelschatzes konnte freilich Hr. Letteris nicht gut.ändern, wenn er nicht das ganze Werk neu hatte umacbeiten wollen; allein die Revision der Bedeutungen, der Etymologie u. s. w., nach den Fortschritten der hebräischen Sprachstudien in unfern Zeit hatten wir wohl mit Recht viel tiefer und gründlicher gewünscht, vorzüglich da sie dem Umfange des Werkes nicht geschadet. Es hat etwas Unheimliches und Unerquickliches, in einem neuen so schön ausgestatteten Werke veraltete, langst antiquirte, überwiesen falsche Erklärungen zu finden, als waren die Forschungen der letzten Jahrzehnten gar nicht dagewesen, als waren Adelung und Michaelis noch immer, wie im vorigen Jahrhundert, die' einzigen Gewährsmänner, und als wäre für Berichtigung der Grammatik gar nichts geschehen. Doch ich will den allgemeinen Tadel verlassen, den vielleicht am Ende blos die Umstände und nicht irgend eine Persönlichkeit verschuldet, die Bemerkungen hingegen über einzelne Erklärungen und Etymologien, die, wenn sie auch das Gegebene bestreiten, doch als Bemerkungen schon dem Leser gewiß nicht unwillkommen sein dürften. S. 1a wird .2ft als oder Adjectiv „frisch, grün" aufgefaßt, aber diese Form ist nicht adjektivisch und keinLexicograph hält auch das Wort für ein Adjectiv z noch weniger kann jemand 2.K von dem Aramäischen rP2jK ableiten wollen, da dort bekanntlich der Absolutivus ebenfalls 2K ist, und nur vor Suffixen das compensirende Nun eingeschaltet wird. Der Verbalstamm, der hier, wie immer wenn ec nur in seinen Lehnwörtern lebt, nicht erklärt wird (was zu den allgemeinen Fehlern dieses Buches gehört), ist 22N in der Bedeutung blühen, grünen, wovon das Targum noch das Pael 22<s' und dessen Abschattung 2rpn im Gebrauche hat. — Das. wird 12N auch als transitives Verbum ausgestellt (NH1*), was aber durchaus unrichtig ist, der Grundbegriff liegt auch nicht in dem Verloren sein, wie Benseeb meint, sondern in dem Vereinsamtsein oder vielmehr in dem Abgesondertsein, da es innig mit 12 zusammenhangt. Auch hatte die Bemerkung nicht fehlen sollen, daß von dem Fut. 12*0 die Pausa lform 12^ ist, eine Bemerkung , die freilich auch Gesenius in seinem neuesten Wörtecbuche übergangen. S. 2 a wird 12N als Toar erklärt, obgleich es Num. 24, 20. 24 entschieden ein Nomen ist; ja die zweite Stelle steht nicht einmal citirt. In dem Ketib ni2K (S. 2*>) Spr. 21, 20 hatte die Endung Pi“ erklärt werden sollen, nämlich daß sie nur eine Variation von ist. S. 3 a steht i2ft unter n~tt> es liegt aber entschieden gar kein Dorbalstamm ihm zu Grunde, sondern hängt mit 1 zusammen. Das. 3'U soll nrON für n}£X (nnj?2) stehen, aber PMX ist ein Unding, eine Form, für welche keine Analogie vorhanden ist. Das. wird ^2^ auch als transitiv aufgeführt, aber das ist es nie, wie ein Durchleftn sämmtlicher Stellen zeigt. ©.4 a wird DrpK als 127 INH!2l-2 bezeichnet, aber in dieser Bezeichnung liegen zwei Fehler; es ist erstens kein Adj., da es sich nicht von ^2dZ gebildet, also kein INT), zweitens nicht männlichen Geschlechts (12>), weil alle Duale schon an