Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 16 (18.4.1840)
- Article
- Nothwehr gegen drei Recensenten meines Buches
- Date
- 1840-04-18
- Page
- 252 (sequence 2)
- Language
- German
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253 Nothwchu geg. drei Recens., v. Dr. Delitzs ch.Lit. Skizzen u. Berichte. Bibliogr. f. jüd. Philologie. 254 S. 64 mag rn.it Zunz S. 402 ff. verglichen werden. S. 139 kann nichts ans Zunz enthalten, als etwa die von mir bereits anderswo berichtigte Notiz aus jTTUK in Noblot Chvchma über die persische Uebersetzung des Pentateuch; das Ändere ist Alles mein Eigenthum. S. 163 unt. ist Nichts aus Zunz als die Notiz über das Azharut-Gedicht miiT DPOD5 bei solchen Kleinigkeiten palte ich das Citiren für überflüssig. S. 191 fallt mit S. 19—21 zusammen. Hier ist von keinem 60ma l die Rede, da doch Dr. Zunz mein Buch genau durchgelesen, wie die mancherlei Berichtigungen zeigen, die er mir sonst auf die liberalste Weise mitgetheilt hat. Der dritte Punkt, durch den Dr. Jost seine Anklage motivirt, ist der infuriöseste. Ich bedarf dagegen bei denen, die mich kennen, keiner Bertheidigung. Daß ich in Mittheilung brieflicher Berichte von literarischem Belang die nöthige Gewissenhaftigkeit nicht verletze, sondern mir eine Freude daraus mache, meinen (Zorrespondenten vor den Augen des Publikums zu danken, davon zeugt mein C ata log der hebräischen Handschriften derRathsbibliothek S. 277. 284. 286. und mein Jesu, run S. 242. 243.250. 253. 255. 257.258., davon zeugen meine Mittheilungen, die ich aus Literaturbriefen S. D. Luzza t to's, S. I. Rapaport's, De Sola's u. A. m. in öffentlichen Blättern gegeben habe. Die Beiträge zu meiner Geschichte der jüdischen Poesie, die mir von den berühmtesten jüdischen Gelehrten zugcgangen sind, halte ich wohl verwahrt; wo ich bis jetzt etwas mitgetheilt, ist es nicht ohne Namennennung des Einsenders geschehen, s. }]) S. XXVI. vgl. XXI11. und meine Schilderungen und Kritiken a. m.O. Nicht leicht wird eine Reeension (am allerwenigsten die des gallizischen magno promissor liiatu) mir einen Fehler Nachweisen könnxn, der mir nicht langst auf freundschaftlichem Wege, wie es der Wissenschaft wLrdig ist, nachgewiesen oder von selbst ausgefallen wäre. Zuletzt sazt Dr. Jost, daß es stehender Grundsatz der Annalen sei, von Allem, was die Literatur entwürdigt, gern abzusehen. Aus dem Zusammenhänge dieser -Worte nnt dem Vorausgegangenen geht deutlich hervor, daß er mich für eine solche die Literatur entwürdigende Erscheinung halt. Das ist die Meinung des Dr. Jost!! Ich brauche meine Zeit zu nothwendig, um einen Federstrich daran zu verschwenden, auch widerstrebt es den Grundsätzen meiner Religion, das Böse mit Bösem zu vergelten. Literarische Skizzen und Berichte. Merkwiredige Glosse. In einer sehr alten Ausgabe der Pesach-Hagada, die in Prag erschienen ist und Spuren der Kindheit der Typographie an sich tragt, befindet sich zu der Textstelle flT "VTlD folgende ebenfalls gedruckte, fehr witzige Glosse - D'irDrl Tj> “BWl b>V DD D^nUl nN £Tl£D “)D ■’jK Ich ersuche diejenigen, denen ein solches Exemplar vielleicht zugänglich ist, diese wirkliche, nicht etwa erdichtete, Glosse bestätigen zu wollen. Deo N^me von Safet» Den Namen der Stadt Saftt wollen einige bald bald n~^ schreiben; für letztere Schreibung entscheiden sich die herumreisenden Einsammler aus Palästina, indem sie vorgeben, daß dieser Name aus? dem Akrostich des biblischen Trostsatzes iTlDn &D&722 J*PH entstanden. In der Bibel wird diese Stadt nicht erwähnt, die Araber nennen es Sz affad, und die alten Nabbinen haben es in der Regel DDls geschrieben. Bibliographie, für jüdische Philologie, namentlich seit dem Jahre 1750. Ab en Es ra, Sefer Zachot herausgegeben mit einem hebr. Commentar von Dr. G. H. Lippmann. Fulda, 1835. 8. Müller. Abicht, J. 6., Accentus Hebraeorum acced. cnonymi Judaei porta accent. lyW)* Leipzig, 1715. 8. D'A l le rn and, I., Di'IDlD, hebräische Grammatik.' München, 1837. 8'. Franz. Alting, Jac0 Grammatica linguae hebraicae. Frankfurt, 1740. 8. Schäfer. — synopsis institutionum chaldaeorum post priorem cditionem Jo. Simonis denuo in lucem emissa euren t6 J. L. Schulze. Halle 1769. 8. Bauer, G> L., Chrestomathia paraphras. chaldaicis et Talniude dclecta etc. Nürnberg, 1793. 8. B e ck, C. F., über die ursprünglichen Laute der hebr. Buchstaben, besonders in Beziehung auf Seyffarths Schrift über diesen Gegenstand. Leipzig, 1825. 8. Reelam. Leer, E. Fr. Ferd. Insc-riptioncs et papyri reteres Semitici, quotquot in Aegypto reperti sunt, editi et inediti, rccensiti et ad origieem Hebraeo-Judaicum relati cum palaeographia Hebraea concinnata. Particala prima. Leipzig, 1833. 4. Be 11 ermann, Jo. Joach., Linguae phönic. vestigior. ia Melitensi. Spec. 1. Berlin 1809. 4. Maurer. Bokker, G. Jos. iludimenta linguae hebraecae. Loyonii, 1826. 8. Benlevi, M. I., iTVID. Hebräischer Wurzelzeig cr, oder: Tabellarisches hebräisch - deutsches Wörterbuch. Hannover, 1833. f. B eregsz üszi, P., üb. die Aehnlichkeit der ungarischen Sprache mit der morgenländischen. Lpz. 1796. 4. Biedermann, I. Gl., Anfangsgründe der hebräischen Sprache. - Leipzig, 1785. 8. Biel, Joa. dir., nov. theseurus philolog. s. Lex. in LXX etc. ed. E. H. Mutzenbccher. P. 1 —111. Haag, 1779 — 80. 8. BLesen thal, Joh. H. R., hebaäisches u. chaldäisches Schulwörterbuch üb. das A. T. Berlin 1834 — 37^ 8. Blogg, Sal. Ephr., Aedikciurn Salnmonis. Enthaltend: eine vollst. Geschichte der hebräischen Sprache, des Talmuds und vieler merkwürdiger Begebenheiten des Alterthums, die bis dahin gänzlich unbekannt geblieben; webst einen Anhang der Largumen betreffend und die Biographien der größten Gelehrten aller Eonfessionen, die sich um die hebr. Sprache' und den Talmud verdient gemacht haben. Hannover, 1831. 4. Hahn.!! — rr^npn nmp„ Geschichte ber hebräischen Sprache und Literatur, nebst einem Anhänge, die Targumen betreffend. Hannover, 1826. 4»