Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 52 (26.12.1840)
- Article
- Rabbi Jizchak. Jizchaki. Jizchak ben Jasus
- Date
- 1840-12-26
- Page
- 808 (sequence 2)
- Language
- German
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ous» beweisen, daß seine Erläuterung keine grammatische war. Und vollends von 10 grammatischen Büchern kann dort gar keine Rede sein, da nicht einmal eines einzigen gedacht wird. Jbn- Esra konnte übrigens an zehn grammatischen Büchern unseres Iizchak gar nicht gedacht haben, denn er würde sonst in der Aufzählung der Grammatiker und der Anzahl ihrer Werke in seinem M o s n a j i m (Ans.), wo er doch eines Saadja gedenkt, ihn nicht übergangen haben. So viel wir aus JE. wissen, hat einen Commentar ju fast allen Schriften der Bibel verfaßt, worin ohne Beziehung auf den synagogalen Glauben die Schrift mit großer Kritik behandelt wurde, und die herbsten Ausdrücke werden zu seiner Brandmarkung nicht geschont, z. B. TOM iT)D “Dl Hos. 1, 1; D'HDDS fDlDfi DI das.; binnen PNL' nya fXDU Job. 42, 16. u. s. w. wie sie Dr. Gabriel Lippmann in dem Commentar zu dem herausgegebenen Safa Berura (S. 9) zusammengestellt. Dieser Schrifccommentar war grammatisch gehalten (pHjTD Dan. 1), weswegen er ihn auch einmal p^ipIDH nennt (Zach ot 72 a), wo aber der gerügte Gegenstand schon hinlänglich zeigt, daß von keiner Grammatik die Rede ist; auch weist *?nu &!T>DD (Dan.) schon genugsam dahin, daß hier von einem Exegeten gesprochen wird. Unbedeutend wäre aber dieser Schrrstcommenrar gewiß nicht, da JE. selbst ihn trotz des grimmigen Tadels TCtf "iDD (Ps. 77, 3) und den.Verfasser 2HDD (Dan. Anf.) nennt, wie Dr. Lippmann irrthümlich an der citirten Stelle meint. Bon dem Nab Iizchak der Vorrede wird aber eines solchen Commcntars nicht gedacht, auch würde JE. sich nicht so widersprochen haben, denselben Gelehrten, welchen er zu den Großen und nnWl **DD3n zählt, mit solchen furchtbaren Schmähungen zu bezeichnen. — Diesen geschmäheten Jizchaki hält Dr. Lippmann für identisch mit dem Grammatiker Jizchakben Jasus aus Toledo (IWDD nbw'b« Mosnaj. Anf.), dessen Grammatik O'emn D3D er im Mofnajim (Anf.) gedenkt und das Werk sein soll, welches JE» in seinem Commentare so bitter schmäht. Allein abgesehen davon, daß, wie schon Dr. Carmoly sagt, Jbn-Esra den Ben-Ja.sus immer sehr lobend erwähnt, ist schon die Identität deshalb unmöglich, weil bei nur von einem Commentar aber nicht von einer Grammatik die Rede ist. Ueber die Meinung -es Verfassers von Zofnat Paaneach, der Dr. Lippmann, ohne davon Kenntniß zu haben, beipflichtet, werde ich im zweiten Artikel über dasselbe Thema sprechen. k Nach dieser Auseinandersetzung müßten wir in einer Literär- Geschichte einzeichnen: 1) Rabbi Iizchak in dem maurischen Spanien, unter den höchsten Gelehrten der Jeschibot, ungefähr mit Saadja und Samuel ben Chofni gleichgroß und gleichzeitig. Dieser hat zwei Werke über die Schöpstmgswoche geschrieben, die mannigfache wissenschaftliche Elemente verarbeiteten. 2) Jizchaki, ein freisinniger aber auch ausschweifendrationalistischer Gelehrter Spaniens, der vor Jbn-Esra gelebt. Er schrieb ein Commentar zu -er Schrift, in welchem sich hundert eigenmächtige Verbesserungen des rccipirten Textes 810 neben andern der kühnsten Meinungen über Abfassung, über den Charakter der althebräischen Prophetie sich gefunden (Sasa Berura 9b; Zachot 72a Ex. 19, 12. Gn. 36, 30. 31. Hos. Anf. Job. Ende; Dan. 1, 1. Ps. 77, 3 Sef. ha-Schern 3 6) und eben dieser Kühnheit wegen wurde er von Jbn-Esra fast fanatisch verhöhnt. 3) Iizchak ben Jasus aus Toledo, dessen Commentar zur Schrift JE. lobend citirtunddermitden zwei vorigen verwechselt wurde. Dieser schrieb auch eine Grammatik, unter dem Titel Sefer ha-Zerusim, welche JE. im Mosnajim unter den uralten Grammatiken mit aufzahlt. II. Poetische Mitth eilurrgerr V01Ä Dr. C a r m o l y. LS. Aus einer Chronik der morgenländischen Könige in hebräischer Sprache: - birfria nxn ibotß : x'2b 00 ios irnba rnw . * Tex Dtp'b nx? dx ib neijja bxV : ox bnx p xb ib “idxj NA 16, Rathselgedicht von dem Dichter Isaak I b n - A l ch a d ib auf einen Namen: - b-ixtj' X-nni xbw bxp'r nW Dpn : Dj nnnxD pitx i2 isioi itp'xn ^piDD XLYD inw niyyp Np : njp dji n'p!P bxLÄ nefx D^n 17. Ein Epigramm von demselben auf einen Bibliomanen, welches sich in “)D1D HJOD (Offenbacher Ausgabe) S. 7, 6. findet. ♦ ONDY2 X*))p) 2U/V : D'nnnn jinnss |'2j xbi nn^o ]ipj nissx nsx ibs : D'nnx wbpx'ij Dyn xwi 18. Jbn - Esra trat ein in eine Synagoge; ein reicher, aufgeputzter Idiot stand aus zu großem Stolze nicht einmal vor ihm auf, da schrieb er nieder folgendes Distichon: ' Dp-a Qppb ' ysuh? : Dp xbi y? xb) ' inixa iriiüö i». Ein Dichter, der dabei war, schrieb ihm sofort darunter: : DNODb?>nib^2 'NX ' Dbin lyr? WT xb dx : Dy^ D'tTo Tjnn i3 fflpb ' ibpj xb '3 T]b nn? bx Lir. 2inaiecten. Poenicye Mlttyeuungen von L>r. Carmoly.