Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1 (1840)
- Issue
- Heft 46 (14.11.1840)
- Article
- An das Publikum [Nachricht]
- Date
- 1840-11-14
- Page
- 353 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen soliden Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentliche das Literaturblatt nritgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. M 46, Leipzig, den 14. November 1846. An das Publikum. — Orient. Türkei (Montesiore in Constantinopel, der Damaskus-Prozeß daselbst). -— Deutschlanb (Berlin, relig. Zustande daselbst. Stettin. Berlin, Ausführliches über die Huldigungsfeier. Dr. Aunz. Posen, über Beerdigung nach drei Tagen. Dresden, Stimme bei der Misfionsgesellschaft üb. die Damaskusgeschichte). — Galizien (Potkamin, Replik des Vorstehers gegen I. Wernstein. Sara Nathansohn). — Licht- und Schattenbilder aus der jüdischen Geschichte der Gegenwart: Die Juden Schwedens. Neueste Ministerialverfügungen in Preußen. — Personalchronik und Miscellen: Arndt in Bonn; Dr. Aron Auerbachs Lemberg; Halberftadt; Berlin; Wöllstein. — L.-B. d. Orients. An das Publikum. Für den Beginn des zweiten Jahrganges dieses Blattes richtet die Unterzeichnete Redaktion an ein geehrtes Publikum die ergebene Bitte, sich recht frühzeitig darauf abonniren zu wollen, da nach dem Verhältmß der Abonnentenzahl die ganze Auflage bestimmt werden wird. Außer allen Buchhandlungen Deutschlands nehmen auch alle Postämter und Z eitun.gs-Exp editio nen Bestellungen an, da die Königs. Sachs. Wohl. Zeitungs-Expedition zu Leipzig die Hauptspedition übernommen hat. Da von Seiten der Redaktion weder Mühe noch Kosten gespart wurden, um das Beste und Gediegendste recht schnell herbeizubringen, so vertraut sie den Freunden und Förderern des Guten, daß sie für Verbreitung dieses Blattes in ihren Kreisen, namentlich bei Gemeinde-Vorständen und angesehenen Gemeindegliedecn, recht thätig sein werden. Die Redaktion. Orient. Türkei. Nach einer. Mittheilung im Journal des Debats ist Sir Moses Montesiore in Konstantinopel angekommen und hat Bewohner von Damaskus und Rhodus mitgebracht, um eine Revision der dort erhobenen Anklage gegen die Israeliten vor dem Tribunale des Großvezirs vornehmen zu lassen. Er gedenkt den Sultan um.einen Hattischerif zu Gunsten seiner Glaubensgenoffen anzugehen. Sobald der politische Zustand Syriens es erlaubt, will er sich nach Damaskus und Jerusalem begeben und sich daselbst niederlaffen, wenn es ihm gelingt, eine Art Republik zu gründen. Lord Ponsonby machte ihm einen Besuch. — Diese Nachricht, die in ihrem Haupttheile aüch anderweitig bestätigt wird, ist eine der bedeutendsten in der Damaskusgeschichte. Das neugeborene Reich Mehmed-Ali's droht zusammen zu stürzen, die Küstenplätze Syriens und mit ihm also Palästinas sind schon im Besitz der Vier-Mächte, und Damaskus, der Schauplatz der traurigen Geschichte, hat sich bereits mit Aleppo für dm Sultan erklärt. Mehmed-Ali ist geachtet und als Rebell in den Bann gethan, sein mühsam aufgebrachtes und -geschaffenes Heer, die einzige Stütze und der einzige Kern seiner Macht, ist demoralisirt, und mit Freuden begeben sich die.abgerissenen Provinzen und Nationalitäten unter den Schutz des Sultans, wo sie die Ueberzeugung haben, daß sie zugleich von England, Preußen, Oesterreich und Rußland geschirmt und vor Grausamkeiten orientalischer Justiz gesichert sind. Auch die Juden Palästinas, Syrien's uud Arabiens, eine schon in Bezug auf ihre Zahl höchst bedeutsame Nationalität in dem 46