Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1840-09-05 · 36 (5.9.1840) · p. 564

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
36 (5.9.1840)
Article
Qohelet, übersetzt und erläutert von Dr. L. Herzfeld [Rezension]
Date
1840-09-05
Page
564 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8555529-9891396-9891452-2363479--0727-2363518
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

565 ^cpwetjerö yeor. Wanoslveu uvtv vh? u^pi ^wuuvw|v^Hvjvnf, freie That des 'Menschen, Etwas zur Begründung des Erdenglückes beitrage, und daß daher im Individuum nur die Fähigkeit liege, das Dargebotene sich nicht zu verkümmern. Ref. kann sich nicht denken, von welcher Seite die Unzulänglichkeit menschlicher Thätigkeit noch nachgewiesen werden kann, und glaubt daher, daß der Gegenstand nicht nur empirisch, sondern sogar philosophisch behandelt sei. Jedenfalls ist er nach dem einmal angenommenen Standpunkte genau besprochen und deducirt. Noch kein Eommentator hat vor H. H. den Ecclesiasten so tiefsinnig mit» philosophisch sprechen lassen, noch Niemand hat ihm solche tiefe und grundgelehrte Weisheit in den Mund gelegt, solche scharfsinnige und umfassende Gelehrsamkeit beigemessen.; “v (Fortsetzung folgt.) 23) Hebräische Wandstbel in neun stufenweise auf einander folgenden Tafeln, zum Gebrauche öffentlicher israelitischen Volksschulen verfaßt von David Schweizer. Nordlingen 1839. C. H. Bcck'sche Buchhandlung. Die Brauchbarkeit solcher Wandfibeln ist bekannt und bedarf keiner Empfehlung, eben so wenig beim hebräischen Unterrichte, zumal die des Hrn. Schweizer, weiche mit Geschmack und Geschicklichkeit abgc faßt ist. Schon 1831 gab derselbe bei David Isaak Zirndorfer in Fürth eine hebräische Handfibel nach der Lautmethode zum Lesenlernen und Uebersetzen aus dem Hebräischen ins Deutsche, die mit vielem Beifalle ausgenommen wurde, aber vorliegende Wandfibel verdient jedenfalls den Preis. Die moderne Eintheilung der Laute in Stimm-, Saufe- und Stoßbuchstaben, hat nichts zu bedeuten, warum aber y und N als Lesemütter angegeben werden, verstehe ich nicht. Unrichtig ist's, wenn Hr. Schweizer immer „Schwa" schreibt; das Zeichen der Vocallosigkeit heißt nichtme die spätem Grammatiker fälschlich schreiben und etymologisch durchaus keinen Sinn giebt, sondern R2V?, wie die Alten sehr richtig haben. Daß eine corrupte Schreibung auch pupular werden kann, wird der Leser aus ^SJhp wissen, welches aus HÜnp (nicht minp) entstanden ist. Das Wörtchen bedeutet „Ruhe", als Gegensatz zu „Bewegung"; der Vecal wird als das bewegende Element in dem Worte betrachtet, daher die Bedeutung „Vocal" durch PlJpjfy und die Vocallosigkeit konnte natürlich nicht bester als durch X2V/, Ruhe, bezeichnet werden. Das arabische Sukun (ptf), welches dort die Benennung für ist, entstand in Folge einer ähnlichen Anschauung. Was die Form des betrifft, so ist sie nach aramäischer Weise aus fQ&V wie im Targum und in der Peschito für (Lehrg. h. 66. vorzüglich.Eoncord. 1101 nch entstanden. , Bemerkungen über die in letztverfloffenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen. T. Die Bibelübersetzung unter Redaktion des Dr. Zunz. fFortsetzung.j Exod. 12, 4.'. Durch Beisteuer auf die Personen; jeglicher gemäß dem, was ec istet, sollt ihr beisteuern Zu dem Lamme. Etymologisch laßt sich nichts gegen diese Uebersetzung einwenden, aber der Sinn und die Tradition lehnen sich dagegen auf> denn weht kann man verordnen, daß ein Jeder gemäß seiner Beisteuecung davon genießen soll, aber nicht umgekehrt beim Einkäufen bestimmen, seinem. Essen nach belzusteuern. Auch würde aus dieser Stelle nach dieser Uebersetzung folgen, daß ein Jeder feine Portion bezahlen müsse, welches traditionell nicht angenommen wird. Ueberhaupt ist die Tradition auf jeden Fall älter als jede Uebersetzung und jeder Commentar; sie hat in praktischen Fällen dieser Art, wo die Handlung jährlich sich bei vielen Tausenden wiederholte, mehr Gewicht als jede Combination und Conjektur. Es ist thatsachlich aus der Mischna Pesachim bekannt, daß man nCQD2 und ippn in der Bedeutung „Zahlen" wirklich nahm, wie es denn auch die altern und neuern Interpreten nahmen. — Exod. 12, 9.: Ihr sollt nichts davon esten roh. So übersetzen auch Onkelos und die Septuaginta, welche mehr Gewicht haben, als Herxheim er, welcher dem Worte diese Bedeutung abspricht, besonders da die arabische Analogie nicht dagegen ist. Vgl. Gesenius im Wb. und Fürsts Concordanz S. 688. — Exod. 12, 16.: Berufung ins Heiligthum. Nach dieser Uebersetzung müßte man annehmen, daß alle Israeliten in das noch nicht erbaute Heiligthum am ersten und siebenten Tage das Pesachfestes zusammenberufen werden sollen, was nicht leicht anzunehmen ist; bester übersetzt Arnheim diese Wörter an den übrigen Stellen durch „heilige Berufung." — Exod. 12, 21. Thuet Euch um. Man vergleiche Benseeb im Ozar ha-Schoraschim. — Exod. 16, 15.: Was ist das! denn sie wußten nicht, was es ist. Wenn.sie aber nicht wußten, was es sei, wie konnte denn Einer zum Andern sagen, „Man ist das?" und das jp als einen chaldäischen Archaismus angesehen werden. Vielleicht ist dies auch die Meinung des H. Arnh., der nur diesen Archaismns in der Uebersetzung beibehielt; nur Hatte alsdann ein Fragezeichen und ein erklärendes Wort beigefügt werden sollen. Anders kann ich mir nicht erklären, wie einem so gewandten Uebersetzer solches entgehen konnte. -— Exod. 21, 22.: Aber es ist keine Lebensgefahr, ebenso V. 23. Wenn aber Lebensgefahr da ist. Inden. drei übrigen Stellen, wo vorkommt Gen. 42. übersetzt Ärnh. richtig

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.