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Der Orient · 1840-09-05 · 36 (5.9.1840) · p. 567

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
36 (5.9.1840)
Article
Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
Date
1840-09-05
Page
567 (sequence 2)
Language
German
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_ _ __..__ . vrvvv>*-v* v« {^v*»»Q* „Unfall"« Daß es aber hier durch „Lebensgefahr" wiedergegeben ist, möchte man selbst einen Unfall nennen, der dem Uebersetzer begegnete; denn wie laßt sich eine solche gewaltsame Abortirung ohne Lebensgefahr denken? Und angenommen, sie wäre möglich, wie läßt sich dies nachher entscheiden? Und wie will man den folgenden Bers erklären, daß man bei einer Lebensgefahr Leben um Leben geben soll, da doch bei einer Lebensgefahr noch nicht wirklich ein Leben eingebüßt worden ist? Ich finde zwar bei Fürst in der Concordanz, daß auch Symmachus es durch xivSwoQ übersetzt, wodurch aber nichts als eine Autorität gewonnen wird. Alle übrigen Uebersetzer vom Targum bis auf Dr. Salomon verstehen richtig darunter einen wirklichen Unfall oder Tod. Nur die Septuaginta hat etwas ganz eigenthümliches, welches von Fürst übergangen worden, nämlich: aal r6 naiöiov dvt^g ^r\ sluaoviapevov, Sie erklären also: Wenn das abgegangene Kind noch nicht-ausgebildet war, so werde er am Gelde bestraft — wenn es aber aus-' gebildet war, so gieb Leben um Leben. Ich vermuthe sie lasen |1DK anstatt PO8. — Exod. 22, 16.: Nach der Morgengabe der Jungfrauen. Es läßt sich nicht absehen, warum hier 2NO durch Morgengabe und Gen. 34, 12. durch Kaufpreis wiedergegeben wird. — Exod. 23, 1.: Nimm nicht auf ein leeres Gerücht, ebenso die Septuaginta daoqv [lawlav. Besser wäre allerdings mit allen anderm Interpreten hierunter ein fälschliches zu verstehen. /— Exod. 25, 18.: gediegen sollst du sie machen. So auch Luther „von dichtem Golde". Die andern Interpreten erklären es „getriebene oder gedrechselte Arbeit." Für letztere Ansicht spricht allerdings Jes. 3, 24v Wenn aber Gesenius im Wb. die erstere Erklärung deswegen für fälschlich erklärt, weil aus 1. Reg. 6, 23. 28. hervorgeht, daß die Cherubim aus Oelbaumholz mit Gold überzogen waren; so muß man bedenken, daß erstens dort wirklich das Wort N^,2O nicht vorkommt, und zweitens unterschieden sich dieselben sehr wesentlich von den unscigen; sie waren außerordentlich größer als diese, denn ein Flügel der dortigen Cherubim maß fünf Ellen, während hier beide auf einem Deckel sich befanden, der nur zwei und eine halbe Elle in der Länge und eine und eine halbe in der Breite hatte. Wollte man die salomonschen Cherubim gediegen machen, so würden sie von ungeheurer Schwere gewesen sein. Exod. 27, 10.: und deren Querstangen Abweichend von der gewöhnlichen Annahme, aber wohl das Richtige; dies meinte auch die Septuaginta mit tyaMdes. Ebenso Gesenius im Wb. und Fürst in der Concordanz. — Exod. 35, 23.: und Karmosinrothes. Gewöhnlich ergänzt hier unser Uebersetzer „Garn", nur an einigen Stellen, wie 28, 15. rc„ ließ derselbe dieses Wort aus. Gleichmäßigkeit wäre erwünschter gewesen. Exod. 38, 18. und zwanzig Ellen in die Länge und in die Höhe, durch die Breite fünf Ellen. Allein die Länge U. XClJlCCtll« ÖÖ8 und die Höhe des Vorhanges ist doch eins und dasselbe. Daher übersetzt Mendclsohn «die Höhe, nämlich in bcr Breite der Decke" und Dr. Salomon «die Höhe in der Breite fünf Ellen". (Fortsetzung folgt.) Literarische Analekten. I. DTVN und jlötspjfrt Aus dem zu erscheinenden aramäisch-deutschen Wörterbuche, zur Kenntniß des Talmuds, der Midraschen und Targumen von M. I. Landau. (Mit Bedeutung auf die Erläuterung dieser Wörter vom Kreisrabbinen Salomon Sachs, im Literaturblatt des Orients Nr. 28. S. 436 — 438. Handpauke, Mischna Sota IX,. 14., Mischna Kelim XV, 6. Maimuni zu Sota vergleicht dieses Instrument der Form nad) mit rifcObCK *); cs war, sagt er, hohl von einer Seite, mit einem dichten Fell überspannt, woraus man schluges gehört zu jenen (Instrumenten) für Belustigung und Ergötzlichkeiten, und man nennt es im Occident -) (Eltar). Jahn (bibl. Archäologie I.B. Z. 105), welcher Kämpfers ^moenitatum exotiearum etc. p. 740 cktirt, nach welchem die Handpauke, wenn sie mit Schellen besetzt ist, in Persien Daireh heißt, fügt hinzu: dieß ist vermuthlich ebenderselbe Name, der in dtr Barbarei Tarr lautet. Auch J oderini (Literatur der Türken, nach der deutschen Uebers. von Hausleutner 1. S.' 252) führt dieses Instrument mit dem Namen Darre an, und Hartmann (Hebräerin am Putztische 372) bemerkt, daß er es mit der besondem Gattung vergleichen möchte, die Höst (in feinen Nachricheen über Marokko und Fes) nennt. Dieses wäre demnach das Tar (‘1&) des Mar m u n i. Diese Beschreibung des Jrus widerholt ec mit stylistischer Variante in feinem Commentarc zu Kelim ]. e., er drückt sich nemlich aus, ist rund gleich einem Sieb (^2^1^), worauf man von einer Seite mit der Hand schlägt, und ist bei uns unter dem Namen *) bekannt, in der Sprache des Auslandes (spanisch) Tamburil 1) M&'OSSDK/ ötroa, eigentlich ein bedeckter Gang, kann aber ebenso wie epfod zugleich SchweUe bedeuten. 2) znyjon yiK : die Berberei, wo dieses Instrument Tai* heißt. 3) ^2*11 i ft keineswegs wie der Rabbiner Sachs meint das franz. oorbeille (Maimuni hat sich dieser Sprache nie bedient), sondern das arabische ghirbäl Sieb, Cribrum (ital. crivello), und zugleich auch Tympanum. 4) Wahrsch. das weichere pers. Daireh.

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