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Der Orient · 1840-09-12 · 37 (12.9.1840) · p. 590

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
37 (12.9.1840)
Article
Zur Geschichte der Homiletik
Date
1840-09-12
Page
590 (sequence 2)
Language
German
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591 592 Zur Geschichte der Homiletik von I. U. Frä'nkel. Lit. Ankündigungen. und richtig; denn wo diese Abtheilungen, diese Grenzlinien der verschiedenen Reiche nicht sind , kehrt der Rabbi. unwillkürlich zu einem schon früher erwähnten Gedanken zurück; der Vor-, trag selbst verliert an einer strengen logischen Ordnung, und bildet zwar ein Ganzes, aber ein zerbrechliches , das jeden Augenblick aus einander zu fallen droht. ' (Fortsetzung folgt.). Literarische Ankündigungen. Zn diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. TMichtige Anzeige f u c fyrragogalen Choralgesang Im Laufe des Septembers erscheint in Wien von dem in der Wiener Musikwelt bekannten Ober- Cantor Sulz er folgendes höchst wichtige und interessante Werk: ■prs- oder Cyklus aller beim israelitischen Gottesdienste vorkommenden Gesänge und Gebete, sowohl für dreials vier- und mehrstimmigen Choralgesang eingerichtet * von r:. Ober - Cantor am israelitischen Vethause zu Wien. Bei den vielfachen Cultus-Resormen in unseren Tagen ist entschieden der neu sich gestaltete dem Alten nachgepragte Choralgesang der Synagoge die schönste, judenthümlichste und zweckmäßigste Reform, und gewiß wird das Publikum mit freudiger Anerkennung ' die. Leistungen seiner Meister auf diesem bis in die Neuzeit von Juden wenig kultivirtem Gebiete aufneh/nen. Herr S. Sülze r hat sich auf diesem Gebiete bereits einen rühmlichen Namen erworben; unterstützt durch sein treffliches musikalisches Talent hat er die eigenthümlichen altnationalen Melodien nach dem modernen Standpunkt dieser Kunst zu gestalten verstanden. Den vielen jüdischen Gemeinden Deutschlands, denen die Mittel nicht gegeben sind, eigene angemessene Choralgcsang- Werke ins Leven zu rufen, werden in diesem des trefflich organisirten isr. Wiener Bethauses einen genügenden Ersatz finden. Die israelitischen Gemeinden Oesterreichs werden ersucht, sich um Bestellungen an Hrn. Sulz er selbst oder an Hrn. Leopold Löw (Stadt, Nr. 468 in Wien) zu wenden; für die übrigen Gemeinden Deutschlands so wie für Frankreich, nimmt der Redacteur des Orients, Dr. Julius Fürst, portofreie Bestellungen an. [128.] Bei H. Prausnitz in G l o g a u ist zum Besten des jüdischen Gewerbe-Vereines für Gtogau so eben erschienen: b r b n :D VD12 ' Gottesdienst zur Gedächtnißfeier für Se. Majestät, den höchstseligen König Friedrich Wilhelm III. und Gebet für eine glückliche Thronbesteigung und heilbringende Regierung Sr. Majestät, des Königs FrieHrich Wilhelm IV. Ab gehalten in der Synagoge zu Glogau am 24. Juni. Inhalt: Ordnung des Gottesdienstes. — Gebete des Rabbinatsverwesers Mannes L isse r. — Religionsvortrag des Oberlehrers Arnheim. [129] Aneebiet e n. Ein junger Mann, der eine Schul- und Umvrrsitatsbildung genossen, dabei aber so viel vom Hebräischen und Talmudischen sich angeeignet, als für einen modernen deutschen Rabbmen nörhig ist, wünscht eine erledigte Rabbinimstelle in einer deutschen Universitätsstadt. Ohne auf ' ein großes Jahrgehalt zu sehen, wünscht er nur die Muße, um für die jüdische Literatur durch Predigten und Katechismen, deren wir noch ganz entbehren, nützlich wirken zu können. Darauf Reflectirende belieben unter der Adresse L. St. ihre Schreiben portofrei der Redaktion zuzuschicken. Verlag von C. L. Fritzsche. ss Druck von I. H. Nagel.

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