Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 33 (15.8.1840)
- Article
- Sefer sulhan aruk orah hayyim, ... [Rezension]
- Date
- 1840-08-15
- Page
- 516 (sequence 2)
- Language
- German
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517 Etwasüb.d.Verf.d.MagenAbraham. Bemerk.üb.d.neuest.Bibelübersetzungen. Dr.Salomon. 518 und zwar in der Form (mit dem Tore Sahab), wie wir ihn immer gesehen, und schon 1702 war eine zweite Ausgabe nöthig. Unsere Ausgabe hier ist nach einer altern Prager vom Jahre 1785 angefertigt, wo ebenfalls schon all die Commentare und Glossen wie hier beigedruckt waren, nur sind hier noch unter dem Namen Dagul me-Rebaba die Glossen des berühmten Jecheskel Landau, Ahnherrn des Herausgebers, beigedruckt, so wie das ganz für sich bestehende Werkchen □py> pn bei Hilchot Pesach. Außer dem Commentar zu Orach-Chajim, der nach der eigenen Ansicht des Verfassers wirklich entbehrlich ist, erschien von Abraham Abele noch ein Commentar zum Jalkut unter dem Namen pjn m zu Dessau 1704 in Folio. Beigedruckt ist daselbst ein Fragment aus siinem Pentateuch-Comwentar, der den Namen pW führt.— In dem Commentar Olat Tamid, welcher verbunden mit Olat Schabbat in Amsterdam 1681 dem Orach Chajim Leigedruckt ist, wird schon des handschriftlichen Commentars Magen- Abraham rühmend gedacht. Das ist Alles, was wir von dem Verfasser wissen. Zum S^lusse muß ich noch ein Versehen auf dem Titelblatte rügen: es heißt nämlich von Mendel Auerbach, der die Glossen Ops mioy geschrieben, er hatte das Talmudstudium verbreitet in ptOJDp, wofür p&H&Hp Krotoschin zu setzen ist, da er dort Rabbiner war. Bemerkungen über die in letztverfloffenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen. JL. Die Bibelübersetzung von Dr. G. Salomon. Fortsetzung.) c) h cy‘ cn^yp ynw ojk *m% (i. Sam. 2, 24.) Salomon: das ich verbreiten höre vom Volke Gottes. Nach dieser Uebersetzung steht das Partie, act. ganz isolirt. Es hat aber der Hebräer die Eigenheit mit dem Lateiner gemein, daß er nach den Zeitwörtern, welche ein Wahrnehmen bedeuten, die wahrgenommene Handlung, welche im Deutschen durch den Infinitiv ausgedrückt wird, mit dem Participium bezeichnet, und wie *)Zno TQN '»nyptfi' (Genes. 27, 6.) durch: ich hörte deinen Vater reden übersetzt wird, so könnte aus das G^^yD an der Stelle des germanisi'renden “pyn gedacht, und übersetzt werden: daß ich das Volk Gott verbreiten höre. d) p JöürTOtf) (Lev. 25, 22.) Salomon: sollt ihr von der alren Ernte essen. Da die Übereinstimmung des Adjectivs an Geschlecht und Zahl mit seinem Hauptworts, und als Beiwort erster Art auch an W*Pri H allgemeine Regel ist, so sollte das p*1 hier als Object genommen werden; ihr werdet Altes essen, wie auch Arnheim übersetzt. e) Eine ähnliche Nichtachtung der Gesetze des Adjectivs ist bereits an der Uebersetzung von N7N) plSHI (Genes. 29, 2.) durch: ein großer Stein, gerügt. Die Zurückweisung auf Onkelos, welche Salomon in seiner Erinnerung macht, kann nicht genügen. Denn weil der Syrer keinen Artikel und auch kein Aequivalent desselben hat, so fehlt ihm immer das Unterscheidungszeichen des concreten Beiwortes vom Prädicate. Wenn r6ru darum ein großer Stein heißen sollte, weil der Syrer KHZT) frOSN gibt, so müßte auch DOI DH^Pl (33, 13.) zarte Kinder übersetzt werden; denn der Syrer gibts: KpIP. Merkwürdig ist, daß das r6ru auch Gese nius (Lehrgeb. 8. 168, a.) nicht leicht als Prädicat emleuchten will. Soll denn wirklich die Determination des He an pNffl nicht rechtmäßig sein? Welcher Stein kann man fragen. Nun! der Stein, welcher in damaliger Zeit, in den dortigen Gegenden, bei der Kostbarkeit der Brunnen, einen wesentlichen Bestandtheil zu seiner nöthigen Verdeckung ausgemacht hat. k) HDtfito ])y (Lev. 22, 16.) .Salomon: das Vergehen einer Schuld, Arnheim: das Vergehen der Schuld. Was unter der Schuld eines Vergehens zu verstehen sei ist wohl Jedem begreiflich; aber das Vergehen einer Schuld? Warum ist man denn so ängstlich, in dem Constructiv nur* den Genitiv erblicken zu wollen, und dadurch wenigstens -der deutschen Sprache den unerträglichen Zwang aufzulegen, daß sie ausdrücken müsse, was in ihr nicht auf diese Weise ausgedrückt werden kann? Läßt sich diese Aengstlichkeit durchführen? Wird man auch NÄN “PJJ die Stadt einer Mauer, C&' ppN Leute eines Namens, ^2 *)D2 Gerathe des Silbers, d Sdeine des Bruches, cpDN p ein Zeuge der Wahrb aftigkeit übersetzen? Werden noch dergleichen zahllose Combinationen mittelst des steifen Genitivs auszudrücken sein; da das Substantiv und Abstract als 1D1D auch die Bedeutung des Beiwortes vereint, wozu diese Schwerfälligkeit? g) mH’ “)BO (Gen. 17, 14. 24. 25.) Salomon: das Fleisch seiner Vorhaut, Arnheim: das Glied seiner Vorhaut. Letzteres ist'wenigstens in Rücksicht auf die Stelle (E^ech. 44, 1.), welche beweiset, daß unter nicht der häutige Vorwuchs sondern das Glied selbst zu verstehen sei. Doch bleibt gegen den Ausdruck das Glied seiner Vorhaut noch immer die Frage: Hat die Vorhaut ein Glied, oder hat nicht vielmehr das Glied eine Vorhaut? Das Fleisch der V orhaut ist gleich unverständlich. Wie aber wird -der Ausdruck ny übersetzt? DieStädte deiner 33*