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Der Orient · 1840-11-28 · 48 (28.11.1840) · p. 743

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
48 (28.11.1840)
Article
Ma'amar iggeret biqqoret. Kritische Bemerkungen ... [Rezension]
Date
1840-11-28
Page
743 (sequence 2)
Language
German
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Cb/*VIVV (C'tWt*'4' 1l. ovu-y ovuvtvyuHUUü V<1 JUU|. L/reuglonstet)ve. 744 (pmi na^on Nnna). Zn allen diesen Werken finden sich überlieferte Halacha's, hergelcitet aus der Schrift nach den bekannten logischen Regeln (nno), so wie Hagada's, gestützt an Schciftversen mit Anziehung der überlieferten Geschichte. Ein Theil dieser Barajta's sind viel alter als die Mischna, ein anderer Theil ist spater entstanden und hilft zugleich die Gegenstände der Mischna erläutern; alle aber sind Erzeugnisse berühmter Lehrer Palästinas, oder der sogenannten Tana im, und unter a’Jn oder ]32“1 M werden sämmtliche Barajta's im Talmud citirt. Außer den erwähnten palästinischen Barajta's gab es auch noch andere, die im Strome der Zeiten untergegangen sind, wie z. B. die großen Barajra's des Bar-Kappara, die in Midrasch Rabba, Ende Kohelet, erwähnt werden. Auch die Babylonier hatten ihre uralten, großen Barajta's, obgleich das Gesetzstudium dort erst mit Rab begonnen, wie aus dem trefflichen Schreiben des berühmten ■ Gaon Scherira, das im Zuchasin abgedruckt ist, deutlich zu ersehen ist. Die betreffende Stelle Scherira's lautet: lim (^mi) anin pmi min ins nun am anmnö nn jürn npn prn anmnm »rcro min psnmö nnr^ mm an:n h 11m anmDimi Prnn^ ’m^ntm jn noa bPni nPi^ rm nna pbn nni rrpin' h pna p inmmipm ‘pani/m paP Prno nP>* jpin i'aa pm n nrm pnpo nn anmna irnn. Solche uralte babylonische Barajta's werden im jerus. Talmud unter pn (wie z. B. Baba Mezia, Anfang, vergl. b. Kiduschin 65d. Ueber pN vergl. j. Rösch Ha- Schana 6. 1 |HMlpn$ Makkot e. 1* pm pm, wo immer Babel verstanden wird, so wie umgekehrt im b. Talmud Palästina mit dem Namen pH belegt wird, Beza 4b Horaj. Ende) citirt. Ueberhaupt werden im Talmud immer b.- Barajta's, sei es halachische oder hagadische-, citirt, wenn Aussprüche eines Amora durch fron NrvoriftS unterstützt oder widerlegt werden. — Es wurde bereits eben daran erinnert, daß Maimuni einer Mechilta gedenkt, die von Ex. 12 begonnen und dann den ganzen Pentateuch umfaßt haben soll; bevor wir aber dem Maimunischen Aussprüche gemäß an eine Existenz einer solchen Mechilta glauben, müssen wir dm nackten Ausspruch verlassen und uns nach Beispielen Umsehen, wo Stellen der scheinbar nicht existirenden Mechilta citirt werden. Dergleichen Stellen finden sich bei Maimuni in seinem Sefer Ha-Mizwot, wo bei^O. 22. 31. .73. 92 und 72. 105. 292 Stellen aus einer Mechilta zu Numeri citirt werden, worüber wir heute gar keines Mechilta besitzen. Die Stellen, welche er aber zu!D 22 und 73, zu 72 als aus der Mechilta citirt, finden wir im Jalkut zu Numeri (prri°. Naso, Korach) als aus Sifri Sutti entnommen erwähnt, woraus es nun offenbar und klar wird, daß dasjenige Werk, welches Maimuni unter dem Namen Mechilta erwähnt, eigentlich Sifri Sutti ist, welches freilich ebenfalls wie so viele alte Werke verloren gegangen. Bergt. Kesef Mischna zu Hil. Teschuba I. 1 mit Vo 73. und Jalkut, Naso — Daß Maimuni das Sifri Sutti, welches er Mechilta nennt, stark benutzt habe, hat schon erwähnter Kesef Mischna (zu Hil. Para e. 1. Hil. Tumat Met c. .1) oft nachgewiesen. Höchst wahrscheinlich hatte Maimuni ein Sifri Sutti zu allen vier letzten Büchern des Pentateuch, obgleich ich nur das zu Numeri citirt finde, denn anders ließe sich die oben erwähnte Stelle in der Einleitung zu Mischne Tora nicht verstehen. — Wenn sich aber auch, aus Maimuni nicht beweisen läßt, daß die Mechilta über alle vier letzte Bücher des Pentateuch sich erstreckt habe, so ist doch so viel gewiß, daß selbst zum Exod die Mechilta viel reichhaltiger und ausführlicher vorhanden gewesen sein mußte. Raschi citirt zu Ex. 32, 27 eine Mechilta, die nicht mehr vorhanden ist, aber wie man aus Jalkut zu der Stelle ersteht, durchaus darin gestanden haben muß. (Fortsetzung folgt.) 41) DirP rvn^. — Katechismus der mosaischen Religionslehre von Dr. E. Kley. — Dritte völlig umgearbeitete Auflage. Leipzig, Verlag von Heinrich Franke. 1840. Ref. muß gestehen, daß ihm die Anzeige genannten Werkes hohes Vergnügen bereitet hat. Aus jedem Blatte leuchtet uns der klare, einige Geist seines würdigen Verfassers hervor, und schon die Vorrede ist ein Spiegelbild dieses reinen, ungetrübten, mit der Welt und Gott einigen Geistes. Es läßt sich auch in dem Ganzen eine Sicherheit, ein Takt erwarten, welcher sich unwillkürlich dem Leser mittheilt, so daß der würdige Mann schon durch die Zuversicht überzeugt, mit welcher er in dem vorliegenden Buche seinen Glauben bekennt. Doch es sind "die einzelnen Sätze auch auf so viel Vernunft, auf so viel menschliches Interesse gebaut, daß die Entwicklung des ganzen Gedankenganges auf eine höchst einleuchtende Weise vorschreitet. So wird selbst derjenige befriedigt, der sich mit der Anordnung des Hrn. Verfassers vielleicht nicht ganz vertragen dürste. Ref. selbst ist mit dieser Anordnung nicht ganz zufrieden. Das ganze Buch zerfällt in zehn coordinirte Abschnitte, die vor dem Richterstuhle der Logik nicht auf diese Weise neben einander gelesen werden dürsten. Der erste Abschnitt ist Einleitung, er behandelt die Religion im Allgemeinen. Hier, wo diese Stelle als Einleitung hätte bezeichnet werden müssen, handelt nun der Verfasser das ganze Verhältniß des göttlichen Wesens zu seinen Geschöpfen, insbesondere aber zur Menschheit, und umgekehrt, so ausführlich, so ideal und mit Rücksicht auf jüdische Verhältnisse ab, daß dieser erste Abschnitt kaum den Namen einer allgemeinen Einleitung beanspruchen kann und an gar vielen Stellen namentlich mit dem dritten Abschnitte

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