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Der Orient · 1840-12-05 · 49 (5.12.1840) · p. 758

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
49 (5.12.1840)
Article
Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
Date
1840-12-05
Page
758 (sequence 2)
Language
German
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qovmu. w ^uw«wu-|u;wi xjivm v*s&crai«:«* &>v* ^crrmott): uoer juo. ^-eleyrte der Provence. 760 Jahre später mit stoischem Gleichmuth die Beschimpfung eines Zeloten ertrug, der beim Anhören dieser Uebersetzung aus dem Munde eines Talmud-Tora-Schülers ganz entrüstet ausrief: Pitz Kazora (si donc) der Ewige; und jetzt nachdem ich — wenigstens dem Alter nach *— schon ganz herangereist bin, muß ich die tapfer bewahrte Verbesserung als eine Verschlimmerung deeretiren sehen! Vielleicht wird der scherzende Ausfall an dieser Stelle als lästerliche Leichtfertigkeit erscheinen; mir erscheint es gerade der grübelnde Ernst, der sich der Heiligkeit des Gegenstandes angemessen, oder nur seiner Tiefe gewachsen dünkt. Wenn nach Salomo ns Uebersetzung mit dem Anfang der heiligen Bücher der nur als Gott communis die Welt erschaffen hat, im Deuteronom aber derselbe sich zum allhöchsten einzigen Gott aufschwingt (vergl. Gen. 1 mit Deut. 4, 32. u. f.), so liegt auch hierin eine große Wahrheit. Doch ich sehe mich in Versuchung, den Gegenstand weitläufiger besprechen zu wollen, als ich mich geeignet fühle. Genug, so weit der Glaube an den einzigen Gott in seiner heiligen Reinheit verbreitet ist, nue in der Lehre Mösts allein liegt der Grund dieser Verbreitung. (Fortsetzung folgt.) Literarische Analekterr. Aebeu einige jüdische Gelehrte der Provence, von Dr, Car mo ly. 8. Mosche bar Joses Narbonni, Bruder des Iizchak (n. 5) und Zeügenosse des To bi ja bar Mosche, Abraham Ab-Bet-Din (n.3), Meschullam bar Natan, Mosche bar Todros, Meir bar Jakob, denn alle diese Gelehrte unterschrieben sich bei der Entscheidung über die Frage: ob in Ermangelung einer Gesetzrolle aus einem gewöhnlichen Chumasch vorgelesen werden dürste, welches Gutachten sich in der Sendschreiben-Sammlung Maimuni's (Jgrot Ha-Rambam), in dem Werke Orchot CH aji m und im Kol-Bo findet. Der schon oft erwähnte Meiri fHWDn) erwähnt seiner unter den ältesten und vornehmsten jüdischen Gelehrten der Provence und seine Worte lauten: M NttN Dmritt pi Niou pp? -o NlM ins m ’Dipj) nbw ’brü Ä n^D '“i mm wimJD ma ax ditok '? mn Nin üypniy 'Dinna nsw nmm Vate apjr m, d. i. und auch nach diesen rtufgezählten (nach R. Gerschon, dem Men, nach R. Jakob bar Jakar, R. Levi, dem Men, die in Frankreich blüheten) waren in diesem Lande (in der Provence) noch andere ausgezeichnete und berühmte Männer, wie z» B. Mosche bar Josef aus Narbonne, Abraham (n. 3), Meschullam bar Jakob aus Lunel. Den hier erwähnten Mosche gedenket der berühmte S e ra ch j a h a - L e w i in seinem S e fe r h a - M a o r (in den Traktaten Sota und Chulln), ferner der Verfasser des Sefer Ha-Terumot (Pf. 12. §. 2 und 5) und auch in Schibole Ha-Leket 11. und in der Sammlung der Gutachten des David ben Simra (§. 303) wird dieses Gelehrten gedacht. Siehe Schem Ha-Gedolim des Asulai II. Bst. 3. §. 33. —- 9. Meschullam bar Jakob aus Lunel, dessen wir tu der vorigen Nummer gedacht. Es ist derselbe ausgezeichnete proven?alische, gelehrte Meschullam, auf dessen Veranlassung Iehuda Jbn-Tibbon das berühmte Werk (Chobat ha- Lebabot) des B echaji ins Hebräische übertragen und dem er in seiner Einleitung ein so schönes Denkmal gesetzt hat. Die Stelle in erwähnter Einleitung lautet in der wortgetreuen Uebersetzung: „Auch in den christlichen Landen (den maurischen Landen gegenüber) hat die Morgenröthe (Wissenschaft) meines Volkes eine schirmende Zufluchtstätte gefunden; es waren auch unter ihnen ruhmreiche Gelehrte seit der frühesten Zeit, so wohl in der Wissenschaft der Bibel als auch in der des Talmuds, nur haben sie sich mit außerjüdischer Wissenschaft nicht befaßt, theils weil sie ihre Arbeit der Tora allein zmvandten, (Heils weil sie in ihrem Lande keine wissenschaftlichen Werke vorfanden, die sie hätten anregen sollen. Da erschien endlich in ihrer Mitte der große Rabbi und gelehrte Meschullam, Sohn des Rabbi Jakob, ein Mann mit durchsichtig-klarem Verstände, der, obgleich dem Gesetze seines Gottes vorzüglich anhängend, dennoch die Wissenschaften nicht minder liebte. Mit Sehnsucht strebte er, jene wissenschaftlichen Schriften sich eigen zu machen, die von den Großen anderer Länder abgefaßt wurden; er sammelte emsig und übersetzte exegetische, grammatische, dogmatische poetische und andere Schriften bet: Gelrhrten und in der Spruchpoesie und in der Ethik (nach Pforten getheilt) hat er sogar Einiges geleistet, was der besten Anerkennung werth war rc." Als Binjamin de Tudela durch Narbonne reifete, war Meschullam bereits gestorben, wie man aus seinen Masaot ersieht. — 10. Meschullam bar Mosche ben Iehuda aus Veziers hat vermehrt und ergänzt die Halachot des Alfasi, welche Vermehrung er 1DD nannte, wie nWDH berichtet. Der Verfasser des Schaare Zion erzählt von ihm: Rabbi Meschulam ben Mosche hat das Sefer ha-Haschlama verfaßt, nur sagt er nicht, daß er aus Veziers warwas übrigens Gedalja Jbn Jechija ausgelassen haben kann. Dieses Werk ist noch handschriftlich vorhanden und Asulai (Schem ha-Gedolim 1. Buchst, n §. 9) bezeugt, daß er einen Theil davon handschriftlich gesehen, nur wundert er sich daselbst über den Verfasser des Bet Josef, welcher Orach Chajim §. 153 sagt: „im Buche Orchot Chajim heißt es im Namen des Verfassers des Sefer Ha-Haschlema ganz so wie Meschullam gesagt" woraus eine Verschiedenheit hervorleuchtet; aber es ist auch möglich, daß dort ein anderer Meschullam verstanden wird. —

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