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Der Orient · 1840-02-22 · 8 (22.2.1840) · p. 125

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
8 (22.2.1840)
Article
[Nachricht]
Date
1840-02-22
Page
125 (sequence 1)
Language
German
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125 Bitte. Literarische Ankündigungen. Replik. 126 Bitte. Auf diesem Wege werde ich meinen Freunden über Manches antworten, denn dieser Weg ist schnell und sicher; ich bitte daher meine Freunde ergebenst, diese Correspondenz gefälligst lesen zu wollen. Von ß. in B. erhalten, ich bitte um Zusendung ohne Vermittelung; aber von K. und L. in B. erwarte ich Mittheilungen und Briefe- Hr. Dr. S. und Dr. C. in Brüssel werden um Fortsetzung der Mittheilungen ersucht, eben so F. in L. und F. in B. Hr. £. D. in H. scheint der Mittheilungen vergessen zu haben. Auf meine Freunde in P. dürste ich wohl kaum rechnen. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. s20.] Im Verlage des Herrn Franz E d l e n v 0 n S ch m i d und I. I. Busch in Wien ist so eben erschienen und durch Herrn Eduard Kummer in Leipzig ist beziehen: Ozar HaschorascMm oder hebräisch - deutsches und deutsch - hebräisches Schul-Wörterbuch über das alte Testament von J. L. Bensew. Dritte Auflage. Vermehrt und verbessert von M. Letteris. Erster Theil. In 8. Preis: 1 Thlr. 6 gr. Dieses treffliche Schulwörterbuch Bensew's, an dem sich fast die meisten neuzeitigen jüdischen Gelehrten herangebildel haben, wird jetzt in einer sehr schönen neuen Auflage, bereichert mit den Zusätzen des bekannten M. Letteris, dem Publicum dargeboten. Für jüdische Schulen auch in außerösterreichischen Ländern wird dieses Wörterbuch gewiß mit großem Nutzen und Seegen gebraucht werden, wenigstens eher als die modernen von einigen jüdischen Lehrern angefertigten Wörterbüchlein, zumal da hierin auch sehr viele neuhebräische Wörter mit ausgenommen sind. t-U-i Einladung zur Subscription auf eine neue Ausgabe des Cusari in correctern Urtexte, mit deutscher Uebersetzung und fortlaufendem, deutschen philosophisch-theologischen Commentar, so wiehistorisch-kritischer Einleitung, herausgegeben von H. Jolotviez und Dav. Cassel Rabbinats - Candidaten. Das Werk erscheint von Marz 1840 an in 6 Lieferungen ü 4- Thlr., die in einem Zwischenraum von zwei Monaten nach ' einander folgen. Alle soliden Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. Subscriptlonslisten bittet men einzusenden in Frankfurt a. M. an Sauerländer; in Berlin an A s h e r ck C 0 m p.; fit Leipzig an Baumgartner; in Breslau an Max u. Comp.; in - P 0 s e n an S ch e r e ck: in Lissa an Günther; in Glogau an Prausnitz; in Hamburg an Perthes; in Altona an Hammerich, in welchen geehrten Buchhandlungen Prospecte und Proben unentgeldlich zu haben sind. Subscribentensammler, die sich direct an uns wenden (Berlin, Dowtheenstraße 59), können auf einen bedeutenden Rabatt rechnen. Berlin 16. Januar 1840. [22.] Replik gegen den Aufsatz „Brief über einen literarischen An* griff von S. D. Luzzatto." In den Israelitischen Annalen Nr. 50 und '51 erschien ein Aufsatz unter der Aufschrift „Brief über einen literärischen Angriff" von meinem geehrten Freunde S. D. Luzzatto an Hr. I. S. R. nebst den Abdruck des Briefes, den Hr. Luzzatto vor einiger Zeit an mich schrieb. Hr. Luzzatto erklärt in diesem Schreiben, daß er meiner Aufforderung, seine Anschuldigungen und Emwürfe gegen den unsterblichen Mai. monides zu wiederrufen nicht Nachkommen könne, indem er durch tiefes Nachdenken dahin gekommen sei, einzusehen, wie sehr der Maimonides in mancher Hinsicht gefehlt habe, und giebt die Ursachen und Gründe cm, die ihm bewogen haben, gegen Maimonides in die Schranken zu treten, mich aber erklärt er für einen alten Fanatiker, der seine vorgefaßte Meinung, ohne Nachdenken und genauer Discussion, blos auf die Autorität des Maimonides stützt. Ich halte es für eine heilige Pflicht und den Manen des Maimonides bin ich es schuldig, offen gegen Hr. Luzzatto aufzutreten; nicht Fanatismus spornt mich dazu ansondern die feste Ueberzeugung, daß der Name des Maimonides ungerechter Weise verunglimpft wird, und das gerade die Gründe (wie Hr. Luzzatto angiebt), die ihn zum Kampfe gegen Maimonides und deffen Anhänger antreiben, in ihren Grundlagen unrichtig und falsch sind. Hr. Luzzatto sagt in den Annalen Nr. 51 „Aber ich behaupte, daß er (Maim.) durch blinde Anhänglichkeit an Aristoteles — besonders in Betreff der Ewigkeit der Welt — sich selbst irre geführt hat"; darauf ist zu erwiedern: daß Maimonides ein Verehrer des Aristoteles (obschon Grieche) war und ihm in manchem zum Vorbilde nahm, kann ihm nicht nachtheilig gedeutet werden, wir finden ein ähnliches Beispiel im Talmud (Chagiga Als dem Rabbi Meir der Vorwurf gemacht wurde, daß er bei dem Abtrünnigen Ketzer Acher habe Unterricht nehmen können, da cs in der heiligen Schrift heißt o irn-w iVprn mim mn i-E' jm «in V/ wurde darauf entgegnet: Rabbi Meir fand einen Granatapfel, das innere, Genießbare hat er gegessen, die untaugliche Rinde hat er weggeworfen, wie es in den Sprüchwör» tmt heißt man p^i marin nm “pw an neige dein Ohr und höre die Worte der Weisen, aber dein Herz wende zu meinen Lehren. Daß Maimonides aber kein unbedingter, blinder Nachbeter des Aristoteles ist, beweist folgendes : Maimonides erklärt in seinem Buch More Nebuchim (Ad-

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