Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 21 (23.5.1840)
- Article
- Todesjahr Josef Salomo del Medigo's
- Date
- 1840-05-23
- Page
- 331 (sequence 2)
- Language
- German
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331 I. M. Landau: Todesjahr del Medigo's. Hbrgr. S. 214) sagt gar mit einer Art von Gewißheit, daß er in Amsterdam 1657 gestorben, aber ebenfalls ohne nähere Angabe der Jahreszeit. Für beide würde dem Leser die hier folgende Berichtigung gewiß nicht,unlieb sein, zumal sie alles Schwanken hierüber für immer aufhebt. Josef Salomo del Medigo, gewöhnlich auch Josef Nofe mi-Kandia genannt, starb zu Prag am Laudenfeste (Sukot), im Jahre der Welt 5416 d. i. also 1656, und in Prag auf dem berühmten alten Friedhöfe ist noch seine Grabstädte zu sehen. Herr Moses Wolf Jeittel es, beeideter Aktuar der Prager Beerdigungs-Brüderschaft, sammelt gegenwärtig die Grabschriften der merkwürdigsten Männer, die hier auf dem alten Friedhofe liegen, die er, mit anmerkenden biographischen Notizen versehen, der Oeffentlichkeit zu übergeben gedenkt. Die Grabschrist des erwähnten Josef del Medigo lautet: pbP non roiD D’xsnn ppx pPx bpn Dann xbpn sin nbbam aiQona rrri nbx xnap?o xsn?pp n'ta rin : bä? pnpbn mbx n'nn “P2 p, cxnnioiapx napi nb1 pd ixir napxm nibxp moi nayb pd cmroi nanna bnai nw ba p napm ntnvo voab rrnoy nm nt^x nap nnnoai nioon m:axa napi r^jj ba np xaoan naiKn nsaa norp n>0' naana pnpn cnbx nn n^x rann pnp inaal naptan pan nnn mDtw :navotoi rmaa x'r ■pa by nm nx hbdi nno nox nnnn ]p nta'x bxrV' pxa by no rpsipn pcv ni xrn p "zy bs pbrn ryw ntax PPP Opbpi DP“ pPSQ ran ia»b' nbya xbi P2“ dpsd nbna nn:™ snrb •änDfinamaw ncon mb« "®di ab? reo np’in “coiej'ds napnn nmbi -pdi nba nrsnn d'pdd munh naaa nma: non morn y~v bs : -pan pox bn bnai jap man pan xp Dr. M. Sachs: Chajim Gallipapa. 332 II. Chajim Gallipapa. Eine l i t e r ä r g e s ch i ch t l i ch e Notiz von Dr. M. Sachö. (Aus einem Briefs.) De Nossi in seinem Wörterbuche (Hambergerssche Uebers. S. 110) giebt weder die Zeit noch den Ort an, dahin dieser Schriftsteller gehört, und spricht über das Emek Refaim (□\X2Tl p£y) in der Oppenheimer'schen Bibliothek nur unbestimmt. Wir fangen mit Letzterem an. Das Buch Emek Refaim scheint die Messiaslehre sehr liberal und von den herrschenden Glaubensvorstellungen abweichend zu behandeln, namentlich den bezüglichen Schriftstellen durch historische Auslegung die beweisende Kraft zu benehmen. Dies geht deutlich aus der Entrüstung hervor, mit welcher Abarbanel in der Vorrede zum Masch mia Jeschua sich darauf bezieht. Er ereifert sich daselbst gegen diejenigen Ausleger, die da meinen, daß die Heilsverheißunaen der Propheten und der Psalmensauger sich auf die Zeit des zweiten Tempels beziehen, und nennt als Exegeten, die dieser Meinung anhangen, die Prophezeihungen zu verlästern (ulS,D)i"1 ITD’H deren Augen verblende! sind zur Erfassung des Sinnes der göttlichen Seher (pilD DWin D)1D DINID EiWJJ)/ folgende drei: Ven-Bileam, Mose ha-Kohen und unfern Chajim Gallipapa. Gewiß meint er des Letzteren Buch Emek.Refaim, da auf die ersten Beiden das G^t£T]D und nur auf letzteres, das kein Commentar, rfelß {w sagt nämlich DrTfil^DD □rwn£D paßt. Daß unser Gallipapa überhaupt nicht zu den streng orthodoxen Rabbinen zu zählen, vielmehr unter die gegen recipirte Auteritäen sich erhebenden gerechnet werden müsse, zeigen die Briese des R. Isaak ben-Scheschet an ibn ^Rechtsgutachten 394), die ihn wegen einiger Erleichterungen in ritualen Dingen scharf zur Rechenschaft ziehen. Wir wissen demnach, daß er ein älterer Zeitgenosse des gedachten Isaak ben-Schechet (t£Q^) war, da er im Rechtsgutachten im Eingänge von ihm sagt: DDpt^ ]p]^ Fl Wpl 3^3 THEN FD^G 2OT1 nDwM/ so wie er ihn denn überhaupt mit Achtung und Ehrerbietung bezeichnet, wenn er z. B. sagt: pnnzo bitapn orb tpo cab nxa p, oder in t>« Aufschrift des Briefes: pbpN NDip “PN 12a xbl 22) nb Dpn nn cbn cbnn nep isxd v'xV npi nDE^bjf und daß er in Pampelvna seinen Sitz hatte. Das gedachte Sendschreiben des Ben-Scheschet, der doch wahrlich nicht zu großer Laxitat bezüchtigr werden darf, könnte dem „Horeblten" und seinen Genossen als Muster milder, humaner Behandlung eines durchaus von andern Gesichtspunkten ausgehenden Gegners empfohlen werden. Er droht dem widerlegten Gegner nicht damit, daß er seinen Ruf als denkender Gelehrter untergraben werde; wie denn auch die Apostel der „Denkgläubigkeit" zu ihrem Besten lernen können,