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Der Orient · 1841-01-16 · 3 (15.1.1841) · p. Spalte 33-34

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
3 (15.1.1841)
Article
Ma'amar iggeret biqqoret. Kritische Bemerkungen ... [Rezension]
Date
1841-01-16
Page
Spalte 33-34 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatt -es Orients. - Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Mrrawr. M 3. Leipzig, den 15. Januar 1841. Liter arische Ue be rsi cht en: Kritische Bemerkungen rmd Berichtigung über Targumim und Midraschim von Hirsch Chajas. — Einfluß des physischen Menschen auf den historischen. — Literarische Ankündigungen. Bemerkungen. Literarische Usbersichte«. 39) JTlpS rTÜtt ID&D* Kritische Bemerkungen und Berichtigungen, die Targumim und Midraschim betreffend. Von Hirsch Chajas, dem Kreisrabbinen in Zolkiew. Das. 1840. 4. (Fortsetzung von Nr. 48des Jahrgangs 1840.) Die Folgerungen, die wir aus den erwähnten letzten Ergebnissen ziehen, sind, daß diejenigen halachischen oder Hagadischen Bestimmungen, welche bei Maimuni in seinem Mischne Tora sich finden, ohne daß deren Quelle in den Talmuden und gekannten Schriften sich aufsinden laßt, aus der von Maimuni bekannten und uns verlornen Mechilta entnommen sein konnten, zumal wir jetzt allgemein wissen, daß dieser große Gelehrte mit einer unbeschreiblichen Gewissenhaftigkeit zu jedem Paragraphen seines Werkes eine traditionale Quelle hatte. Seine zahlreichen Commentatoren haben nicht nur diese Quelle übersehen, sondern sogar in der Regel nicht einmal aus die Stetten aufmerksam gemacht, zu den sich in unfern Schriften kein Nachweis geben läßt. So z. B. findet sich zu dem Satze (Deot hal. 6) b 'imw nnhy n^nm w mm *f?D bvj m ob rupb keine Quelle, eben so wenig zu dem Schlüsse daselbst, und doch wissen wir, daß er Nichts eigenmächtig hinstellte; dergleichen Stellen sind nach Jad, Schechita 2. Rozeach 2. 3., alle dergleichen haben wahrscheinlich ihren Quell in der verlornen Mechilta. Ein Beispiel namentlich, das ohnehin erwähnenswerth genug ist, schien mir vorzüglich dorther zu stammen, nämlich der Ausspruch Maimuni 's (Abot - Commentar c. 2): daß das Lernen der hebräischen Sprache (^np^i \wb ppb) zu den Geboten gezählt wird, für welches in unfern Schriften kein Beleg zu finden ist (denn der Äusspruch des Rabbi Meir j. Sabbat c. 1. sagt ganz was anderes). In seinem Sendschreiben Jgeret Teman, welches auch rilpn nnD genannt wird, sagt Maimuni: b rnöN. nny abr yrrn nwin pDnoD^ nj bh nbx nri, diesen Satz finde ich aber in keinem Talmud, und in keinem Midrasch. In dem achten Kapitel seiner acht Parakim, welche Abot einleiten, kommt der Satz vor: new nw:nn NNO p hm brn ddk 'V) dik 'zn bwüb wn wm ni'pn )b mm bin, nirgends ist aber eine Quelle für diesen Ausspruch zu finden. Auffallender finde ich dieses noch bei einem Aussprüche Maimuni's, der tief in die Bestimmung der 13 Glaubensartikel eingreift. In Jad (h. Teschuba c. 9. n. 2) sagt Maimuni, daß der Messias, obgleich ein großer Prophet, nach Moses der nächste sein wird (aber Moses keineswegs erreichen). Nach dieser Voraussetzung, wodurch sogar einerbestimmten Hagada (Jalkut Jesaja), wo es heißt wni nwibb mii d.tonö Di, widersprochen wird, hat Maimuni den Glaubensartikel bestimmt bbhnh ^'jnwn ^ynbüri uh mnn mr xbi nbrn, und wo konnte er anders solches hergeholt haben, als aus einer für uns bereits verlornen Mechilta? — Wir gehen nun zu denjenigen -Midraschin über, die mit Halacha beginnen und mit Hagada schließen, deren Zweck war, wie schon Nasch! sehr richtig sagt (Sabbat 301,) bec Menge die schwerfällige Halacha durch den Beischmack der Hagada beizubringen. Dergleichen Midraschim sind: 1) Jelemdenu, den man auch Tanchuma nennt; 2) Pesikta Rabbati; 3) Midrasch Rabba zu Deuteronom, der großentheils aus dem Tanchuma entnommen ist, und der gemeinschaftliche Namen für alle ist bN*w» pN rwtiD. Aehnliche Arbei- 3

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