Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1 (1840)
- Issue
- Heft 20 (16.5.1840)
- Article
- Dresden : die Einweihung der neuen Synagoge [Nachricht]
- Date
- 1840-05-16
- Page
- 152 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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152 Sp. 4, 2. 3, 16. 17. Thr. 5, 21. die Gesttzeollen in die heilige Lade gestellt. Eine treffliche Einweihungsrede,. ein Gebet für Kö^ig und Vaterland, und ein Choral nach der Melodie : Nun lob mein Seel den Herrn, beschlossen die würdige Feier, deren Andenken noch lange in unsrer Erinnerung leben wird. Leipzig, 23. April. Wie mir Hr. Dr. Holdheim selbst brieflich mittheilt, ist er zum Oberrabbinate in Schwerin und über folglich (. vierzig Gemeinden in Meklenburg gewählt worden. Seine Freunde glückwünschen ihm dazu herzlich, selbst diejenigen, die mit ihm um diese Stelle concurrirten, wie der Redakteur dieser Matter; es ist erfreulich, daß Dr. Hold he im, der rastlos und unermüdet auf der Bahn der Wissenschaft fortstrebt, einen so schonen Wirkungskreis gewonnen; in diesem Lande war bis jetzt kaum ein Dammerschein von Fortschritt des Judenthums. — In Bezug auf den Bericht des Herrn Gersen-Levy 1836 über das nun von Dr. Zunz ausführlich besprochene Schaustück, wie im Orient (Nr. 8) erwähnt, will ich noch nachträglich erinnern, daß dieser Bericht gedruckt ist, und auch Herr S. Cahen in Paris solches mitgetheilt,. daher zu bezweifeln ich keinen Grund fand und noch finde. Ungarn. Avttö, 21. April. (Schluß.) Dieselben Jahrbücher können auch deutlich zeigen, welche Bewandtniß es mit dem an mich gerichteten arglosen Aufruf zum öffentlichen Danke haben mag, wegen der Erleuchtung im Fache, die ich von dortaus mitgenommen haben sott. Soll vielleicht jene Einsicht gemeint sein, welche nur durch unmittelbare Handhabung des Unterrichts zu erlangen ist, dann werde ich den Einfluß meines zu Preßbürg fortgesetzten Berufes so wenig jemals in Abrede stellen,■ als sich bereits vor mehr als anderthalb Jahrtausenden der große Rabbi nicht gescheut, diese Quelle als die reichhaltigste sein<r Erkenntniß anzugeben DiOD IDV). Was mir aus der von demselben Rabbi bezeichneten nächsterg.iebigen Quelle zugeflossen sein mag, ist nicht mehr all Wege von der Art und Weise frei, wie der Lebensweise Engel seinen Tobias Witt zur Einsicht kommen laßt. Will mich aber die kindliche Arglosigkeit an irgend einen Meister mahnen, unter dessen Leitung ich vielleicht dort einen gewissen Novizenstand zurückgelegt haben soll, so mag sie in den Jahrbüchern nachschlagen, welcher von den fünf gleichzeitigen Lehrern: Freyer, Fuchs, Ransperger, Skreinka, Weissenberger durch.den vierjährigen Zeitraum von 1824 bis Ende- 4827 der höchstbesoldete und also auch des höchsten Soldes werthgeachtete war. Die löbliche Redaction der Allgemeinen Zeitung des Judenthums, welche von mir über die Absicht meines ganzen Berichtes verständiget worden ist, kann es am besten bezeugen, wie gerecht der Gegner mit seiner öffentlichen Verdächtigung der Lobhudelei eines einzelnen Reichen in diesem Stücke gegen mich verfahrt. Sie kann ferner bezeugen, ob in dem von mir eingesandten Aufsatze der Einfluß unseres vielgefeierten Oberrabbi auf die Feststellung unserer Schule umgangen sei. l) Wahrscheinlich hielt sie sich überzeugt, daß der weltbekannte A. Chor in nicht auf einige Weihrauchwolken aus der Hand seines einheimischen, jüngeren Freundes anstehet, und ließ auch diesen Theil der Einsendung weg, unter manchem Andern, das nicht zur reinplastischen Darstellung mitgehört. Sie konnte ja nicht voraussehen, daß die arglose Aufhetzerei so befangen im Urtheil sein werde. Der Unbefangene wird so wenig in meinem ganzen Berichte eine persönliche Belobung suchen oder vermissen, als er der kindischen Prahlerei Glauben schenken kann, daß die von mir unter mehrjähriger Berathung zu Stande gebrachten Statuten einer consolidirten Gemeindschule die Copie einer zwar befugten, aber nicht creirten Privalanstalt seien. 2) Mir sind die Preßburger Statuten nie zu Gesicht gekommen; dennoch wünsche ich nur irgendwo den Raum zu finden, um durch Veröffentlichung der unseren ihre gänzliche Verschiedenheit in Geist und Gestaltung darzuthun. Man 1) Sie ist auch von mir gleich nach Erscheinung -er Jnvective, um Veröffentlichung dieser Lhatsächlichkeiten ersucht worden. Möge mir wegen meiner Beschwerde über die unterlassene Ausnahme einer Rechtfertigung von Seiten eines unp a r t h e i i sch e n Organes eine schonendere Abfertigung werden, als mich ihr Verfahren gegen manchen Nahmhasteren besorgen laßt. 2) Ein nachträglicher Preßburger Bericht in Nr. 2 des 4. Jahrganges citirt gegen die falsche Insinuation von Arad den Paragraphen ihres Decretes (freilich mit mehren durch Punkte ersetzten Omissionen). Die Mittheilung lauter wörtlich und im strengen Sinne pünktlich: ufc . . . . Schola hacc velufc publica futura ex toto superinspectione Praeturae (wahrscheinlich eine eigene Auflösung der Abreviatur Praettae.) D. Vestnae qua Superioris districtualis studiorum Directoris eadem prorsus relatione subsil, proufc in systemate literario de aliis scholis puMicis. praescriptum est. etc. Da der Araber Bericht ausdrücklich von dem Privilegium dieser Schule sprach, so konnte er unmöglich ihre Oeffentlichkeit in Abrede stellen wollen. Dennoch ist eine Befugniß noch keine Erhebung in die Reihe der ordentlichen (nicht außerordentlichen), nothwendig stabilen Schulen. So z. B. dürfen laut allerhöchster Verordnung die Kleinkind der - Wahranstalten nur als öffentliche unter Aufsicht der Oberstudiendirectionen gebildet und fortgesührt werden, und dürfen dennoch laut derselben Verordnung nur als Privatunternehmungen begründet sein. Möge die Preßburger Schule recht bald die Mittel finden, wo sie sich durch die allerhöchste Gnade derselben Verhältnisse erfreuen könne, deren sich die Schule erfreut, welche mit den wenigen Worten creirt ist: ut Kealis Hebraica Schola V, Aradiensis jani nunc plene conta- MiUasf qua lnstitutum Publicum Litterariuin deinceps consideretur,