Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 45 (7.11.1840)
- Article
- Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
- Date
- 1840-11-07
- Page
- 707 (sequence 2)
- Language
- German
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707 Die Bibelübersetzung unter Redaktion des Dr. .Zunz> beurth.- v. Moses Hefl. 708 /entnehmen, daß Herr Fürst hier nnn in der Bedeutung Eine genommen hat, welches auch Luther und Salomo n thaten, wenn sie dieses Wort nicht übergangen haben. Bei Fürst ist es desto auffallender, da derselbe die Uebersetzung der Septuaginta el$ mit Recht in der Concordanz mit „male" bezeichnet und es daselbst für ein aeij.' maso. erklärt. S. 375. — Esr. 8, 13. Jeuel so lautet das Chetib, das Keri hingegen „Jöiel" Wergl. Zunz Gottesdienstliche Vorträge S. 95. d. — Esr. 10, 12. Also wie deine Reden, nachdem Keri muß es der Singular sein. Neh. 3, 8. Und sie pflasterten Iecuschalajim. Sott man wirklich damals schon gepflastert habend — Neh. 3, 12. Sohn des Lochesch. Wird dieses als Eigenname genommen, so werden wir ihn wohl auch hier, wie 10, 25. Halochesch nennen muffen nach dem Vorgänge Andrer. — Neh. 8, 15. Und Laub vom Baume Abot. Atte Interpreten von der Septuaginta bis aus Dr. Salomon und Fürst in Concordanz nehmen nny cils ein Adjektiv, und so wird es auch in dieser Bibel Ez. 20, 28. „dichtbelaubt" wiedergegeben. — Neh. 12, 24. Und Jeschua, Ben, Kadmiel. Atte Interpreten nehmen fl hier in der Bedeutung „Sohn". Allein die Vergleichung der Stetten 9, 4. und 5. so wie 1 Ehr. 15, 18. setzen die Richtigkeit dieser Uebersetzung außer Zweifel. — Neh. 13, 18. Und Gott brachte über uns, sollte heißen „unser Gott". 1 Ehr. 1, 47«- Schamla ebenso im folgenden Verse. Atte mir bekannten Bibeln und Versionen lesen diesen Namen mit Sinn. Hat Herr Zunz absichtlich so geschrieben? — 1 Ehr. 2, 50. Ben Chur der Erstgeborne der Efrata. Diese Auffassung, welche gegen beide Erklärungen Raschis und gegen Kimchi ist, hat die Schwierigkeit, daß wir annehmen müßten, daß derselbe, welcher oben 19, 20. und 4, 4. blos mn hieß, hier Ben Chur genannt werde. — 1 Ehr. 3, 20, Berachja; sollte wohl heißen „Berechja". —■ 1 Ehr. 23. Und Söhne Nearjahs, sollte heißen „und der Sohn" wie B. 21. — 1 Ehr. S, 7. Achihud, sollte es nicht heißen „Achichud"? — 1 Ehr. 9, 40. Und Merib Baal. Muß es nicht heißen „Meri Baal"? — 1 Ehr. 19, 7. Und sie dingten zwei und dreißig Tausend (und) Wagen. Mit sehr großem Grunde .hat Herr Zunz hier „und" eingeschoben, denn nach 2 Sam. 10, 6. dingten sie zwanzig Tausend und wieder zwölf Tausend Mann, alles Fußgänger, also gerade wie hier zwei und dreißig tausend Mann. Kein Interpret hat meines Wissens daraus geachtet, außer David Martin, der hat ebenfalls: Et ils leverent a leiirs frais pour eux trente deux mille kommes5 et des dhariots. — V Ehr. 20, 2. Und David nahm die Krone Malkams von seinem Haupre. 5?cvc Zuuz folgt hier dem Talmud Aboda Sara 44, a. wonach Malkam hier der Name eines Götzen ist. Ebenso die Septuaginta. —- 1. Ehr. 24, 8. Für Scheorim das vierte. Hat Herr Zunz absichtlich diesen Namen mit Schin geschrieben? — 1 Ehr. 26, 14, warf Loose. Im Texte steht i^n, es kann daher nicht auf Secharjahu bezogen werden. — 1 Ehr. 29, 19. Satzungen und Zeugnisse, sollte heißen „Zeugnisse und Satzungen". 2 Ehr. 17, 11. Brachte man ihm, sollte heißen „brachte man dem Jehoschasat". — 2 Ehr. 18, 24. Siehe, du sollst ihn sehen an demselben Tage. Man sieht nicht ein, worauf sch das „ihn" beziehe, im Texte ist es auch nicht angedeutet. — 2 Ehr. 30, 22. Und sie aßen die sieben Tage des Festes. Nach dieser Interpretation fehlt das Objekt. Warum sollten wir aber -nicht mit Kimchi und Andern annehmen nylD bedeute das Festopfer, so wie .in ebenfalls selbst in dieser Bibel Ps. 118, 27. Mal. 2, 3. sowol für das Fest, als für das Opfer gebraucht wird? Auslassungen finden-sich in dieser Bibe! verhättnißmäßkg nur wenige. Außer dem Wörtchen ^o, welches vermißt wird Gen. 41, 51. Exod. 10, 6. 23, 27. 36, 4. 8. Lev. 16, 33. 18, 6. Num. 21, 35. Jos. 9, 5. 2 Reg. 17, 13. 25, 10. Ez. 11, 18. Psi 9, 2. Job. 37, 24, 2 Ehr. 6, 29. 20, 6. fehlen nur noch folgende: Gen. 1, 28. nvtw; 47, 17. DrttpD bm, Exod. 26,10. nNtt.n; 32,12. Lev. 7, 34. ron; Num. 21, 24. vq; ZZ, 44. Dnnpn; Jos. 6, 24. 11, 22. 'toy 1 Sam. 25, 5.; Hos. 14, 8. pD ra* 1. Chr. 12, 17.; 25, 7. rttDEO4, 28, 12. 2 Ehr. 14, 10. 'Hj 30,24. mirp 35, 7. Druckfehler finden sich auch nur wenige darin. Außer den schon berührten etwa noch folgende: Lev. 8, 8. und that in dem Brustschitd für in den. Num. 7, 10. vor dem Altar für vor den. 14, 36. ein übles Gericht für Gerücht. Jud. 3, 10. Ritajim fürRischatajim. 2Reg. 18, 19. Sage für saget. Jesi 37, 14. des Boten für der. Hcig. die Thore für die Throne 23^ Schaltiels für Schealtiels. Ungeachtet dieser kleinen Mangel ist diese Uebersetzung eine wahre Bereicherung der biblischen Litteratur, die sowohl für das große Publikum, als für die eigentlichen Gelehrten von großem Wecthe ist. Und Niemand wird es bedauern, dem es nur um wahre Belehrung zu thun ist, neben der salomon'schen Bibel auch diese sich angeeignet zu haben. Sehr interessant und instruktiv ist die Vergleichung beider mit dem Original. Es bleibt immer auch ein schönes Denkmal unsrer Zeit, daß beide Unternehmungen fast zu gleicher Zeit ausgesührt werden konnten. Moses Heß.