Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 13 (28.3.1840)
- Article
- Horajot ha-Kore
- Date
- 1840-03-28
- Page
- 200 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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201 S. Meklenburg über Homjat ha-Kore. Randglosseeinem R. Salomo zugeschrieben wird, zu vermuthem In diesem Salomo aber, erblicke ich jenen Salomo Ha-Nakdan, welchen der anonyme Verfasser des &TV>E> ms. Cf* Delitzsch, Jesurun p. 242) und Isaak b. Iehuda Ha-Levi (in KT) Par. Ekeb u. Sot Ha-Baracha, vcrgl. auch Zunz, zu Delitzsch ib. p. 258) im Munde führen; da nämlich an eben derselben Stelle der gedachten Randglosse auch des R. Simson, worunter man doch gewiß den bekannten Simson Ha-Nakdan meint, Erwähnung geschieht. Das Oppenheimersche und vaticanische Exemplar hingegen, dürfte scheinbar mehr Schwierigkeit machen, denn während einerseits die Originalsprache derselben, die arabische, ganz auf Ben Balaam hinweist, so scheint wieder folgender Umstand nicht ganz dafür zu passen. S a l m a n Ha-Nakdan, eigentlich Iekutiel ha-Kohen b. Ichuda, dessen Schauplatz, wie Elia Levita unterrichtet wurde, Prag war, und dessen Zeitbestimmung wohl noch vor Mose und David Kimchi fällt, führt in seinem bekannten masoretischen Werk En- Ha-Kore häufig das fragliche Buch an, welches letztere höchst wahrscheinlich das Ben Balaams ist, wie ich dies aus En Ha-Kore und Heidenh. ib. a. a. O. schließe. Nun ist wieder ein -Bedenken zu tragen, ob das Werk in einer Sprache vorhanden gewesen, von welcher ein Prager aus jener Periode, wo die Israeliten Böhmens in dumpfer Lethargie tief genug versunken waren, wohl schwerlich einen Gebrauch machen konnte, es sei denn, daß schon damals eine hebräische Uebertragung desselben circulkrt hätte. Jndeß dringt glücklicherweise auch durch diese Dunkelheit esn Schimmer, indem aller Vermuthung nach die beiden Codices gar nicht einmal das Buch Horajat ha-Kore wirklich sind, so sehr' auch Titel und Inhalt das Gegentheil verrathen lassen. Von dem einen, dem Oppenheimerschen, bezeugt uns dies der neue Oppenheimer Katalog ed. 1826, p. 446. N. 1370. „Aber man ersieht" steht das. angemerkt „aus dem Buche selber, daß es gar nicht das Horajat ha- Kore, sondern nur von dem Vers, desselben sei". Und der andere, der vaticanische Codex ist, allem Anscheine nach, mit diesem identisch. Die Gleichheit der Grundsprache beider giebt uns alle Anzeichen dafür, nur, daß zwischen den Uebersetzern ein Unterschied herrscht. Der des Vaticanischen, wie schon gesagt, soll *12 DFDD, und der des Oppenheimerschen Cbt/ft 22 geheißen haben. Offenbar aber rührt diese kleine Namenverschiedenheit blos von einem ungenauen Abschreiber her, da vbwft sich leicht in corrumpiren läßt, und somit wären beide Werke auch in Bezug der Uebersetzung und Abfasser zu identisiciren. (Demnach ist zu ergänzen in meinen Aufsatz über Ben Balaam in den israelitischen Annalen, Iahrg. 1839 N. 43, S.340.) Sam. Meklenburg. ' Dr. Carmoly^s Poet. Mitcheilungen. W2 HI. Poetische M i t t h e i l u n g e n v o n D r. C a ’r m o 1 y. 1. Epitaph, eingegraben auf dem Leichensteine des Dichters S amitel Adarbi: a) ijion ^'bpi * '31QN jrcp : ü’23i ]np2 * n bym ' 1’R2] 2’2pp2 * VR2L7 : 1222 ii Sx-iDtP * vn^ti6 JDvSjI ». Epitaph auf dem Leichensteine des Iaakob Melammed:2) ' nyin 12 nv * ny^ ns : mb f)p * 2^2 Viiwk * 21V2y "ywjb * 2-ltP“ 'N bx; * «»nn-i ' 21VR r\m Soll vielleicht heißen: 2wn 2« rr; * y&n nps * a-iaöj? “itw * - •unnrn 3. Epitaph auf dem Leichensteine des Salomo Kandia. ' 'iV?™ 12021 ^0 Dis* is'i^n! D'Ni23 11223 i^ ip)2t^ Dipp ‘ * löspi 2312 )prp 112222 : D'Nibis* 1312^'!22 rnn^ 4t. Epitaph aus dem Leichensteine des Serachja Ibn-Danun: ' DPyb ,2y s32 kn 2’2’ : NA2L?jmi3ö nn’ii 7>W * nniil') HBD23 NW : n2ü6o kp rptyi nk nnkyi * k ’2is*kp oy 222 nks-i n^> : 7\yho nixn n k 2’2? 5« Am Eingänge zur Grabeshöhle des Iom-Thob Romoch (^1D12) * i2 rjöyj np-i nn* np _ : 13’ijii ni22p 2212D 3]2 1) Samuel Adarbi ist Vater des bei Wolf und de Rossi erwarten Isaak Adarbi, der bekanntlich in der Mitte des 16. Jahrhunderts als Nabbine zu^ Saloniki gelebt und die Werke D i b r e Ri bo t und D i b r e S ch a t o m veröffentlicht. Da wit (Samuel Adarbi nirgends als Schriftsteller erwähnt finden, so ersuchen wir Hrn. Dr. Carmoly, hier Näheres über ihn geben Zu wollen. Red. 2) Einen solchen Schriftsteller finde ich nicht bei W. und