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Der Orient · 1841-02-20 · 8 (20.2.1841) · p. Spalte 111-112

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
8 (20.2.1841)
Article
Das Wohnen in den Zelten
Date
1841-02-20
Page
Spalte 111-112 (sequence 2)
Language
German
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111 112 Das Wohnen in den Zelten. weiden konnte , am Sommer konnte er nordwärts in die ara- - maische Wüste ziehen. Jakob war auch ein Zeltenbewohner, non ihm sagt die heilige Schrift : Gen. e. 25 , v. 27 die Knaben wuchsen, Esau ward ein Iagdverstandiger und ein Feldman; Jakob aber ward ein frommer Mann, der in Zelten wohnte. Moses erwähnte in seinem Segen der Hütten, wenn er sagt: freue Dich Sebulun bei deinem Auszuge, und du Jissachar in deinen Hütten. Die Keniter führten eine solche Lebensweise. Heber, der Keniter, von den Nachkommen Chobabs,! der Moses Schwiegervater war, hatte sich von den übrigen | Keniten getrennt und sein Zelt in dem Haine der bei Zanaim I unweit bei Kedesch aufgeschlagen. Ebenso die Midianiter und Amalakiter. Wie uns im Buche der Richter erzählt wird: Wenn Israel ausgesäet hatte, vereinigten sich Midjan und Amalek und die Morgenländer, zogen über sie her, lagerten sich; um sie herum, verderbten die Landfrüchte bis gegen Asa hin und ließen keine Lebensmittel in Israel, weder Lamm, noch Ochs oder Esel. Denn mit ihrem Viehe, mit ihren Zelten zogen sie hinauf, kamen wie Heuschrecken so viel mit Kameelen ohne Zahl, das Land zu verheeren. Ebenso, finden wir eine Stelle in 2 Chro. 14, 14: Auch schlugen sie die Hütten des Viehes, und brachten Schafe in Menge und Kameele, und kamen wieder gen Jerusalem. Auch die Rechabiten wohnten unter Zelten, wie uns der Prophet Jirmiah berichtet. Im 25. Literarische Ankündigungen. Kapitel 6. lesen wir: Sie sprachen: nie werden wir Wein trinken, denn Jonadab, Sohn Rechab, unser Vater,-hat geboten uns, sprechend: nimmer sollt ihr Wein trinken, ihr und euere Söhne bis in Ewigkeit, und ein Haus sollt nimmer ihr bauen und Saat nicht säen , und Weinberg sollt ihr nicht pflanzen und nie soll einer euer sein, sondern in Zelten sollt ihr wohnen all eure Tage, damit ihr leben möget viele Jahre auf der Oberfläche des Erdreiches, wo ihr euch aufhaltet daselbst. Auch Herodot berichtet uns schon , daß die Indier Nomaden waren. L. 3 c. 98 sagt er: zov de %qvgov zovzov zov nollov oldlvdoe, dit ov zb ipfjytia zS ßccGi?Jc zd elgr^ievov hoilL^ovgi , ngoTtco zomde kzbcovzcu, eczi zr\g 'lvdcK?jg %cogi]g \iö vcgog rjliov dviö%ovza apd^oog’ zcov yciQ 7/Lieis id^tev, zcov Ycd 7tegi dzgev.eg zt leyezca, tzqcozoi itgog rt(o %ai tflcov dvazolag olysovoi dv&gccmcüv zcov ev zjj ’Aüicc ’lvdot. ’lvdcov ydg zo ngbg zrjv rjcS egi]f.LL?j iözl did tt\v -'ipdf.t^LQv, eozi de nolld ed'vect ’lvdobvy ucä ovy. ofiöcpovd öcpzaC %ai ol {i'ev ccv zcov v 0 {.1 ccö eg el 61: ol de ov, Aehnliches erfahren wir von diesem Geschichtsschreiber über die Androphagm. Im 4° Buche 0,. 106.: ’Avdgocpdyoc de dygccozczza Ttdvzcov av&gcoTtcov e%ov6t, rj&ecc, ovze dlv.rtv vo^iiQovzeg, ovzs v6(.mo ovöevl ^Eto/xEvol v 0 (.l cc 8 e g dt eia 1, (Beschluß folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [20.] □ ’DU'n ntibin oder Lehrbuch der astronomischen und optischen Wissenschaften, sowie die Sonn- und Mondberechnungen und deren Finsternisse. Nach dm neuesten astronomischen Untersuchungen bearbeitet mit 2 Kupfertafeln und 12 astronomischen Tafeln, von Chajim Selig Slonimski. 8. Preis 20 Gr. Dieses gelehrte Werk, von welchem der sel. Nachm a n Krochmal in Brody, Abraha m Jakob Stern und Jakob Tugend hold in Warschau mit großer Begeisterung gesprochen, und in welchem auch das Sendschreiben R a pap ort"s. sich besinbet, ist gewiß das trefflichste, was auf eiesem Gebiete in der Neuzeit erschienen ist. Am Schluffe giebt der Verfasser eine Abhandlung über die Tekufot, wobei die jüdischen Schriften, wie Sefer Ha-Jbbur des Abraham Ha-Nasi, Jesod Olam des Isaak Jisraeli, Kidusch Ha-Cyodesch des Maimuni, Techunat ha- Schamajim des Rafael Hannover, Schebile de- R e k r a des E l i j a h u H e ch i m Rücksicht genommen wird. Heinrich Franke. [21.] Bei mir ist zu haben: Die Fe§ach»Hag*ada oder Erzählung von Jsrael's Auszug aus Mizrajim, nebst Einl-eirung über Bestimmung und Gesetze des Festes, genannt Äteres Z9wt» entnommen aus dem Werke: ChoDew von Samson Raphael Hirsch, Großherzogl. Oldenburg. Landesrabbiner, m i t d e m Commentar Abudrham's und deutscherUebersetzung. In 8. Preis 8 Sgc. Wall stein, im Januar 1841. Alexande r 'sche Commissionsbuchhandrung, auch in Frankfurt a. L. während der Meßzeit. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.

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