Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1 (1840)
- Issue
- Heft 44 (31.10.1840)
- Article
- An das Publikum [Nachricht]
- Date
- 1840-10-31
- Page
- 337 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 6 Thlr. Man abonnirt bei allen lob!.' Postämtern und allen soliden Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von »r. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich,' das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig M 44 Leipzig, den 31. Oktober 184«. An das Publicum. •— Orient. (Leipzig, Betrachtungen üb. die Damaskus-Geschichte). — Großbritannien (London, Einzelnes von daselbst). — Deutschland (Oesterreichische Grenze, die Gemeinde in Teplitz. Der Rabbiner Dav. Pick. Leipzig, über Emancipation der geistigen Interessen). — Licht- und Schattenbilder aus der jüdischen Geschichte der Gegenwart: Neueste Ministerialverfügungen in Preußen. — Personalchronik und Miscellen: Frankfurt a. M. Petersburg. Berlin.— L.-B. d. Orients. A « D a s Publikum. Für den Beginn des zweiten Jahrganges dieses Blattes richtet die Unterzeichnete Redaktion an ein geehrtes Publikum die ergebene Bitte, sich recht frühzeitig darauf abonniren zu wollen, da nach dem Verhaltniß der Abonnentenzahl die ganze Auflage bestimmt werden wird. Außer allen Buchhandlungen Deutschlands nehmen auch alle Postämter und Zeitungs-Expeditionen Bestellungen an, da die Königl. Sachs. Wohl. Zeitungs-Expedition zu Leipzig die Hauptfpedition übernommen hat. Da von Seiten der Redaktion weder Mühe noch Kosten gespart wurden, um das Beste und Gediegendste recht schnell herbeizubringen, so vertraut sie den Freunden und Förderern des Guten, daß sie für Verbreitung dieses Blattes in ihren Kreisen, namentlich bei Gemeinde-Vorständen und angesehenen Gemeindegliedern, recht thätig sein werden. Die Redaktion. Orient. Leipzig, 21. Oct. Dadurch, daß die Angelegenheit der Juden von Damaskus öffentlich, vor Gott und aller Welt geführt worden ist, ist sie zu einer Thatsache geworden, die des Prinzips willen ausgekämpft werden muß, so weit und so viel dies sich nur thun läßt, und die Männer, welche sich diesem glorreichen Geschäft unterziehen, welche nicht rasten, den Namen Israels von der Schande rein zu waschen, womit sie hier der Fanatismus, dort die Jntrigm zu bewerfen suchte, verdienen die Verherrlichung aller ihrer Glaubensgenossen. Ihr Name wird auf die Nachwelt forterben, wird in der Geschichte leben, und darum ist es an uns, jede, auch die geringste Thatsache zu sammeln, die sich auf ihr unsterbliches Streben bezieht. Es ist um so mehr an uns, als noch jetzt gewisse Parteien durch öffentliche Organe uns zu verdächtigen suchen, als man hier und dort noch das Bestreben durchblicken sieht, diejenigen auf Unkosten der Juden rein zu waschen, welche mit Hintansetzung aller Menschlichkeit, nur einer grausamen Berechnung folgten, und die Juden ihrer scheußlichen Politik zum Opfer zu bringen gedachten; es ist an uns, nicht müßig zu schweigen, in einer Zeit, wo man in allen Wel.ttheilen den alten Sauerteig aufrührt, und zu seiner eignen Schande Märchen aufwärmt, die man, um sich nicht selbst an den Pranger zu stellen, weislich aus dem Buche der Geschichte streichen sollte. -— jedes Land der europäischen Erde hat, wenn wir im HZuche der Geschichte blättern, in dieser HinsichL seine tragischen Momente, seine Damaskus-Geschichte 44