Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 24 (13.6.1840)
- Article
- Uebersetzungsprobe aus dem Diwan Jehuda Halewys
- Date
- 1840-06-13
- Page
- 381 (sequence 2)
- Language
- German
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381 382 itebn-ffijHUiQcn der Mischna und des Talmuds. Doch Thaugcwölk dem Aug' entfliegt. — Wenn euer Glanz so meinen Schein verdunkelt, Was nützt bei Sonn' ein Lampenlicht? — Nichts Neues ists verkünd' ich euern Hochwerth Da ihm die Zeit stets Kränze, flicht. — All Würd'- und Wissens erb eil sind euch Jünger, Ihr habt den Borrang euch ersiegt. — Ihr weihet Liehe mir und Liebesgaben, Darin mein Geist sich schwelgend wiegt; Es fließt die Spende mir aus euern Händen, Und Glanz aus eurem Angesicht. Stark zieben an mich eurer Liebe Seile, Daß fest mein Herz an euch sich schmiegt. Genüget euch nicht so mich zu gewinnen Für Liebe rein wie Demantlicht? Wollt ihr durch Kaufpreis mich euch eigen machen, Mich binden an Gesetzespflicht? O gebt mir einzig und allein nur eure Liebe, Ich wandre fort — mehr brauch' ich nicht. Uebersetzungen der Mischna und des Talmuds. In Nr. 22. des Orients habe ich das Verzeichniß der Mischna- und Talmudübersetzungen versprochen, wie sic Wolf in seiner hebräischen Bibliothek (H. 700—24) aufgczählt; denn ich halte cs für zeitgemäß, in-'einer Zeit, in der der Talmud von dem Fanatismus als Werkzeug der Feindschaft gebraucht wird, die bereits vorhandenen Uebersetzungen anzugeben, damit man von parteiischen Orientalisten an unparteiische Philologen zu appelliren im Stande sei. Bevor ich aber meine Bemerkungen anfüge, gebe ich eine Uebertragung aus Wolf, da seine Abhandlung bis 1720 ganz erschöpfend ist. „Folgendes Verzcichniß aller Codices des Talmud hat zum Zwecke anzuzeigen, in wie viele Capitel und Mischnajot oder Abtheilungen er eingetheilt sei; überdieß wird auch angegeben, wo eine lateinische Uebersetzung sich finde, sowie ich am Schluffe Anzeigen der Uebersetzungen des Talmud in andere Sprachen, die entweder schon erschienen oder versprochen sind, geben werde: 1) rYD*)2/ Berachot, welcher Tractat 9 Capitel und 57 Mischnajot hat, ist lateinisch herausgegeben v. Paul Riccius, und nach Zoh. Sclden's Urther'l (in den Prologomcnen zu seinem Werke deSuccessione in bona defunctoyum. Augsburg 1619. 4.) eine flüchtige Arbeit. 2) von Samuel Clarke, Oxford 1667. 8. 3) von Ioh. Ullmann, Straßburg 1663. 4. 4) mit 5 anderen Tractaten der Mischna von Will). Guise, welche Ausgabe Surenhus mit hinzugcfügten eignen Bemerkungen bearbeitete. Sie wurde besorgt durch Eduard Bernard zu Oxford l6D. 4. Das erste Capitel dieses Codex, soweit es Mischna und Gemara enthält, wurde nn't einer von ihm selbst verfaßten trefflichen lateinischen Uebersetzung und einem ausgezeichneten Commentare herausgegebcn von Georg, Eliezer Edzard, Hamburg 1713. 4. In dem Specimen der Oisputationes Gemaricae, die unter Jakob Rhcnferd's Leitung erschienen, ist die Gemara Berachot bis S. 19 (Amsterd. Ausgabe) lateinisch übersetzt und erläutert von Samuel König aus Bern. Vgl. Meelführer's Zusätze zu Almel-veen p. 128. Einen großen Tbeil der Gemara hat übersetzt Balthasar Scheid, Prof, zu Straßburg; dies findet sich in feinen talmudischen Exccrpten bei Joachim Morgenweg; darüber s. weiter unten. Einen Anfang der Gemara- Ucbersetzung kündigte Surenhus in der Vorrede zum Corpus Mischnieum pag. 5 an. Ebenso Constantin Lempercur eine Uebersetzung dcs Codex Berachot nebst der Gemara cap. 1 in einem Schreiben an Christoph Schräder, welches Nithmeier bekannt gemacht hat am Ende der Clavis Gemarica des R. Elijakim Panzi. Conrad Pellican's Uebersetzung ist ebenfalls nicht erschienen., von deffen Versuchen in dieser Gattung siehe unten. Er übersetzte nämlich die ganze Mischna und überdieß die beiden ersten Capitcl der Gemara. Ioh. Rendtorf soll denselben Codex lateinisch übersetzt und mit Anmerkungen erläutert haben nach Imbonat'S Zeugnisse p. 418 in der Lat.-Hebr. Bibliothek. Daß ein sehr gelehrter Mann die ganze Gemara desselben Codex lateinisch übersetzen könne, bezeugt Nhenferd: de X Otiosis p. 266, so wie auch Campeg. Witringa in dem Werke über die alte Synagoge p. 1050 berichtet, daß ein sehr gelehrter Mann und Prediger einer Gröningschen Gemeinde sich an den Codex Berachot gemacht habe. Eine handschriftliche Uebcrsetzung des Bevachet wird erwähnt in dem Katalog von Wilh. Anslar's Bibliothek pag. 37.— D. Thomas Smith soll dieselbe übertragen haben, wie Sam. Clarke berichtet in einem Briefe an Licchtfoot, der sich findet in seinen hinterlassenen Schriften pag. 188 fg., wo er ihm seine Uebersetzung zur Beurtheilung empfiehlt. Eine Uebersetzung desselben, die Gerson besorgte, erbat sich Schickard zur Abschrift in einem Briest von dem jüngeren Buxtors, dessen. Vater schon längst dieselbe gewünscht hatte. Der Brief findet sich am Schluffe von Buxtorf's Philologisch-theologischen Catalecten pag. 398: — 2) Pea, welcher 8 Capitel und Mischn. 69 hat, ist übersetzt von Wilh» Guise. — 3) Demai, welches 7 Cap., 53 Mischn. hat, ist übersetzt von Wilh. Guise. — 4) Kilajim, welches 9 Capitel, 76 Mischn. hat, ist ebenfalls von Wilh. Guise übersetzt und dessen lateinische Uebersetzung findet sich in der Ausgabe von Surenhus. Schebiit, 10 Capitel 89 Mischn. enthaltend, hat eine Uebersetzung von Wilh. Guise. — 6) rwnn Terumot, hat 11 Cap. u. Mischn. 101, ist übersetzt von Wilh. Guise und vor ihm von Balth. Scheid, dessen Arbeit nicht erschienen ist. — 7) nVWyD Maaserot (Cap. 5. Mischn. 40). Uebersetzung in Surenhusens Corpus IVIischnicum, woselbst das erste Capitel von William Guise, das Uebrige von Surenhus. Diesen und den folgende Traktat versprach Janus Bircherod in einer lateinischen Uebersetzung mit Noten erläutert dem Druck zu übergeben (Nuv. Liter. Mares Baltic. 1698, p. 97). -— 8) WyD Maaser Scheni, (Cap. 5, Mischn. 57.). Uebersetzung von Surenhus. — 9) u^n Challa, (Cap. 4, Mischn. 38). Uebersetzung von Surenhus. — 10) Orla ( Cap.