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Der Orient · 1840-12-26 · 52 (26.12.1840) · p. 806

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
52 (26.12.1840)
Article
Perlen des Orients und Kernsprüche der Väter ... [Rezension]
Date
1840-12-26
Page
806 (sequence 2)
Language
German
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8U8 807 Lit. Analekten. Radvl Lizcyak, Nzcyakl, Mza-ak ven ^safus. Trag', sind die Leut', Hehr ist das Ziel; Und der Hausherr,' gar behände, Dringt auf's Ende. S. 21. §. 8: Rabbi Elafar aus Bartota sagte: Dem Ew'gen gieb von dem, was dein, Denn, was du bist und hast, ist sein. So spricht der Psalmist sich aus: ' Sich, Alles kommt uns nur von dir, Dir von dem deinen spenden wir. S. 22. §. 11: Geht die Gottesfurcht voran, So besteht die Weisheit dann; Geht nicht Gottesfurcht vorher, Ist die Weisheit fruchtlos, leer. tz. 12. Reift das Wissen frisch zur That, So gedeiht der Weisheit Saat; Bleibt das Wissen Theorie, So gedeiht die Weisheit nie. 8. 13. Der beliebt, geschätzt bei Allen, Hat bei Gott auch Wohlgefallen; Und der Gottheit auch mißfällt, Der mißachtet bei der Welt. §. 14. . Morgenschlaf und Mittagswein, Kindersplel und Plebsverein, Bringen eben uns ums Leben. Doch wir müßten fast das ganze Merkchen abfchreiben, wenn wir alle seine Schönheiten hier mittheilen wollten. Wir haben zu seiner Empfehlung nichts weiter anzuführen, und wünschen, daß es in Aller Hände kommen wöge. Schlüßlich drängt sich uns noch der Gedanke auf, daß es eine gar verdienstliche Arbeit wäre, aus solchen und ähnlichen Sprüchen, vielleicht hier und dort noch mehr dem Faffungsvermögen der Kinder angepaßt, ein Spruchbuch für die Jugend zurecht zu machen, um das willige Gedachtniß der Kleinen mit Lehren auszustatten, welche ihnen spater auf dem Wege durchs Leben oft zu statten kommen würden. Literarische Analekten. I. Rabbi Iizchak. Jizchaki. Iizchak beu Jasns. a. In dem geistreichen und witzigen Vorworte git seinem Pentateuch - Commentar gedenkt Jbn-Esra eines pW 33, welcher Werke über die Erzählung der sechs Schöpfungstage | geschrieben, die der Breite wegen auch nicht einmal vollendet wurden. Aus seiner kurzen satyrischen Beschreibung dieser zwei Werke (QNQV ersieht man deutlich, daß er nach der Meinung Ibn-Esra's nur darin gefehlt habe, fremdartige wissenschaftliche Themata an Schriftversen geknüpft darin verwebt zu haben. Da wir diese zwei Werke nicht mehr besitzen , so können wir freilich nicht mehr wissen, wie viele von den satyrischen Worten I b n-E s r a 's seinem Eigensinne und seiner Parteilichkeit zuzumessen seien; jedenfalls scheint dieserRabbiIizchak eine sehr bedeutsame Persönlichkeit gewesen zu sein und Jbn- Esra selbst als solche gegolten zu haben, obgleich er dessen Weise zu exegetisiren mißbilligt; denn erstens zählt er ihn zu den und zu den n'bttyßw' nri?D3 nnwi MN, welches bei einer Nichtachtung wohl schwerlich der Fall gewesen sein würde, zweitens wird er neben Sa ad ja und Samuel ben Chofnr erwähnt, und als einerlei System mit ihnen befolgend dargestellt, ja ihnen noch sogar vorgezogen. Wir wissen aber aus der Literaturgeschichte hinlänglich, welche Stellung in derselben Sacrdja Fajumi und Samuel ben Chofni einnehmen, und wir würden gewiß die Kritik nicht verletzen, wenn wir dem erwähnten I i z ch a k einen gleichen Rang zuschreiben. Wenn also IE. zu Gn. 36, 30 eines Jizchaki TOD3 30N') citirt, der Qan& nach der Weise der jetzigen rationalistisch-kritischen Bibelforscher manche Kapitel der Tora für eingeschoben zur Zeit Iehoschofats erklärte, und über denselben das harte Urtheil rplm"? W 11ÖD) fällt, oder ihn mit den Worten verspottet und verhöhnt b'D pW &3p OH )b pW JJDIttfn, so wird schwerlich einer glauben, daß. dieser derselbe pW 3") sei, desseir wir eben gedachten. Denn Jbn- Esra nennt den letztem ''pW, den erstem hingegen pW 33; Jizchaki scheint nach dem Citat sein Werk über die ganze Bibel während von Rab Iizchak nur der zwei Werke über die Relation der sechs Schöpsungsrage gedacht werden; übrigens wird pW 33!n der erwähnten Vorrede viel zu hoch gestellt, als daß er mit Jizchaki, den er anderswo (Job. 42,; 16) ^3,3O»3 nennt, identisicirt werden könnte« Ich begreift nicht, wie man beide als identisch voraussetzen konnte. In den Annalen (no. 22) sagt Hr. Dr. Carmoly, daß Iizchak (nach JE. zu Dan. Ans.) zehn grammatische Bücher verfaßt habe; allem an der betreffenden Stelle wird weder eines Iizchak noch der Zahl zehn gedacht, und wahrscheinlich ist es nur Schuld des Uebersetzers, in der litt Mittheilung des Dr. C., eine solche Ungenauigkeit gebracht zu haben. Die betreffende Stelle in dem Daniel-Commentar (Ans.) lautet nämlich! D’IDD rrß NlDl TIÖD3 H’H bi“! CTiÖDI “iDNI tn’DI PNP-0 d. i. ein großer Exeget war in Spanien, der die (heiligen) Schriften grammatisch erläuterte und sagte, daß Zidkijahu für Iehojakrm stehe u. s. w., woraus der bittere Schluß folgt: m tiy.WDHD DD 3DW1), ferner: DVl’pN '">21 “pi? ’njrr K1? )h 31D) D'TU — Freilich wird jeder Forscher einstimmen, daß „der große Exeget in Spanien" Jizchaki ist, aber gewiß nicht R. Iizchak, da doch gerade die zwei Werke über Gn. 1 doch wohl hinlänglich

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