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Der Orient · 1840-07-11 · Heft 28 (11.7.1840) · p. 209

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Journal
Der Orient
Volume
1 (1840)
Issue
Heft 28 (11.7.1840)
Article
Arabien: Untergang der Beni-Nadhir
Date
1840-07-11
Page
209 (sequence 1)
Language
German
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§ Berichte, Studien und Kritiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen soliden Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. M 28 Leipzig, den 11. Juli 1840» Orient. Arabien (Untergang der Beni-Nadhir). — Großbritannien (London, Cremieux in London, Verfechter der jüdischen Angelegenheit). — Schweiz (Zürch, üb. den Judeneid in der Schweiz). — Deutschland (Wien, die jüd. Literatur in Oesterreich. Leipzig, das Gutenbergfest. Franks, a. M., eine Abschiedsfeier für Rießer). — Böhmen (Lichtenstadt, üb. Todesjahr u. Grabstätte des Dr. M. Bloch). — Ungarn (P esth, Forts.) — Personalchromk u. Miscellen. — Orient. Arabien (Fortsetz.) Jbn-Seluk war aus dem jüdischen Stamme der Beni-Nadhir, der nur deshalb in der Umgebung des Propheten zu sein schien und als Moslem sich zeigte, um desto empfindlicher den Propheten in seinen Unternehmungen zu hemmen; aber die Umstände und die Zeit machten aus Muhammed mehr als er selbst dachte. Nachdem nun der Stamm der Bmi-Kainokaa so gut als vernichtet war, obgleich er in Syrien nicht unmachtig erscheint, suchte Muhammed den Kampf mit Jbn-Seluk's Stamm, den Beni- Nadhir zu beginnen, da er bei demselben eine seiner Sendung feindliche Stimmung bemerkte, die aber Zbn- Seluk freilich erst geweckt und genährt, indem er sonst Muhammed befreundet war. Bei dieser Gesinnung des Propheten konnte es an einer Veranlassung nicht fehlen, die geringste war hinreichend, da doch auch der Meuchelmord ihm ein heiliges Mittel war; und eine solche geringfügige Veranlassung fand sich wirklich ein. Muhamwed unterhandelte zu Sehre mit den Beni- Nadhir über eine Blutrache, da siel ein Stein zufällig vom Dache und Muhammed behauptete, daß sie ihn haben tobten wollen. Der Prophet verlangte eine Genugtuung, und zwar, daß der ganze jüdische Stamm der Beni-Nadhir aus dem Gebiete Medina's auswandern sollte; die Beni-Nadhir hätten ihn aber beruhigen können, wenn nicht Jbn-Seluk, ihr Stamm: genösse, bei ihnen eine feindliche Stimmung unterhalten, vorspiegelnd, daß sie von ihm, von den Beni- Karisa, von den entfernten Bmi-Kainokaa, die ohnehin noch ttwas gut zu machen hatten, dann auch von den Beni- Ghatfan Hilft zu erwarten hätten. Obgleich der ganze Stamm keine große Lust zu empfinden schien, sich mit dem schon übermächtigen und fanatischen Propheten hecumzukämpfen, obgleich die Scheik's dieses Stammes Haji (Hai) Ben Ahtab und Se tarn Ben-Meschkem sie eines Bessern belehrten, war doch die Anreizung Jbn-Seluk's so groß, daß er dm Kampf aufnahm. Muhammed zog wider die Beni-Nadhir ins Feld, und da sie dem Kampfe auf dem offenen Felde auswichen, wurden sie vierzehn Tage lang in ihrer festen Burg belagert, bis sie unter der Bedingung des freien Abzuges zu capituliren genöthigt warm. Auch sie wanderten aus, ihre Habe auf sechshundert Kamelen führend, und ihr Gebiet wurde, da es nicht erbeutet war, als Propheten- Eigenthum erklärt. So schwand ein Stamm nach dem andern. Noch einmal verband sich dieser Stamm mit den Feinden Muhammed's, den Beni-Koreisch, bei einem nächsten Feldzüge, bei welchen auch die Beni-Kacisa waren, aber er verschwand bald wieder, da ec in seinem Zerstreutfein weder angreifsam noch angreifbar war. Unglücklicher waren aber die Beni-Karisa, die, noch eine Einheit bildend, nach ihrer erfolglosen Verbindung mit dm Beni-Koreisch aus das Grausamste von Muhammed verfolgt wurden. Kaum war die Belagerung von Medina aufgehoben, wobei die Feinde Muhammed's vergeblich zusammenwirkten, als der Prophet mit festem Entschlüsse die Hilfsgenossm der Koreifch, die Beni-Karisa, zu vernichten strebte. (gf f.) Großbritannren. Soit&on, 26. Suni. In der großen Versammlung in London über, die Abschaffung der Sklaverei 28

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