Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 44 (31.10.1840)
- Article
- Worte eines Juden ... [Rezension]
- Date
- 1840-10-31
- Page
- 684 (sequence 2)
- Language
- German
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685 Manou.yjiwovezugucycuiy'&)i\gucmwwrresouu;u:ui.?uivuwvH|^u«yomu^. uou wenn jener Tag herangekommen sein wird, so wird für unser Volk erst das neue Leben, der politische Auferstehungstag beginnen. Daraus, daß manchen Juden als Juden eben nicht traue, nicht achte, ihm kein lebendiges Interesse an Fürst und Vaterland zuerkenne, erklärt er alleLeiden, welche dieJudenbisher getroffener sucht dies den Christen recht ergreifend an das Herz zu legen und ermahnt schlüßlich seine Glaubensgenossen, mit aller Treue und allem Eifer an ihrer Bildung fort zu wirken, um jeden Vorwurf von sich abzuwenden. Durch dieses Schriftchen nun, dem wir allen Segen wünschen, ist die „Antwort eines Christen auf die Worte eines Juden nach beendigter Landestrauer" hervorgerufen worden. Wir wollen es Niemand verdenken, sich gegen Vorwürfe zu vertheidigen, die ja doch immer Vorwürfe bleiben, und wenn sie auch in dem zartesten Tone gehalten worden sind. Auch hat Herr Brand, der Verfasser dieser Antwort, sich alle mögliche Mühe gegeben, den ruhigen, begütigenden Ton Francolms nachzuahmen; allein er kann nicht ruhig bleiben, so sehr er sich auch zwingt; es geht ihm, wie alten Leuten, die sich die Wahrheit sagen lassen müssen, sie erhitzen sich, wenn sie nichts darauf zu entgegnen wissen. Und der Verfasser hat wirklich gegen Francolm nichts weiter hervorzubringen gewußt, als daß er ihm alles das wieder zurück gibt, was jener vorgebracht hat. Die Entgegnung ist ohne allen historischen Grund und Bedarf keiner Widerlegung, da sie ausführlicher, als es chier geschehen könnte, schon durch das Büchlein von H. Miro widerlegt worden ist: „Zurückweisung der Antwort eines Christen auf die Worte eines Juden nach beendigter Landestrauer." (Breslau 1840, bei I. 'Arb. Kern.). Herr Miro hat sich wirklich alle Mühe gegeben, um die von Brand gemachten Gegenbefchuldigungen zurückzuweisen, und wir würden kaum die Ausdauer haben, der Widerlegung aller der vorgebrachten Abgeschmacktheiten zu folgen, weil sie hundertmal wiedergekauet worden sind, wenn die Widerlegung nicht jedesmal eben so kurz, als scharf und schlagend erfolgt wäre. Auf jeder Seite ist Herr Brand wenigstens mehrere Male durch Geschichte, Rechtssätze und Erfahrung widerlegt worden und das geht so 15 Seiten hindurch fort. Wollten wir Auszüge aus diesem kleinen, lebendigen Büchlein machen, das schon des willen hohes Lob verdient, weil es sich fern halt von aller Persönlichkeit, von jedem Angriffe auf den Gegner als Gelehrten, so müßten wir das ganze Bnch geben. — Wir schließen darum mit dem Wunsche, möchten doch beide Schriften von recht vielen, auch von Christen gelesen werden l Möchte auch Herrn Brand's Schrift nicht ungelesen bleiben, um desto besser selbst prüfen zu können, auf wessen Seite die Wahrheit und Unparteilichkeit, wo die Niedrigkeit sei. Bemerkungen über die in letztverflofsenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen. T. Die Bibelübersetzung unter Redaktion des De. Zunz. ^Fortsetzung.) Prov. 13,11. Vermögen durch Trug nimmt ab. Wo bedeutet aber ta“) Trug? Zwar übersetzt auch der Chaldäer rvHKn täw p, und die Septuaginta smGnovdctfytiivri perä uvofiCag. Sie scheinen aber ^OHD mit Chet gelesen zu haben, wie nach der Bermuthung Löwen st ei ns auch der Talmud gelesen hat. Erubin 54, b. Aboda Sara 19, a. — Prov. 13, 20. Aber wer sich zu Thoren gesellt, zerschellt. Paronomasi'e für njni yn\ — Prov. 20, 26. Hat er geführt über ihn die Dreschwalze; sollte heißen „über sie". — Prov. 12, 11. Und wenn man den Klugen belohnt, nimmt er Erkenntniß an. Daß hier nicht in der Bedeutung von belohnen genommen, werden kann zeigt die Parallelstelle 19, 25. Bergl. den Biur. Vielleicht sollte hier gelesen werden „belehrt" anstatt „belohnt". — Prov. 26, 2. So der unverdiente Fluch, er trifft nicht. Wieder nach dem Ketib, dem die meisten Interpreten folgen. Dr. Salomon folgt aber auch hier dem Keri. — Prov. 27, 15. Am Tage des Frostes. Gewöhnlich wird TtD durch Regen übersetzt, indessen ist die Etymologie dunkel und auch dir Vulgata hat in 6re frigons. Job. 3, 20. Warum gibt sie dem Mühseligen das Licht. Worauf bezieht sich das „sie"? — Job. 10, 10. Und wie Rahm gerinnen. Dach der Etymologie und den Versionen nach bedeutet Käse. — Job. 34, 1. Und Elihu Hub an und sprach. Da Elihu auch bis jetzt gesprochen hat, so würde man besser )>r-i durch „erfuhr fort" übersetzen; ebenso 35, 1. —- Job. 35, 15: Und er kennt nicht in der Zwischenruhe (seine) Macht. Wahrscheinlich nach dem talmudischen wzh auszuruhen Schabb.at 5, 6. Kamma 31, a. sehr sinnreich. Cant. 2, 5. Mit Krügen Wein Richtiger wäre „mit Kuchen", wie Zunz 1 Chr. 16, 3. Ruth. 4, 20. Und Nachschon zeugte Salam, sollt heißen „Salma". Eccles. 5, 2. Und die Stimmen der Thoren. Im Texte steht der Singular. Est. 1, 22. Wie er auch rede nach der Sprache seines Volkes. Nach dieser Interpretation wäre dieses etwas sehr Ueberflüßiges. Dr. Salomon folgt dem Targum und Waschi, wonach hier befohlen wird, daß des Mannes Sprache im Hause gesprochen werden sollte. Das hätte aber keinen Bezug auf Waschti, man müßte denn mit Jbn Esra annehmen, daß man absichtlich etwas Fremdartiges - eingemischt habe, um die Augen