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Der Orient · 1840-06-06 · 23 (6.6.1840) · p. 356

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
23 (6.6.1840)
Article
Skizzen zur Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts
Date
1840-06-06
Page
356 (sequence 2)
Language
German
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357 Ueber das Buch Metibot v. S. Mg. Erwiederung an Dr. Geiger von Dr. Carmoly 358 unter Samuels Kindern, wurde zum Rabbiner in Haleb nach dem Lode seines Onkels erhoben. — Es gab keiner in der Türkei, der nicht den berühmten Elija hu Da wich, den Verfasser vieler sehr geschätzter Werke, kennen sollte, und sein Werk £"0*0 erwähnt sogar schon Azulai in seinem Ijn rra (Buchst. 2 §. 13). A i n t a b i. A b r a h a m Ben I i z c h a k A i n t a b i (aus Aintab am Sadschur), ein durch sein Werk, berühmter Rabbine, wird als der ausgezeichnetste noch jetzt angesehen, da unter allen Gelehrten dieser'Famklie, wie z. B. die Herren ILzehak, Ateia, Esrach, Jeschua ha- C eh en u. s.w., die noch jetzt eine Zierde der jüdischen Gemeinde zu Haleb sind, ist Abraham Aintcrbi unstreitig der größte. (Fortsetzung folgt.) III. Das Buch Metibot. RapaporL sagt (Nachtrage zu Haji S. 92) von diesem Buche Metibot: „Bereits in Schem ha-Gedolim ward der Zweifel aufgeworfen, wer wohl der Autor dieses Werkes, dessen häufig die ältern Schriften eitiren, sein könne. Ich aber fand eine Stelle bei Nachmani (zu Aboda Sara 21), wo cs heißt: bi rnotsw poty ’nxsD $ "KN n minnn byzb b.s\ Jedoch kann sein, daß hier nach dem Worte zu lesen sei Sl/ zumal ein Citat im Buche Jttur (Anf.) die Vermuthung an die Hand giebt, daß das fragliche Werk nicht dem Haji angehöre, indem es daselbst heißt: jTVlIPfiß ^5721 Phi 1D1 bbs IpDD X1?/ woraus wohl zu entnehmen, daß der Ztutor von dem Metibot später als Chananel gelebt habe. Doch erweisen hinwiederum andere Belege a. a. O., daß zwei Werke dieses Namens, ein älteres und ein Jüngeres, vorhanden gewesen sind. Es steht nämlich dort unter anderem angemerkt: b DJ 'Hüb NDp’DJ? Krp’DD b])2^ 'NWQ bw NP'L'' ~ivw pw nznt^ iwn ljizn nx~nn in pD1} ferner: |iy»n ni2ir)0 pl. Bedenkt man nun, daß nur Haji Gaon, und sonst keiner, - seinem Vater bei Erwähnung desselben den Titel „Gaon" beigelegt, und daß gerade Scherira, Haji's Vater, mit dem Ehrentitel p^E r)2^ 2pJP citht wird (s. 2lruch s. v. VQft und Scherira's Brief im Buche Iuchasin): so sprechen wohl die angezogenen Stellen aus Jttur fast schlagend dafür, daß das altere Metibor den Haji zum Verfasser habe. Der Benennung Metibot scheint den Inhalt des Buches zum Grunde zu haben, daß es nämlich lammtliche Beschlüsse beider Akademien von Pumbedita und Sora enthalte. Und der Zusatz p£b b'M N2^2 * ist vermuthlich dahin zu erklären, daß Pumbedita zu Haji's Zeit, Sora gegenübermit pßi bezeichnet worden ist." Wir sehen hieraus, daß Rapaport geneigt ist, daß' Vorhandensein zweier Werke gleichen Namens anzunehmen, und das altere dem Gaon Haji zuzuschreiben. Ich kann mich mit dieser Annahme, durch folgende Gründe bewogen, nicht befreunden. — Hrn. Rapaport's Anführung in Betreff dieses aus Nachmani kommt ebenfalls bei N. Nissim zu Alfasi (Ab. Sara ib. a. O. u. St., vergl. dazu noch Aschen ib. c. 1. Nr. 28) vor, welche aber so lautet: 21"D PUPPE b])2 2PP bi rratynts' jraa p.sa »an bn cbcu Seine Deductionen aus Jttur würden mehr von Belang sein, wenn uns nicht andere schon bestimmtere Angaben, die gleichfalls Nachm, citirt, entgegengr treten wären. Es sagt nämlich Letzterer in seinen Chidduschm zu Gittin f. 63 b: nimno boi *** aro di pNjbsn p dxwrr' 2m bü OHJ ferner zu 66b ebenfalls dem Sam. den Cchofni Gaon, als: 22 ppp pV pfrUH 2DD2 ppflD p) P’QTlEn 2DD2 b\ ubd bwour, und endlich zu Baba Batra 11 sagt er gar: piDMp 12P2 pl PIZPPEPuebrigens abgesehen von diesen Nachweisungen, sehen wir gar nicht ein, daß selbst die Stelle im Jttur sich auf Haji und das in Rede stehende Werk bezieht. Das Ehrenprädicat 2pJP pNÜ PIPL^ wird auch andern Gaonim, wie z. B. dem Zemach Var Schalem beigclegt, s. Likute Pardes (angeblich von Raschi) cd. Am st. 1715 f. 9 a, 15c. Und falls die citirte Stelle aus Jttur wirklich von Haji und dessen Vater handelt, so ist noch gar nicht ausgemacht, daß Isaak aus Marseille auch unter &P2^PE das fragliche Werk PUPPE verstehe, es steht vielmehr der Wahrscheinlichkeit näher, daß ttflpipy KniPHD b]j2 bloß durch: Schuloberhaupt, Präses der Akademieen zu erklären sei. Aus diesem Allen ersieht man wohl zur Genüge, daß Haji nicht der Verfasser sein könne; ich erlaube mir jetzt den Lesern dieser Blätter meine eigene Meinung hierüber mitzutheilen, vielleicht wird diese probehaltiger ausfallen und später zu einem sichern Resultate führen. Ich glaube nämlich in dem Werke Meribot eine Responsen - und Decisionensammlmig von mehrern altern Gaonim zu erkennen, daß es zu Isaak Alsasi's Zeit schon benutzt wurde (man sehe genau Sal. b. Adderet zu Jebamot 109 b) und von Zeit zu Zeit bis etwa im 11. Jahrh. Ergänzungen bekommen habe. Demnach möchten alle oben gemachten Schwierigkeiten sich leicht beseitigen lassen» S. Mg. IV. Erwiederung auf Dr. Geigers Bemerkung, im Literaturbtatt des Orients Nr. 16, von D r. Car m o l y, Abraham Ben David ("dV]) sagte einst in einem Schreiben .an die jüdischen Gelehrten zu Bezieres r „Dem Fragenden um zu wissen antworte ich sehr gern, aber nicht dem Fragen- 23 *

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