Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 25 (20.6.1840)
- Article
- Hebräische Sprachlehre für Schulen ... [Rezension]
- Date
- 1840-06-20
- Page
- 394 (sequence 2)
- Language
- German
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895 Johlson's hebl-4 Sprachlehre f. Schulen/ beurtheilt. Uebersetzungen d. Mischna u.d. Talmuds. 39tz Sylbe rückt, sondern das durch die Verlängerung des Worts bedingte oder veranlaßt Fortrücken des Tons ist die Ursache, daß der Radikal vocallos wird. Die Formen EJE# sollen Dualendungen haben; über den Status constmctus wird §. 95 nur kurz bemerkt, daß das Wort meistens etwas verkürzt werde. Nach welchen Nomen sich aber die Bocalverkürzung richte, ist ebenso wenig erläutert, als sich überhaupt an irgendeiner Stelle des Buches allgemeine Grundsätze und Regeln über die wichtige Lehre von der nnitatio voealium finden. Die Suffixe an dem Singularnomen sollen an den Status construct. des Singulars gesetzt werden; die Wörter *132/ werden als verschiedene Declinationsweisen aufgeführt, dagegen POp/ 2X, ]2, 2b, ph, H? in eine Declination vereinigt; der Infinitiv soll nur im Kal und Nifal eine zwiefache Form haben; worin aber der Unterschied dieser Formen, selbst in syntaktischer Hinsicht bestehe, darüber sucht man umsonst Auskunft; das Participium im Kal soll vom Infinitiv gebildet wrrden, so daß (:) — wäre (; die verba irregularia sind nach dem Verf. verschiedene Conjugcrtionen. Die Behandlung der letzteren gehört überhaupt zu den schwächsten Parthieen des Buches. Bei ihnen werden zwar eine Menge Regeln gegeben, wie diese oder jene Form gebildet werde, Grundregeln aber für diese einzelnen Veränderungen gibt der Verf. nicht an; einzelne Erscheinungen bleiben daher auch ganzunerklärt, andere werden falsch erläutert. So findet man wohl bei den Verben ]Ö/ in den Paradigmen den Infinitiv mit der Endung n; woher und warum diese Endung da ist, bleibt unerwähnt; bei dem Derbis nb soll das H sich in verwandeln, wenn es mit Schwa steht. Woher aber dann die Form in Pause für •IP/J? Endlich fehlen geradezu mehrere Punkte von verschiedener Wichtigkeit. Keine Ableitung des Nomens vom Verbum, keine Tabelle der Suffixe, Prasormative und Afforwative für sich, in welcher die verschiedenen Formen der ersteren hatten zusammengestellt werden sollen, Nichts über die Entstehung der Suffixa am Pluraluomen, Nichts über die Veränderungen an der Verbalform bei Anhängung der Suffira, kein unregelmäßiges Nomen, nichts Gründliches über das Segolatnomen u. s. w.! Hatte der Verf. statt der vielen Ausnahmen, welche in den Anmerkungen aufgeführt sind, und die viel leichter ex usu erlernt werden, diese Punkte nach Gebühr behandelt, so würde er größere pädagogische Einsicht verrathen haben. Im Allgemeinen aber kann Rec. nicht glauben, daß es für israelitische Schüler wünschenswert!) sein kann, nach dieser Sprachlehre das Studium der hebräischen Sprache zu betreiben. Christliche Lehrer davor zu warnen, möchte an und für sich überflüssig sein.*) Ein Recenseut in der A.K.I. *) Der christliche mir ganz unbekannte Necensent hat Uebersetzu ngen der Mischna nnd des Talmuds. (Fortsetzung) 13) p2njJ, Crubin (Cap. 10. Mischn. 06). S. d. vorhergeh. Tractat. Auch Balch. Scheid übersetzte ihn mit der Gemara; seine Handschrift findet sich bei Ioach. Morgenweg, Wilh. Motto» im zweiten Bande seiner vermischten Abhandlungen über die Traditionen der Schriftgelehrten und Pharisäer zur Zeit Jesu, englisch, London 1718, 8. erwähnt Erubin und Schabbat, Hcbr. und Englisch, mit vielen und gelehrten Noten. — 14) D^riDD, Pesachim (Cap. 10. Mischn. 88). Uebersetzung von Surenhus. Seb. Schmid flocht diesen Tractat von cap. 5—10 in lat. Sprache in seinen Commentar über das Passa ein. (pag. 202 fg.) Ein Auszug aus der Gemara Pesachim mit Raschi's Commentar findet sich in dem Specim. der Hanauer hebr. Bibliothek, die 1715 in 8. zu Hanau durch Alb. Haller besorgt wurde. — 15) Schekalim (Cap. 8. Mischn. 52). Hebräisch erschien cs einzeln zu Franks, a. M. 449. C. 1699 in 4.— Hebr. und Lat. mit Joh. Heinr. Otho's Noten vor dessen rabbinisch-philologischem Lexicon, Genf 1695. 8; diesen Text hat Surenhus beibehalten, zu demselben aber seine Anmerkungen hinzugefügt. Nach Otho gab ihn hebr. und lat. heraus, ohne, wie er erklärt, den seines Vorgängers gesehen zu haben, Joh. Wülfer, 2Cltorf 1680 in 4. mit einem weitläufigen, gelehrten Commentar. pp. 170. Otho's Ueber^ setzung verbesserte hie und da Joh. Esgers in seiner Ausgabe des Hilchot Schekalim des Maimonides. Amst. 1?18. 4. Er berücksichtigte Wülfer's Ausg. nicht. — 16) Joma (Cav. S. Mischn. 61). Mit lat. Uebersetzung und sehr genauem Commentar gab den hebr. Text heraus Rob. Sheringham aus Cambridge, London 1648. in 4. Eine neue Ausgabe besorgte Jac. Nhenferd nebst seiner Abhandlung, in welcher er eine Vergleichung der jährlich wiederkehrenden Versöhnung des Hohenpriesters im A. T. mit der einzigen und ewigen Versöhnung Jesu Christi anstellte, Franeker 1696. 8., 2. Ausl. 1700. 8. Nach der llist. Critic. Reip. Liter. Bd. XIII. pag. 366. schrieb Hcrm. van Bashuysen ein Specimcn der Fortschritts des Gemara - Studiums, das in dem Gemara-Traktat Joma ans Licht trete. — 17) , Suka (Cap. 5. Mischn. 53). Uebersetzung von Surenhus. Die Mischna dieses Codex und Exccrpte aus der Gemara hat mit einer lat. Uebers. und Noten herausgegcben Jo. Jac. Cramer aus Zürch. Meelführer in seinen Zusätzen zu Almeloveens Bibl. ließ eine Uebersetzung, Mischna und Gemara, erwarten. — 18) oder 2Vß Ofy von den jüdischen Schulen noch die schlechte Meinung, als würde dort das Hebräische so unwissenschaftlich betrieben, daß eine Warnung nöthig ist; wir können aber dem Nccensenten die Versicherung geben, daß kein jüdischer Schullehrer Herrn Johlsohn für befähigt zur Abfassung einer Grammatik.oder eines Wörterbuches hält, und daß jeder jüdische Lehrer lieber die gangbarm Grammatiker vorzieht. " Red.