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Der Orient · 1840-11-21 · 47 (21.11.1840) · p. 726

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
47 (21.11.1840)
Article
Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
Date
1840-11-21
Page
726 (sequence 2)
Language
German
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ul 2inaierren: uever einige französische wenig bekannte Dichter von Dr. Carm oly. 728 Hildes braucht uns um so weniger Scrupel zu machen, als die Wurzel bil auch das Gehörige, Julaßliche ausdrückt, und mit Rücksicht auf dessen Erklärung der Sylbe Weich, von vicas, das ganze Wort Weichbild so viel sagen kann, als zum Ortsgebiet gehörig. 4. Sofern ich meine Bemerkungen nur als Anfragen, Zweifel oder höchstens als Vorschläge betrachtet zu sehen wünsche, mögen sie auch da nicht unterdrückt bleiben, wo sie aus dem Gebiet grammatisch-kleinlicher Grübelei in das Gebiet der höheren Beschauung mit archeologisch-kritischem Blicke, einzugehen wagen. Dr. Salomo ns antiquarische Einsicht und Gewandtheit ist vielseitig bewahrt. Aber eben in dieser Ueberzeugung darf die Anfrage gewagt werden. Ich finde es z. B. auffallend, daß auch er in seiner klassischen Entgegnung gegen Hartmann das rabbinische ppTLDü mit dem verbrauchten, nichtssagenden Notarikon erklärt. Ist doch die Thatsache bekannt, daß Tiro, der Freigelassene Ciceros, der Erfinder oder wenigstens Verbreiter der Abbreviatur-Schrift war, und daß diese Schreibart nach ihm den Namen Tirarische Noten erhalten hat. Sotten wir daher nicht pprötfsNota tironica lesen? pt#? (Gen. 41, 40.) Salomon sucht den durch das Fragezeichen ausgedrückten Zweifel des Redakteurs der Annalen gegen seine Uebersetzung: soll sich bewaffnen, durch die Autorität des Jbn-Efta zu beseitigen. Ich möchte aber erst den ZweiftL iw Allgemeinen auszusprechen wagen, ob die ganze spanische Schule in Hinsicht ihrer Ansichten über egyptisch-phönicische Rituale und Antiquitäten dieselbe Autorität behaupten dürfe, welche ihr in Hinsicht der mittelasiatischen Institution zugesprochen werden muß? Da Joseph durch seine Heurath in die Priesterkaste eingetreten ist, wo ihm auch seine erwiesene Ueberlegenheit im Fache den Eintritt verschaffen konnte, läßt sich bei der scharfen Sonderung der egyptischen Stände mit Wahrscheinlichkeit annehmen, daß ihm die Kriegerkaste gehorcht haben werde? Sprechen nicht die historischen Thatsachen von der damaligen Verfassung und Sachlage Egyptens eher für den Verpfleger als für den Heerführer? Ein barbarisches Volk, das auf Eroberung in cultivirtere Lander losziehet, muß auf die Lanzenspitze den größten Werth legen. Haben sich einmal die Nationen zu einem zusammenhängenden Staatensystem aneinandergereihet, dann kommt wieder der Minister der Auswärtigen zur höchsten Bedeutung. Zwischen diesen beiden Zuständen liegt der damalige Zustand Egyptens, als der festen Jsolirung in seinem Heimathslande, und der Sicherung durch vorsorgende innere Staatsgesetze, mitten inne. (Fortsetzung folgt.) Literarische Analekterr. I. lieber einige französische wenig bekannte Dichter von lh\ C a r m o ly. 5) Bon - Senior ha - Levi, ein ausgezeichneter Pajtcm in der Provence. Von ihm rührt auch ein jdw zu Schebuot her, welchen ich in dem Machasor der Provence, handschriftlich auf der königl. Bibliothek zu Paris (n. 179 anc. Fonds) gesehen habe. — 6) Bon-Senior den Iechija plWJ'D) blühetc ebenfalls als Dichter in der Provence. Von ihm ist das bekannte oft schon gedruckte Lied über das Schachspiel, welches mit dem Worte beginnt: D^nn rcteß rWi'TO "py-y rmnn l'DO 'ysh* Es wurde in Mantua 1557 zu Ende des Ohyw hm von Josef ben Jakob aus Padua herausgegeben; später wucde es noch öfter gedruckt, unter welchen Ausgaben die zu Frankfurt a. M. 1726 von Anschel Worms besorgte am vorzüglichsten ist; denn in der erwähnten Ausgabe findet sich eine große und sehr schöne Einleitung über das Schachspiel, eine Abzeichnung des Schachbrets und ein schönes deutsches Gedicht über denselben Gegenstand. In der neuen Ausgabe dieses Gedichtes von Letteris zu Ende des Sefat Ieter (Preßburg, 1838), wo die Frankfurter Ausgabe leider nicht berücksichtigt worden ist, muß auch der Name des Dichters corrkgirt werden. — 7) Berechja ha - Lewi Ben Iizchak, einer der ausgezeichnetsten Dichter der Provence. Von ihm ist auch die Ashara zu dem Sabbat vor dem Sukkotfeste verfaßt, welche beginnt MO NL'O "W DDDN miN, und wo er seinen vollen Namen auch gezeichnet (siehe Machasor der Provence 219). In demselben Machasor (220) findet sich auch ein Pismon. von ihm und das Lied, welches Luzzatto im Kerem Chemed (I V. 114) abdrucken ließ, ist von demselben. — II. Israels Erlösung im Jahre 1840. Den Herren Moses Moniejiore und JLdolpTi Cremienoo gewidmet. Wir athmen frei — das Herz erhebt sich wieder, Aus froher Brust ertönen unsre Lieder Zu ihm, der uns so oft von Schmach befreit. Wir blicken auf, und unser Blick wird freier Und jeder Tag wird eine heil'ge Feier Und jedes Wort ein Wort der Ewigkeit.

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